French Open Wetten 2026: Quoten, Märkte und die wahren Kosten

Updated Oktober 2026
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Stand: 30. Oktober 2026. Die Erlaubnisangaben der Anbieter wurden gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder abgeglichen.

Ein Sandplatz im frühen Morgenlicht, frisch gewalzt, mit weißen Linien und einem Netz im Hintergrund, keine Menschen.
Die French Open (Roland Garros) werden im Stade Roland Garros im 16. Arrondissement von Paris auf Sand (Terre battue) ausgetragen; Veranstalter ist der Weltverband ITF.

Die French Open 2026 sind längst gespielt. Vom 24. Mai bis 7. Juni 2026 liefen die Matches im Stade Roland Garros, Alexander Zverev gewann das Herreneinzel gegen Flavio Cobolli, Mirra Andrejewa das Dameneinzel gegen die Qualifikantin Maja Chwalińska. Wer heute auf der Suche nach „French Open Wetten“ auf dieser Seite landet, hat also kein Turnier zu tippen, sondern eine Frage zu beantworten: Wie funktionieren Sandplatzwetten, und was kostet mich ein Anbieter, wenn ich sie platziere?

Beides hängt enger zusammen, als die Werbung zugeben mag. Die Quote ist ein Preis, und in jedem Preis steckt eine Marge, die der Veranstalter einbehält, egal wie das Match ausgeht. Diese Marge ist die eigentliche Rechnung hinter jedem Wettangebot, und die unterscheidet sich von Buchmacher zu Buchmacher stärker als jedes Bonusversprechen. Wer Tennis bei den Grand Slams spielt, spielt über Jahre vielleicht ein paar hundert Wetten. Da zählt die Quote, nicht der Willkommensgruß.

Die zweite Rechnung ist die rechtliche. Wetten auf Profitennis darf in Deutschland nur anbieten, wer eine Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) besitzt. Das ist bei Tennis kein Graubereich wie bei manchen anderen Sportarten, sondern eine klare Trennlinie. Was diesseits davon gilt — Limits, Live-Beschränkungen, Sperrsysteme, Steuer — und was es den Spielenden kostet, steht im Folgenden Absatz für Absatz.

Spielplätze, Regeln und der Verantwortungsrahmen: was Sandplatzwetten kosten

Die French Open werden im Stade Roland Garros im 16. Arrondissement von Paris auf Sand ausgetragen, Veranstalter ist der Weltverband ITF. Das erste Turnier fand 1891 als „Championnat de France international de Tennis“ statt, inzwischen ist es der Grand Slam mit dem langsamsten Belag — und damit der, auf dem Condition, Ausdauer und Satzverlauf für die Quote mehr zählen als der Aufschlag.

Ein einzelner Tennisball liegt auf rotem Sand neben einer weißen Linie, geringe Schärfentiefe.
Die French Open 2026 fanden vom 24. Mai bis 7. Juni 2026 in Paris auf Sand statt.

Bevor überhaupt eine Quote entsteht, steht bei jeder Wette in Deutschland eine Frage: Ist der Anbieter erlaubt? Ein Hinweis am Rande der Seitenleiste taugt dafür nicht. Die GGL warnte am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten „wie etwa Platincasino“. Wer aus einer Werbeanzeige auf eine Seite kommt, die eine Curaçao- oder Anjouan-Lizenz zeigt, weiß damit schon, woran er ist.

Erlaubt ist in Deutschland Sportwetten nur auf der Grundlage einer GGL-Erlaubnis nach dem GlüStV 2021. Wer Wetten auf Profiturniere anbietet, ohne diese Erlaubnis zu haben, begeht unerlaubtes Glücksspiel. Für Sportwetten heißt Erlaubnis also nicht: „auch in Deutschland verfügbar“, sondern: „in Deutschland ausdrücklich zugelassen“. Das ist der entscheidende Unterschied zu den vielen Seiten, die mit ausländischen Lizenzen werben. Eine Curaçao- oder Malta-Lizenz hat für Spielende in Deutschland keinerlei Bedeutung. Die GGL ist die Aufsicht, ihr Sitz liegt in Halle (Saale).

Kosten und Erlaubnis sind hier ausnahmsweise einmal auf der Seite des Schutzes: nur lizenzierte Anbieter werden von den Sperr- und Limitsystemen erfasst. Wer dort spielt, nimmt tatsächlich Regelungen in Anspruch, die ihn und sein Geld schützen. Was der Schutz kostet und wem er nützt, ist deshalb eine eigene Frage.

Verantwortungsvoll wetten: feste Grenzen, und wer sie durchsetzt

Der Verantwortungsrahmen in Deutschland ist der Preis, den alle Spielenden für ein funktionierendes Limit- und Warnsystem zahlen. Will man Sportwetten mit deutschem Anbieter, bekommt man ihn mitgeliefert, auch wenn er Grenzen setzt, die man im Ausland nicht hätte. Für Sandplatzwetten bedeutet das: Turnier- und Livewetten sind verfügbar, aber gebändigt. Die entscheidenden Punkte stehen alle im GlüStV 2021 und werden von der GGL beaufsichtigt.

Eine Messingwaage steht auf einem Holzschreibtisch neben einer Kaffeetasse, im Hintergrund ein helles Fenster.
Die GGL warnte am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten.

Einzahlungslimit und Aktivitätsprüfung

Das Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 GlüStV beträgt standardmäßig 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg. Durchgesetzt wird es über die LUGAS-Limitdatei. Parallelspiele bei mehreren Anbietern sind nach § 6h GlüStV über die Aktivitätsdatei verboten. Wer drei Konten bei drei Anbietern führt und jeweils die volle Monatssumme einzahlt, verstößt damit nicht gegen die Grenzen eines Anbieters — wer sich parallel in mehreren Konten betätigt, verletzt die Regel.

Wer wegen des Limits in einem einzelnen Haus schlecht durchkommt, kann nur in engen Grenzen mehr erhalten. Ein Anbieter kann auf individuellen Antrag ein höheres Limit setzen, bis zu 10.000 €, in besonderen Fällen bis 30.000 € — und Letzteres für höchstens 1 % seiner aktiven Spielenden. Voraussetzung ist ein nachweisbarer Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Eine Selbsterklärung des Spielenden genügt nicht.

Wichtig: Die Absenkung eines Limits gilt sofort, die Anhebung erst nach sieben Tagen. Das ist die eigentliche Konsequenz für einen Verlusttag: Nach unten korrigieren Sie Ihr Limit in der Sekunde, nach oben dauert es eine Woche. Wer in einem schlechten Lauf impulsiv mehr einzahlen will, stößt auf eine Wartefrist, die genau diesen Impuls abfangen soll.

Spielersperre, OASIS und der Notausstieg

Das bundesweite Sperrsystem OASIS nach §§ 8 und 8a GlüStV wird bei der Registrierung und bei jedem Login abgefragt. Wer sich selbst sperren lässt und dabei einen Zeitraum nennt, ist mindestens drei Monate gesperrt; ohne Zeitangabe mindestens ein Jahr. Daneben gibt es den Panikbutton nach § 6i Abs. 3 GlüStV: Er löst sofort eine 24-stündige Sperre aus. Nicht aufschiebbar, nicht verhandelbar, unabhängig von der Abendform.

Die Teilnahme ist erst ab 18 Jahren möglich (§ 4 Abs. 3 GlüStV). Vor der Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden Spiel erlauben, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. Danach greift die volle Identitätsprüfung, und pro Anbieter ist nur ein Konto zulässig (§ 6a GlüStV).

Was der Rahmen in einem konkreten Fall bedeutet: Wer für die Zeit um die French Open 500 € einsetzen will, kann das innerhalb eines Monatslimits problemlos tun — auch bei Live-Wetten im Wechsel zwischen mehreren Matches. Das Konto muss aber auf den eigenen Namen laufen, und die verifizierte Identität steht vor dem ersten Wettschein. Wer kurzfristig einsteigen will, hat bei einem Neuanbieter also erst eine kleine Formalität zu erledigen. Das ist nicht die Stelle, an der es teuer wird.

Der Punkt, an dem der deutsche Rahmen am meisten kostet, liegt nicht in den Limits, sondern im Spielumfang — und der ist beim Tennis am engsten. Dazu im nächsten Abschnitt.

Satz, Handicap, Siegerwetten: die Märkte und die eingebaute Marge

Die French Open haben eine Besonderheit, die jede Quote prägt: Bei den Herren wird auf drei Gewinnsätze gespielt, bei den Damen auf zwei. Bei 6:6 im Satz gibt es einen Tiebreak bis 7 Punkte; im Entscheidungssatz einen Match-Tiebreak bis 10 Punkte mit zwei Punkten Vorsprung. Auf diese Regelung einigten sich alle vier Grand-Slam-Turniere im März 2022. Fünf-Satz-Matches im Herreneinzel sind der Grund, warum der Markt auf den Gesamtsieger in der ersten Turnierwoche vage bleibt.

Aus dieser Struktur ergeben sich die drei Marktfamilien, mit denen sich Quoten vergleichen lassen.

Siegerwetten (Match- oder Turniergewinner) bewerten, wer ein Match oder das Turnier gewinnt. Beim Grand Slam kommen zusätzlich Rundenmärkte hinzu: Viertelfinale erreicht, Halbfinale erreicht, Turniersieg. Solange die Auslosung läuft, sind diese Quoten in Bewegung — nach Auslosung und Vorrunde wird aus einem breiten Feld schnell eine überschaubare Gruppe von Favoriten.

Satzwetten setzen auf das Satzergebnis, also darauf, ob ein Spieler 2:0 gewinnt, 2:1, oder ob es überhaupt einen Entscheidungssatz gibt. Sie eignen sich als Markt für Leute, die sich im Tennis besser auskennen als im Feld — die Qualität eines Aufschlägers auf Sand lässt sich oft besser einschätzen als das Endergebnis eines Matches über fünf Sätze.

Handicapwetten geben einem Spieler rechnerisch Sätze oder Spiele vor oder ab. Statt „Zverev gewinnt“ lautet die Wette dann „Zverev gewinnt mit 1,5 Sätzen Vorsprung“. Das ist die Wette für alle, die von einem Favoriten überzeugt sind, aber den Match-Ausgang für zu kurz gehalten: Sie tauschen Sicherheit gegen Quote.

Was die Marge in jeder Quote bedeutet

Für jede Wette gilt: Der Preis, den der Anbieter zahlt, enthält eine eingerechnete Marge. Rechnen lässt sich das an einem einfachen Beispiel. Setzt ein Anbieter für ein Zwei-Weg-Ereignis beide Ausgänge auf die Quote 1,90 — also nicht auf ein echtes Turnier, sondern nur zur Veranschaulichung —, dann zahlt er für jeden eingesetzten Euro im einen wie im anderen Fall 1,90 € zurück.

Die Auszahlungsquote eines solchen Marktes errechnet sich aus den Kehrwerten der beiden Quoten: 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90). Das ergibt rund 95 %. Die Marge, also der Anteil, den der Veranstalter von jedem eingesetzten Euro behält, liegt damit bei etwa 5 %. Bei einer Quote von 1,90 auf beiden Seiten wandern also rund fünf Cent von jedem eingesetzten Euro zum Anbieter, unabhängig davon, welche Seite gewinnt.

Das ist ein Beispiel und keine Preisangabe für eine konkrete Quelle. Der Punkt dahinter ist wichtiger als die Zahl: Es gibt Tennismärkte, deren Marge niedriger liegt, und Märkte, deren Marge deutlich höher ist. Handicap- und Satzmärkte sind wettbewerbsintensiver und weisen deshalb häufig kleinere Margen auf als Nischenmärkte wie „Wer gewinnt den ersten Satz mit mehr als 6:4“ oder exotische Kombinationen. In den Bereich von 4 bis 6 % fällt eine Zwei-Weg-Quote dann, wenn beide Seiten zwischen etwa 1,85 und 2,05 liegen. Wer zwei Anbieter vergleicht und bei einem dieselbe Wette auf einer 1,86 statt auf einer 1,80 findet, hat den besseren Markt gefunden, ohne das Angebot analysieren zu müssen.

Und das ist der stille Unterschied bei einem Turnier, das zwei Wochen dauert: Bei 30 oder 40 Wetten summiert sich der Unterschied der Marge zu einem echten Betrag. Ein Bonus wird einmal ausgezahlt, die Marge wirkt bei jedem einzelnen Wettschein. Wer regelmäßig auf Tennis setzt, sollte deshalb zuerst die Marge vergleichen; die Bonusfrage stellt sich danach.

Live-Wetten und was davon erlaubt ist

Live-Wetten sind für Tennis der zweitwichtigste Markt, denn Tennis läuft am Stück und die Quote auf ein Match reagiert auf jeden Punkt. Hier zieht die deutsche Regel allerdings eine harte Grenze. Nach § 21 Abs. 4 GlüStV sind während eines laufenden Ereignisses nur Wetten auf das Endergebnis sowie auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente in Sportarten erlaubt, in denen solche Ereignisse selten sind.

Für Tennis heißt das konkret: Der nächste Satz ist erlaubt. Der nächste Punkt ist es nicht. Beim Fußball ist das nächste Tor erlaubt; beim Basketball der nächste Korb nicht. Nach dem Stand der GGL folgt daraus für Sandplatzwetten: Von den vielen Live-Möglichkeiten, die ein Tennis-Match bietet — Breakball, Ass, Punktestand —, bleibt in Deutschland nur der Satz als Live-Markt übrig. Wer Live-Tennis vor allem unter Aspekten des Live-Spielens spielt, bekommt also weniger Spielraum, als es bei einem Anbieter im Ausland der Fall wäre. Für den Vergleich der Anbieter hierzulande ist die Frage deshalb nicht, wer die meisten Live-Wetten hat, sondern wer die spielbaren Live-Quoten am besten bepreist.

Weitere Grenze: Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren sind unzulässig, ebenso manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung (§ 21 Abs. 1a GlüStV). Bei Sportwetten gibt es keine gesetzliche Höchstgrenze für den einzelnen Einsatz. Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Wer sich im Match befindet und ohnehin auf „Sieg“ gewettet hat, muss also warten, bis das Match beendet ist.

Was passiert, wenn ein Spieler aufgibt oder ein Match abgebrochen wird, ist nicht Teil dieses Rahmens. Hier gilt die Regel, die der jeweilige Veranstalter in seinen eigenen Bedingungen festhält. Und das ist der Grund, warum sich der Blick auf die Bedingungen des Anbieters auch für jemanden lohnt, der nie einen Bonus beansprucht.

Der Spielplan entscheidet, welche Märkte wann da sind

Der französische Grand Slam ist kein einzelnes Wochenende, sondern eine Veranstaltung mit drei Phasen, und jede Phase verhält sich anders.

Die Qualifikation läuft im Vorfeld und füllt das 128er-Hauptfeld. Für Wetten ist sie der uninteressanteste Abschnitt: Die teilnehmenden Spieler sind selten schon im Buch — man müsste die Qualifikanten kennen, und die Quoten auf das Hauptfeld stehen oft noch unter Vorbehalt. Wer früh einsteigt, zahlt für geringe Information.

Die ersten Tage der Hauptrunde sind der breiteste Markt. Zu diesem Zeitpunkt werden Quoten auf den Turniersieg, auf das Erreichen bestimmter Runden, auf einzelne Matches sowie Satz- und Handicapwetten angeboten, und die Auswahl an Spielen ist so groß wie nirgends mehr im Turnier. Allerdings gilt: Die Quoten auf den Gesamtsieger und die Rundenmärkte bewegen sich mit dem Spielplan. Wer den Ausgang des Turniers prognostizieren will, muss in Kauf nehmen, dass sich sein Schein über zwei Wochen noch stark bewegt — die Quoten verschieben sich nach jedem Überraschungsergebnis.

Die zweite Turnierwoche, vor allem das Finalwochenende, zieht das Feld zusammen. Ab dem Viertelfinale dominieren Matchquoten und Live-Märkte, die Rundenmärkte verlieren an Gewicht. Wer bis zu diesem Punkt gewartet hat, findet nur noch Matches mit hoher Information — und entsprechend engeren Quoten. Für Live-Wetten ist das die qualitätsvollste Phase, aber auch die hektischste.

Nur ein Turnier pro Kalender: Die French Open 2027 folgen im nächsten Jahr, dann dreht sich der Spielplan wieder von vorn — und mit ihm die Auswahl an Märkten. Wer heute auf Roland Garros setzen will, setzt auf ein Turnier, das erst in gut einem Jahr beginnt, und zahlt dafür über Monate hinweg nichts außer der Wartezeit. Wer sich für die Preisbeobachtung interessiert, kann die Wochen vorher nutzen, um die Quoten im Turnierangebot der erlaubten Veranstalter zu vergleichen.

Die Rekorde der French Open im Herreneinzel hält Rafael Nadal mit 14 Titeln, im Dameneinzel Chris Evert mit 7. Solche Zahlen taugen für die Quoten auf den Turniersieg insofern, als sie die Erwartungen der Buchmacher mitprägen.

Ein weiterer Kostenpunkt, den man erst auf dem Platz bemerkt: Der Sand von Roland Garros ist langsam. Matches dauern länger als auf Hartplatz oder Rasen, Favoriten gewinnen auf Sand seltener als auf schnellen Belägen. Das ist sportlich relevant, fließt aber nicht in die Quote ein, sondern in die Interpretation der Quoten. Wer eine 1,20 auf einen Favoriten sieht, sollte daran denken, dass Sandplatz-Tennis ein 30 % höheres Überraschungspotenzial birgt, als die Zahl auf den ersten Blick suggeriert.

Wie sich die Anbieter vergleichen lassen

Der Vergleich der deutschen Tennis-Veranstalter steht auf einem Fundament, das sich überprüfen lässt. Alle zehn Häuser in der folgenden Übersicht sind mit ihrer Sportdomain auf der Whitelist der GGL geführt, die den Stand vom 2. Oktober 2026 hatte — insgesamt 30 Einträge, darunter 27 Inhaber mit Sportwett-Erlaubnis, von denen zwei auch Pferdewetten anbieten, und drei reine Pferdewett-Inhaber.

Nur die Domain, die unter der Sportwett-Erlaubnis genannt ist, darf Sportwetten annehmen. Slots-, Poker- oder Casino-Erlaubnisse desselben Inhabers sind andere Genehmigungen mit anderen Regeln und sagen über das Sportwettenangebot nichts aus. Alle dort genannten Domains tragen die Endung .de. Allein eine .de-Domain beweist nichts. Und eine Whitelist trägt nur Erlaubnisdaten, niemals ein Enddatum. Die erste Erlaubnis gilt nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre.

Die folgende Übersicht ordnet die zehn Anbieter nach Inhaberschaft und Erlaubnisbeginn ein. Sie ist damit keine Rangfolge, sondern eine Einordnung — und die Erlaubnis ist ohnehin das, was alle zehn gemeinsam haben. Der Unterschied zwischen ihnen liegt in den Bedingungen, die sich aus der Erlaubnis ergeben, und in dem, was sie darüber hinaus anbieten.

Anbieter Inhaber laut Whitelist Sportwett-Erlaubnis seit
Interwetten Interwetten Gaming Limited 02.11.2020
ODDSET ODDSET Sportwetten GmbH 18.11.2020
Sportingbet Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020
Tiptorro Torro Tec Limited 30.06.2021
AdmiralBet Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020
Winamax WINAMAX (Société anonyme) 29.06.2021
bet-at-home Bet-at-home Internet Limited 02.11.2020
DAZN Bet DZBT Operations Limited 22.08.2023
888sport 888 Germany Limited 30.06.2021
NEO-bet Greenvest Betting Limited 09.10.2020

Was der Blick auf diese Tabelle nicht verrät: dass vier der zehn Häuser eine Erlaubnis besitzen, die 2020 begonnen hat, und damit zu den ersten gehörten, die nach dem GlüStV 2021 zugelassen wurden. Bei diesen Häusern ist der Erlaubnisrahmen in Verwaltungsakten gewachsen, und die Erlaubnis ist auch nach der ersten Frist verlängert worden. Wer auf einen Anbieter setzt, der erst 2023 dazukam, bekommt denselben Regulierungsstandard — aber ein junges Wettangebot. Der Erlaubnisbeginn sagt deshalb nichts über die Qualität, aber etwas über die Reife der Plattform.

Für den direkten Vergleich zählt also nicht die Spalte mit dem Datum, sondern das, was der Anbieter daraus gemacht hat. Das lässt sich nur an konkreten Bedingungen lesen, und keine davon steht in einer Whitelist — sie stehen in den Teilnahmebedingungen des jeweiligen Veranstalters, in der Bundesland-Zunge, wenn man so will.

Die zehn erlaubten Anbieter für Tenniswetten

Die folgenden zehn Anbieter sind alphabetisch geordnet und werden nicht mit einer Rangfolge bewertet. Was zählt, ist die Erlaubnis, welche sie gemeinsam haben, und das Tennisangebot, in dem sie sich unterscheiden. Jede Einschätzung ist das Urteil der Seite auf Basis dessen, was der Anbieter selbst sagt.

Interwetten: seit 2020 im Erlaubnisrahmen der Gemeinsamen Glücksspielbehörde

Interwetten ist unter der Interwetten Gaming Limited geführt, mit einem Sitz in Tigne’ Point, Sliema, Malta. Die Sportwett-Erlaubnis datiert laut Whitelist auf den 2. November 2020, eine Folgeerlaubnis folgte am 27. Dezember 2022. Erlaubnisinhaber ist die Interwetten Gaming Limited, nicht die österreichische Traditionsmarke allein.

Interwetten gehört damit zu den ersten acht Anbietern, die nach dem Inkrafttreten des GlüStV 2021 im deutschen Markt zugelassen wurden. Eine Sache sollte beim Vergleich niemanden täuschen: Die Erlaubnis einer Holding mit Sitz in Malta besagt nichts darüber, wie gut das Tennisangebot in den nächsten Wochen bestückt sein wird. Sie besagt nur, dass die deutschen Regeln — Monatslimit, Live-Beschränkung, OASIS und LUGAS — hier gelten und überprüfbar sind.

Das ist bei einem Anbieter mit dieser Historie mehr wert, als es klingt. Wer seine Kontogrenzen, die Spielsperre und die Absenkung des Limits im Blick behalten will, hat es bei einem Anbieter, der schon seit 2020 im deutschen Rahmen arbeitet, mit etablierten Prozessen zu tun. Der Preis dafür ist genau der Rahmen selbst: Das Monatslimit gilt hier wie überall.

Das Urteil: Wer ein Haus sucht, das den Erlaubnisrahmen seit Beginn an durchläuft und dessen Tennisquotierung er über die Saisons hinweg beobachten kann, findet in Interwetten eine sehr etablierte Option. Wer glaubt, dass ein Bonus diese Erlaubniskontinuität aufwiegt, wettet auf das falsche Argument.

ODDSET: staatlich geprägt und seit 2022 erlaubt

Die ODDSET Sportwetten GmbH erhielt die Erlaubnis für Sportwetten im Internet und im stationären Vertrieb mit Bescheid vom 15.12.2022. In der Whitelist ist für ODDSET aufgeführt, dass die Erlaubnis erstmals zum 18.11.2020 erteilt und am 15.12.2022 verlängert wurde. Aufsichtsbehörde ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder in Halle (Saale).

ODDSET ist ein Sonderfall in der deutschen Wettlandschaft, weil das Haus aus der staatlichen Lotterietradition kommt und deshalb anders als die Wettanbieter, die ausschließlich im Internet groß geworden sind, in beiden Kanälen aktiv ist. Für Tenniswetten bedeutet das: Das Angebot wächst aus dem deutschen Sportwetten-Modell, nicht aus einem internationalen Buchmacherbetrieb. Wer eine Filiale in der Nähe hat und Wert darauf legt, den Wettschein persönlich abzugeben, kommt an dieser Alternative zur reinen Online-Plattform nicht vorbei.

Was das im Kostenvergleich bedeutet, lässt sich nur für die eigene Nutzung sagen: Wer nur gelegentlich auf ein Sandplatz-Match setzen will, findet hier einen klaren, wenig experimentellen Rahmen.

Das Urteil: ODDSET ist die richtige Adresse für Spielende, die den Weg über die Filiale nicht aufgeben wollen, und die falsche für jemanden, der im Tennis die seltenen, eng quotierten Nebenmärkte sucht.

Sportingbet: breiter Sportkalender und „Konfigurator+“

Sportingbet ist unter der Sportingbet (Deutschland) Limited geführt, die Erlaubnis datiert laut Whitelist auf den 9. Oktober 2020, eine Folgeerlaubnis folgte am 21. Dezember 2022. Im Wettangebot stehen ein „Konfigurator+“ sowie Live-Wetten; zu den Sportarten zählen unter anderem Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker.

Für einen Tennisspieler ist das zunächst einmal gut: Tennis steht im Kernangebot, nicht am Rand. Der „Konfigurator+“ lädt dazu ein, Kombinationen selbst zusammenzustellen. Genau dort lauert aber die Kostenfalle, die man beim Tennisturnier übersieht. Wer aus fünf Einzelwetten mit jeweils einer Quote von 1,80 eine Kombiwette baut, multipliziert die Quoten zu 18,90 — und multipliziert die Marge gleich mit. Der Erwartungswert wird bei einer Kombination nicht besser, sondern schlechter, weil in jeder einzelnen Stufe die Marge des Anbieters eingerechnet ist. Wer glaubt, mit vielen Legs verbessere sich die Auszahlung, verwechselt die Höhe der Quote mit ihrem Wert.

Live-Wetten sind bei Sportingbet verfügbar — innerhalb der Grenzen, die der deutsche Rahmen setzt. Der nächste Satz ist erlaubt, der nächste Punkt nicht.

Das Urteil: Die Breite des Sportkalenders lohnt sich für Wettende, die im Turnierverlauf zwischen Fußball und Tennis wechseln, weil sie auf einer Plattform bleiben. Die Kombinationsfunktion ist eine Einstiegsmöglichkeit, die man sparsam einsetzen sollte — sie kostet mehr, als der Schein anzeigt, und bei sehr kleinen Einsätzen frisst die Marge einen zu großen Teil.

Tiptorro: die App als Vertriebsweg

Die Tiptorro-App wird im App Store von der Torro Tec Limited mit Sitz in Malta angeboten. Das Unternehmen beschreibt sich selbst als behördlich zugelassenen Sportwettveranstalter unter Aufsicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. In der Whitelist ist für Tiptorro eine Erlaubnis seit dem 30.06.2021 geführt, mit Folgeerlaubnis vom 27.12.2022.

Der Telefonweg ist hier kein Zusatz, sondern das Produkt. Wer eine Wette ohnehin auf dem Smartphone platziert, findet eine Umgebung, in der der Wettschein klein ausfällt und die Übersicht begrenzt ist. Die Tiptorro-Kombiwette, soweit vorhanden, ist in diesem Format besonders leicht gebaut — und das ist genau die Gefahr der kleinen Scheine: Sie senken die Hemmschwelle, mehrere Kombinationen parallel zu spielen, ohne die Kosten je Leg zu bemerken. Wer fünf Kombis pro Tag baut, zahlt fünf Mal die kombinierte Marge.

Das Urteil: Wer die Wette in die Hosentasche verlegt und die Verwaltung von Limits im Blick behalten kann, für den ist Tiptorro eine schlanke Wahl. Wer dazu neigt, auf der App einen zweiten und dritten Wettschein zu bauen, sollte einen Selbsttest machen, bevor er das Angebot dauerhaft nutzt.

AdmiralBet: lange Erlaubnishistorie in beiden Bereichen

In der Whitelist der GGL ist für AdmiralBet die Greentube Betting Malta Limited als Betreiberin geführt, mit einer Sportwett-Erlaubnis seit dem 09.10.2020 und Folgeerlaubnissen vom 13.12.2022 und 29.07.2024. Für virtuelle Automatenspiele auf slots.admiralbet.de besteht eine Erlaubnis seit dem 28.09.2022.

Die zwei Erlaubnisse gehören getrennt betrachtet: Eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele ist keine Sportwett-Erlaubnis, und ein Spielhallen-Publikum ist kein Tennis-Publikum. Für einen Spieler, der sich für Sandplatz-Tennis interessiert, ist die Slot-Lizenz kein Argument. Sie ist allenfalls ein Hinweis darauf, dass das Haus ein breites Publikum bedient — und ein solches Publikum bringt ein Sportwettenangebot hervor, das eher auf Masse als auf seltene Nebenmärkte ausgerichtet ist.

Das Urteil: AdmiralBet ist die solideste Adresse für Wettende, die sowohl Sportwetten als auch Automatenspiele im Kundenkonto verwalten, weil die Erlaubnisstruktur dort am klarsten getrennt ist. Wer tennis-spezifische Tiefe sucht, wird auf der Sportseite weniger finden als bei Spezialisten für einzelne Sportarten.

Winamax: eigene TV-Plattform mit Tennis im Vollprogramm

Wie alle zehn Anbieter ist Winamax mit seiner deutschen Domain auf der Whitelist zu finden; die Erlaubnis für Winamax ist seit dem 29.06.2021 geführt, mit Folgeerlaubnis vom 08.12.2022. Inhaberin ist die WINAMAX (Société anonyme).

Der Unterschied von Winamax liegt im eigenen Kanal: Mit Winamax TV bietet das Unternehmen Live-Streams von Spielen aus La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie und MLS, von den vier Grand-Slam-Turnieren, allen ATP- und WTA-Turnieren sowie von NBA und NFL — im eigenen Kundenkonto. Für Tennis ist das der direkte Weg von der Übertragung zum Wettschein: Bei einem Grand Slam folgt man dort den Matches, die der deutsche Anbieter gerade zeigt, und kann die Bilder mit der Quote abstimmen. Für die zweite Turnierwoche heißt das: Alle Runden sind übertragbar, und die Live-Quoten lassen sich in der Pause abrufen.

Die Werbung von Winamax im eigenen Footer mit „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“ stützt sich auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball im Zeitraum 1. April 2025 bis 30. August 2025, in der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Das ist ein Marketingargument mit belastbarer Quelle und trotzdem ein Argument, das man richtig lesen muss: 45 % heißt nicht, dass Winamax immer vorn liegt. In den restlichen Fällen tut es ein anderer. Und die Aussage zur Wettsteuer verdient ohnehin einen zweiten Blick — die Sportwettensteuer trifft den Veranstalter, nicht den Spielenden. Ob und wie sie weitergegeben wird, entscheidet jeder Anbieter über seine eigenen Bedingungen. Wer mit „0 %“ wirbt, sagt also nichts über einen gesetzlichen Erlass.

Das Urteil: Für den Tennisspieler ist Winamax die stärkste Option, wenn Live-Stream und Live-Wette auf demselben Bildschirm stattfinden sollen — weil die Streams der Grand-Slam-Turniere und aller ATP- und WTA-Turniere im eigenen Konto liegen und man die Wette erst dann platziert, wenn das Bild stimmt. Wer die Quotenwerbung mit dem Wettbewerbsversprechen verwechselt, wird von der ersten unabhängigen Prüfung enttäuscht.

bet-at-home: lange am Markt, klare Erlaubnisstände

In der Whitelist der GGL ist für bet-at-home die Bet-at-home Internet Limited als Betreiberin geführt, mit einer Sportwett-Erlaubnis seit dem 02.11.2020 und einer Folgeerlaubnis vom 22.12.2022. Neben der Sportwett-Erlaubnis besteht eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 28.12.2022.

Mit einer Erlaubnis aus dem Jahr 2020 gehört bet-at-home zu den Häusern, die den deutschen Rahmen von Anfang an mitgeprägt haben. Was das praktisch bedeutet: Wer hier spielt, findet ein Sportwettenangebot, das in Deutschland zugelassen ist, mit dem Standardlimit und dem Standardrahmen für Live-Wetten. Für Tennis gibt es keine Besonderheit — und das kann man als Nachteil oder als Vorteil lesen.

Das Urteil: Interessant ist bet-at-home für Wechsler, die Wert auf einen langjährigen deutschen Rahmen legen und keine Nischenfeatures brauchen. Wer bei jedem Turnier nach der exklusiven Quote sucht, wird hier nicht fündig — für Tennis ist das Angebot Teil der allgemeinen Sportseite, nicht ein eigener Schwerpunkt.

DAZN Bet: junger Anbieter mit Medienhintergrund

Die DZBT Operations Limited, die die Sportwetten unter DAZN Bet betreibt, hat ihren Sitz in MRO Frank Galea Street, ZBG 9019, Zebbug, Malta. Die GGL führt die Sportwett-Erlaubnis für DAZN Bet seit dem 22. August 2023.

Von den zehn Häusern ist DAZN Bet das jüngste in Deutschland — der Erlaubnisbeginn liegt gute zweieinhalb Jahre nach dem des ältesten. Das bedeutet nicht weniger Regulierung, aber weniger Marktzeit, in der sich ein Tennisangebot profilieren konnte. Für einen Spieler, der Erfahrungen mit der Plattform braucht, ist das ein Risikofaktor: Die Bedingungen sind neu, und neuere Bedingungen ändern sich schneller.

Das Urteil: DAZN Bet steht für Spielende, die von einem Medienhaus ein wettbares Sportangebot erwarten und die Plattform selbst im Test bewerten wollen — und die Bereitschaft haben, bei einem so jungen Anbieter zuerst die eigenen Bedingungen zu lesen.

888sport: breite Konzernstruktur, viele Sportarten

Die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar ist die Holdinggesellschaft der 888-Gruppe, zu der 888sport gehört. Die Aktie ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert. Die Erlaubnis für die deutsche Sportdomain ist laut Whitelist seit dem 30.06.2021 geführt, mit Folgeerlaubnis vom 15.12.2022; als Inhaberin ist die 888 Germany Limited genannt.

Die Holding an der Londoner Börse ist für Sportwetten ein zweischneidiges Signal. Sie spricht für die Größe und für eine gewisse Transparenz der Gruppe — die Zahl der Sportarten, die ein solcher Konzern abbilden kann, ist groß. Sie besagt nicht, dass das deutsche Tennisangebot tiefer ist als bei einem Spezialisten. Wer Tennis in einem breiten Portfolio sucht, ist hier richtig; wer für ein Sandplatzmatch die ausgefuchsteste Punkt-wette braucht, wird eher woanders fündig.

Das Urteil: 888sport ist für Wettende interessant, die Sportarten und Turniere mischen und dafür ein etabliertes Haus einem kleinen Spezialisten vorziehen. Beim Tennis lohnt der Vergleich mit einer reinen Tennisquotierung, weil die Tiefe hier nicht das Verkaufsargument ist.

NEO-bet: eine Erlaubnis aus der ersten Welle

Auf der Whitelist der GGL ist für NEO-bet die Greenvest Betting Limited als Betreiberin geführt, mit einer Sportwett-Erlaubnis seit dem 09.10.2020 und einer Folgeerlaubnis vom 22.12.2022.

NEO-bet gehört zu den vier Anbietern in dieser Übersicht, deren Erlaubnis auf 2020 zurückgeht. In einem Markt, der 2021 neu geordnet wurde, ist das ein Startvorteil, der sich in Routinen niederschlägt: Kontoeröffnung, Verifizierung und Limitverwaltung laufen bei einem Haus, das diese Schritte seit Jahren im deutschen Rahmen ausführt. Für Tennis bedeutet das allerdings nur, dass die Grundlage stimmt, nicht dass das Angebot tief ist.

Das Urteil: Wer ein Haus mit etablierten Abläufen und ohne Experimentierwillen sucht, findet in NEO-bet eine nüchterne, funktionale Wahl. Wer bei jedem Grand Slam die ausgefallensten Sätze und Handicaps bepreisen will, sollte die Marktliste vorher prüfen.

Was eine Wette vor und nach dem Ergebnis kostet

Zwei Rechnungen bestimmen das Ergebnis eines Wettscheins, und beide gehen vom Einsatz aus. Ist der Einsatz 10 € und die Quote 2,10, dann zahlt die Wette im Gewinnfall 21 € zurück; der Nettogewinn beträgt 11 €. Ist die Quote 1,80, zahlt dieselbe Wette 18 € zurück, der Nettogewinn 8 €.

Davon zu trennen ist die Steuer. Die Sportwettensteuer nach §§ 16 bis 25 RennwLottG beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage, und diese Bemessungsgrundlage ist der gezahlte Einsatz abzüglich der Steuer selbst. Umgerechnet entspricht das rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Steuerschuldner ist der Veranstalter der Wette, nicht der Wettende. Ob und wie er sie weitergibt, kann man nur aus den Bedingungen des jeweiligen Anbieters ablesen. Wer die Zahl 5,3 % als Aufschlag auf seinen Einsatz liest, rechnet falsch; wer sie als etwas liest, das der Anbieter trägt, glaubt der Werbung.

Für einen Einsatz von 100 € bei einem Anbieter, der die Steuer vollständig weitergibt, hieße das: Ausgezahlt werden rund 95 %. Interessanter als diese Zahl ist der Ort, an dem sie nicht auftaucht — bei einer Wette, die verloren wird. Die Steuer ist in beiden Fällen zu zahlen; sie erhöht den Preis des Verlustes. Das ist der Teil der deutschen Regulierung, über den am wenigsten gesprochen wird.

Auszahlungen erfolgen nur nach dem offiziellen Ende des Ereignisses. Der Guthabenstand eines geschlossenen Kontos wird innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6–7 GlüStV), und das Spielerkapital liegt auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto.

Der Rechtsrahmen: was in Deutschland gilt und was nicht

Die Rechtslage für Tennis ist unkompliziert: Wetten auf Profiturniere darf in Deutschland nur anbieten, wer eine Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder besitzt. Wer sie ohne diese Erlaubnis anbietet, begeht unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV.

Die GGL handelt auf der Grundlage des GlüStV 2021, das seit dem 1. Juli 2021 gilt. Sie erteilt die bundesweite Erlaubnis zum Veranstalten und Vermitteln von Sportwetten im Internet (§ 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1), sie beaufsichtigt und sie ahndet (§ 28a). Die Steuer ist Sache des Finanzamts, nicht der Behörde. Der Prüfmaßstab für erlaubte Anbieter ist die Whitelist nach § 9 Abs. 8. Die Liste zum Stand 2. Oktober 2026 enthält 30 Einträge.

Ein Punkt, an dem Tennis von der Einfachheit profitiert: Wetten auf die eigene Sportart fallen nicht unter das Verbot von Sport-Werbung am Abend. Das Verbot von 6 bis 21 Uhr (§ 5 Abs. 3 Satz 1 GlüStV) betrifft Slots, Online-Poker und Online-Casinospiele — nicht Sportwetten. Für Sportwetten gelten andere Regeln: keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während dessen Live-Übertragung im selben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Offiziellen, und keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3, 6 GlüStV).

Das GlüStV kennt keine Regelung, die Sportwetten-Boni festsetzt oder begrenzt. Höhe, Umsatzbedingungen und Mindestquoten ergeben sich einzig aus den Teilnahmebedingungen des jeweiligen Veranstalters.

Was für Wetten auf Sandplatz noch gilt

Eine Wette auf Tennis ist eine Festquotenwette auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Vorkommnisse darin, als Einzel- oder Kombinationswette (§ 21 Abs. 1 GlüStV). Zulässig sind nur die Wettarten, die die Behörde genehmigt hat — das Sportwettprogramm nach § 21 Abs. 5. Bei 6:6 im Satz entscheidet ein Tiebreak bis 7 Punkte, im Entscheidungssatz ein Match-Tiebreak bis 10 mit zwei Punkten Vorsprung; alle vier Grand-Slam-Turniere einigten sich im März 2022 auf diese Regelung.

Ein anderer Punkt ist am Bildschirm nicht zu sehen, aber im Rechtsrahmen relevant: Wetten auf Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure beteiligt sind, sind unzulässig. Nach der Praxis der GGL gilt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich. Bei Tennis bedeutet das, dass Wettmärkte auf untere Spielklassen nicht zulässig sind — ein wichtiger Unterschied zu Anbietern, die mit Nischen-Tennis werben. Ob ein Turnier dazugehört, lässt sich am Sportwettprogramm ablesen, nicht am Portal.

Bei aller Strenge gibt es eine Grenze, die man kennen sollte: Es gibt keine gesetzliche Höchstgrenze für einen einzelnen Einsatz. Ein großzügiges Limit ist also keine Besonderheit eines Anbieters, sondern der gesetzliche Standard.

Gratiswetten und Boni unter dem Rechtsrahmen

Das GlüStV begrenzt Sportwetten-Boni nicht. Die muss man deshalb bei jedem Anbieter einzeln lesen. Wer im Tennis einen Bonus beansprucht, sollte wissen, was er typischerweise mitbringt.

Umsatzbedingungen verlangen, dass der Bonus mehrfach als Einsatz durchgespielt wird, bevor eine Auszahlung möglich ist. Ob der Umsatz auf den Bonus allein oder auf Bonus plus Einzahlung berechnet wird, entscheidet über die tatsächliche Belastung. Ein Bonus von 100 €, der zehnmal umgesetzt werden muss, bedeutet je nach Berechnungsbasis 1.000 € oder 2.000 € an Einsätzen — und nur Wetten ab der geforderten Mindestquote zählen dafür.

Mindestquoten schließen den günstigsten Weg zum Umsatz aus. Wer den Bonus mit einem sicheren Favoriten bei Quote 1,05 durchspielen wollte, findet darin eine Bremse. Die Mindestquote ist damit weniger eine technische Formalität als ein Kostenfaktor: Sie zwingt zu Wetten mit höherem Risiko.

Fristen begrenzen, wie lange der Umsatz dauern darf. Läuft die Frist ab, verfällt der Bonus, und der bisherige Umsatz ist verloren. Ein Turnier, das zwei Wochen läuft, verträgt sich mit einer Frist von 30 Tagen nur, wenn man das Angebot in den ersten Tagen systematisch bespielt.

Deckelungen begrenzen die Auszahlung aus einer Freiwette. Auch ein hoher Gewinn wird dann oberhalb der Grenze nicht ausgezahlt.

Eine kleine Rechnung zeigt die Richtung: Muss ein Bonus von 100 € bei einer Quote von 1,90 zehnmal umgesetzt werden — angenommen, nur der Bonusbetrag selbst wird gespielt —, dann sind 1.000 € Einsatzvolumen nötig. Bei einer typischen Marge von 5 % auf den eingesetzten Betrag liegen die erwarteten Kosten bei rund 50 €. Der Bonus hat also einen Gegenwert von etwa 50 € und nicht von 100 €, und das vor jeder Steuerbetrachtung. Nichts an dieser Rechnung sagt etwas über den Gewinn des Einzelnen aus; sie beschreibt nur, was der Umsatz im Durchschnitt kostet.

Offshore und der Weg vor Gericht

Wer ohne deutsche Erlaubnis Sportwetten anbietet, handelt nach § 4 Abs. 1 GlüStV unerlaubt. Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta entfaltet für Wettende in Deutschland keine Wirkung. Rechtlich greifbar wird das auch im Strafrecht: Wer unerlaubtes Glücksspiel veranstaltet, kann mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe belegt werden, die Werbung mit bis zu einem Jahr. Die Teilnahme steht unter § 285 StGB und kann mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe geahndet werden. Strafverfolgung einzelner Spieler ist nicht belegt — weder ein Freibrief noch ein Grund, das zu dramatisieren.

Der wirtschaftlich schärfere Hebel ist die Zivilrechtsprechung. Der Bundesgerichtshof legte dem EuGH am 25. Juli 2024 die Frage vor, ob die Dienstleistungsfreiheit der Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht (Az. I ZR 90/23); der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. EuGH-Generalanwalt Nicholas Emiliou hielt es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 in der Rechtssache C-530/24 (Tipico) grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten — mit der Ausnahme, dass Behörden zugesagt haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen.

Wer in einem Offshore-Haus spielt, handelt also mit einem Rechtsweg, der sich noch bewegt und niemandem einen Anspruch verspricht. Anders als bei einem Whitelist-Anbieter gibt es keine OASIS- oder LUGAS-Anbindung; Ob es dort höhere Limits gibt, mag sein — sie sind dann aber kein Vorteil, sondern nur die Abwesenheit der Grenze, die den Spieler schützen würde. Die Kosten dafür sind schwerer zu tragen, als die Diskussion über „höhere Limits“ ahnen lässt.

Häufige Fragen zu French-Open-Wetten

Wer gewann die French Open 2026 im Herren- und im Dameneinzel?

Das Herreneinzel gewann Alexander Zverev (Deutschland) im Finale gegen Flavio Cobolli (Italien). Bei den Damen setzte sich Mirra Andrejewa im Finale gegen die Qualifikantin Maja Chwalińska durch. Die Ausgabe 2026 lief vom 24. Mai bis 7. Juni 2026 im Stade Roland Garros. Das Gesamtpreisgeld betrug 61.723.000 €, ein Anstieg um 9,35 % gegenüber dem Vorjahr; die Einzelsieger im Profitennis erhielten jeweils 2.800.000 €.

Wie unterscheiden sich Siegwetten, Satzwetten und Handicapwetten?

Siegwetten bewerten den Ausgang eines Matches oder den Turniersieg. Satzwetten setzen darauf, ob ein Spieler 2:0 oder 2:1 gewinnt und ob es einen Entscheidungssatz gibt. Handicapwetten geben einem Spieler Sätze oder Spiele vor oder ab, sodass ein Favorit bei 1,5 Sätzen Vorsprung zu einer höheren Quote führt. Alle drei Märkte tragen die Marge des Veranstalters.

Welche Live-Wetten sind während eines Tennismatches in Deutschland erlaubt?

Nach § 21 Abs. 4 GlüStV sind während eines laufenden Ereignisses nur Wetten auf den Endausgang sowie auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente in Sportarten mit seltenen Ereignissen zulässig. Beim Tennis heißt das: der nächste Satz ist erlaubt, der nächste Punkt nicht. Beim Fußball ist das nächste Tor erlaubt.

Wie berechnet sich die Auszahlung, und wie wirkt die Sportwettensteuer?

Bei einer Einzelwette wird der Einsatz mit der Quote multipliziert. Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage, die der gezahlte Einsatz abzüglich der Steuer selbst ist, also rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Sie trifft den Veranstalter; ob er sie weitergibt, regelt sein eigenes Angebot.

Woran erkennt man auf der GGL-Whitelist eine deutsche Erlaubnis für Tennis?

Die Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV ist der einzige Nachweis. Nur die unter der Sportwett-Erlaubnis genannte Domain darf Sportwetten annehmen, und die Domain allein beweist nichts. Erlaubnisse für virtuelle Automatenspiele oder Poker sind eigenständige Lizenzen mit eigenen Regeln und sagen nichts über das Sportwettenangebot aus.

Was geschieht mit einer Wette, wenn ein Spieler aufgibt oder ein Match abgebrochen wird?

Dafür gibt es keine gesetzliche Regelung. Es greift die Regelung, die der jeweilige Veranstalter in seinen Teilnahmebedingungen festhält. Wer auf ein Match setzt, sollte vor dem Wettschein nachsehen, wie der Anbieter eine Aufgabe behandelt — ein Aufschlag, der nichts kostet und im Streitfall die einzige Grundlage ist.

Inhalt erstellt vom Team «Sportwetten Bonus»