Online auf MMA wetten: der wahre Preis steht nicht in der Werbung

Updated Oktober 2026
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Stand: 30. Oktober 2026 · Erlaubnisangaben geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand der Liste 2. Oktober 2026.

Ein achteckiger Kampfkäfig mit Maschendrahtzaun steht leer in einer abgedunkelten Halle unter einzelnen Scheinwerfern.
Die UFC kämpft in einem Oktagon mit einem Durchmesser von 9,75 m, das statt Ringseilen von einem Maschendrahtzaun begrenzt wird.

Spielerschutz zuerst: warum Verifizierung, OASIS und das Einzahlungslimit über jedem Bonus stehen

Ein Kampfabend bei der UFC ist kurz. Drei Runden à fünf Minuten, dazwischen eine Minute Pause — ein Titelkampf geht über fünf Runden, und wer wettet, gibt Geld in einem Zeitfenster aus, das enger ist als ein Fußballnachmittag. Genau darum ist Spielerschutz hier kein Anhang, sondern der erste Abschnitt: Wer sich in einem Kampf verliert, verliert schnell, und wer die Regeln des deutschen Marktes nicht kennt, verliert an einer Stelle, an der er es nicht erwartet.

Die Mechanik beginnt vor dem ersten Einsatz.§ 4 Abs. 3 GlüStV setzt die Teilnahme bei 18 Jahren fest;§ 6a verlangt ein Konto pro Anbieter mit vollständiger Verifizierung. Vor Abschluss der Prüfung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden lang Spiel zulassen, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. Das ist keine Formalie, die man aussitzt: Wer in dieser Phase gewinnt, kann das Geld nicht abziehen, und wer in dieser Phase verliert, hat es verloren. Ein Buchmacher, der einen Kunden mit halb geprüfter Identität durch einen Kampfabend laufen lässt, verkauft Vertrauen, das er rechtlich nicht herstellen darf.

Ein Smartphone mit dunklem Display liegt neben einem Notizbuch und einem Kugelschreiber auf einem Tisch.
Die UFC kennt derzeit neun Gewichtsklassen, vom Strohgewicht (Strawweight) über Fliegen-, Bantam-, Feder-, Leicht-, Welter-, Mittel- und Halbschwergewicht bis zum Schwergewicht.

Das Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 liegt standardmäßig bei 1.000 € pro Kalendermonat — und zwar über alle Anbieter hinweg, durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei. Wer sein Limit senkt, spürt das sofort. Wer es erhöhen will, wartet: Die Absenkung greift unmittelbar, die Anhebung erst nach sieben Tagen. Ein höheres Limit ist nur mit nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit möglich, und eine Selbstauskunft genügt dafür nicht — der Anbieter muss sich das belegen lassen, bis hinauf zu 10.000 € und, für höchstens ein Prozent seiner aktiven Spieler, zwischen 10.000 € und 30.000 €. Nebenbei: Paralleles Spiel bei mehreren Anbietern ist nach § 6h über die Aktivitätsdatei untersagt. Der Markt lässt sich also nicht durch ein zweites Konto dehnen.

OASIS ist das bundesweite Sperrsystem der §§ 8 und 8a, das bei Registrierung und bei jedem Login abgefragt wird. Wer sich selbst sperren lässt und eine Frist nennt, ist mindestens drei Monate gesperrt; ohne Frist mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 blockiert sofort und für 24 Stunden. Bei einem Anbieter mit deutscher Erlaubnis passiert das an einer Stelle, die der Anbieter nicht umgehen kann. Bei einem Anbieter ohne Erlaubnis passiert nichts davon, weil dort niemand an OASIS und LUGAS angeschlossen ist.

Dazu kommt die Zahlungsregel, und sie erklärt einen der Suchanfragen dieses Themas fast vollständig. Nach § 6b Abs. 4 dürfen Einzahlungen nur über ein Zahlungskonto auf den eigenen Namen des Spielers bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut laufen. Anonyme Zahlungsmittel sind nicht zulässig. Das ist der Mechanismus, der Krypto aus dem lizenzierten deutschen Sportwettenmarkt heraushält — nicht eine Vorliebe der Anbieter, sondern eine Bedingung ihrer Erlaubnis. Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist seine eigene Sache und steht in seinen Bedingungen; die kontogebundene Einzahlung auf eigenen Namen steht über allem. Spielerguthaben liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto, und bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Arbeitstagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6–7).

Wer lieber anonymous mit Krypto einzahlen möchte, findet diesen Weg also nicht bei einem erlaubten Anbieter, sondern offshore — und offshore heißt: keine OASIS-Abfrage, kein LUGAS-Limit, kein Panikbutton, keine Treuhandlösung, kein deutscher Rechtsweg. Das ist der Preis der Anonymität, und er wird an keiner Kasse sichtbar. Wie ernst die Aufsicht diesen Punkt nimmt, zeigt ein Vorgang vom 17. September 2026: Die GGL warnte Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich davor, an illegalen Angeboten „wie etwa Platincasino“ teilzunehmen. Eine Behörde, die Marken namentlich nennt, meint es nicht als Empfehlung.

Grundlagen des Sports: Kampfstil, Gewichtsklasse und warum Prognosen selten sauber aufgehen

Bevor eine Quote überhaupt Sinn ergibt, muss klar sein, was da ausgefochten wird. Die Ultimate Fighting Championship wurde 1993 gegründet, die erste Veranstaltung fand am 12. November 1993 in Denver statt. Sitz der UFC ist Las Vegas in Nevada, Eigentümer ist die TKO Group Holdings. Ein halbes Jahrhundert Boxpromotion passt in keine dieser Zahlen, und das erklärt die Struktur des Marktes: Ein Kampfabend ist eine Abfolge einzelner Ereignisse, jedes mit eigenem Ausgang, und jedes mit eigenem Quotensatz.

Ein Paar Kampfhandschuhe und eine Bandage liegen auf einer Holzbank in einem Trainingsraum mit Spiegelwand.
Die Ultimate Fighting Championship (UFC) wurde 1993 gegründet, die erste Veranstaltung fand am 12. November 1993 in Denver statt.

Ein Kampf im Oktagon kann auf mehrere Weisen enden: Aufgabe des Gegners, Knockout, technischer Knockout, Kampfrichterentscheidung, Disqualifikation des Gegners oder Forfeit bei Nichtantreten. Ein Unentschieden ist ebenfalls möglich. Wer einen Ausgang wählt, wählt also aus einem breiteren Feld als bei einem Fußballspiel, und genau hier liegt der erste Kostenpunkt — ein breiteres Feld heißt nicht mehr Treffer, sondern mehr Wege, danebenzuliegen. Die klassische Einzelwette auf den Sieger ist die einzige Variante, bei der diese Breite noch halbwegs eingedämmt wird.

Bei einer Entscheidung nach Punkten greifen die Unified Rules: Drei Kampfrichter vergeben pro Runde 10 Punkte an den Rundengewinner und 9 oder weniger an den Verlierer. Sieht ein Kampfrichter keinen Rundengewinner, darf er beiden Kämpfern 10 Punkte geben. Die Unified Rules of Mixed Martial Arts wurden vom New Jersey Athletic Control Board aufgestellt und werden von vielen US-Bundesstaaten und Veranstaltern akzeptiert — ein Regelwerk, das nicht der Veranstalter selbst schreibt, sondern eine Aufsichtsinstanz. Für einen Wettschein ist das indirekt relevant: Punktwertungen sind die wackeligste Grundlage einer Prognose, und genau deshalb sind Runden- und Punktewetten die Märkte mit der höchsten Streuung.

Die Gewichtsklassen sind keine Nebensache. Die UFC kennt derzeit neun: Strohgewicht, Fliegen-, Bantam-, Feder-, Leicht-, Welter-, Mittel- und Halbschwergewicht sowie Schwergewicht. Die Super-Schwergewichtsklasse über 120 kg ist unbelegt. Wer eine Quote bewerten will, muss die Klasse mitlesen, denn ein Kampf zwischen zwei Weltergewichtlern und einer zwischen zwei Schwergewichten sind zwei verschiedene Sportarten mit zwei verschiedenen Tempi. Eine Klasse ohne aktive Besetzung führt außerdem dazu, dass kein Markt erscheint.

Was für Prognosen tatsächlich zählt, ist der Kampfstil: Ringreichweite, Grappling- gegen Striking-Profil, Kondition über fünf Runden, Formkurve, Gewichtsklasse und die Frage, ob ein Athlet zuletzt verletzt war. Diese Faktoren sind sichtbar, sie sind aber nicht verlässlich — Kampfausgänge sind schwer vorhersagbar, weil ein Kampf an einer einzigen Aktion kippen kann und eine Punktentscheidung von drei Personen abhängt, die unterschiedlich zählen. Das ist der ehrlichste Satz, den man über MMA-Wettvorhersagen schreiben kann. Wer auf einem „unfehlbaren“ Tipp aufbaut, baut auf einer Erzählung. Der aufgeräumte Umgang mit einem Budget — Einsatzgröße vor Kampfabend festlegen, nicht nach dem ersten Verlust, auch wenn genau das dann die Nacht füllt — ist die einzige Größe, die ein Spieler tatsächlich kontrolliert.

Wer „MMA Wetttipps kostenlos“ sucht, findet viel. Wer einen Tipp auf einen Kampfausgang bekommt, hat keinen Vorteil gekauft, sondern eine Meinung. Nutzen lässt sich daran höchstens die Information, die Kampfverläufe beschreibt: Matchup, Gewicht, Rundenlänge. Der Rest ist Vorliebe.

Quoten im Oktagon: was im Preis steckt und was der Buchmacher davon behält

Bei einer Zwei-Weg-Wette auf Sieger oder Siegerin steht ein Quotenpaar, und in diesem Paar liegt eine Rechnung versteckt, die der Anbieter nicht ausstellt. Nehmen wir ein Beispiel und nur ein Beispiel: ein Markt mit zwei Ausgängen zu je 1,90.

Der Quotenschlüssel ist der Anteil aller Einsätze, den dieser Markt zurückzahlt. Er beträgt 1 geteilt durch (1/1,90 + 1/1,90), also 1 geteilt durch 1,0526 — macht 0,95, eine Auszahlungsquote von 95 %. Die Marge ist der Rest: 100 % minus 95 %, also 5 %. Das gilt für genau dieses Konstrukt, für zwei Ausgänge zu je 1,90 und für jeden Markt mit demselben Quotenpaar. Es ist keine Angabe über den Markt eines bestimmten Anbieters, sondern über die Form.

Und jetzt das, was aus dem Beispiel ein Warnhinweis macht: Sobald ein Ausgang keine echte Chance mehr darstellt, verschiebt sich das Quotenpaar und mit ihm die Marge. Ein klarer Favorit bei 1,10 gegen einen Außenseiter bei 12,00 sieht nach einer fairen Angelegenheit aus; die impliziten Wahrscheinlichkeiten summieren sich hier auf etwa 99 % — rechnerisch günstig für den Spieler, praktisch ein Markt, in dem ein einziger Favoritensieg den Einsatz kaum bewegt und eine Überraschung ihn vollständig frisst. Die Marge als Band liegt damit dort, wo die Zwei-Weg-Märkte der Anbieter typischerweise stehen. Der genaue Prozentsatz hängt von jedem einzelnen Markt, von der Sportart und vom Anbieter ab, und ein pauschaler Margenwert über alle Anbieter hinweg wäre eine Behauptung — GlüStV und GGL schreiben keine Marge vor, sie taucht auch in keiner Whitelist auf. Ein Wettrechner macht diesen Unterschied sichtbar: Er nimmt Einsatz und Quote und rechnet die mögliche Auszahlung aus. Bei 1,90 auf 50 € sind das 95 € zurück, also 45 € Nettogewinn — die Rechnung kennt nur das Ergebnis, nicht die Wahrscheinlichkeit.

Was macht man mit dieser Zahl? Man vergleicht nicht die Werbetexte, sondern das Quotenpaar. Ein iPad-Gewinnspiel, ein Willkommensbonus und ein Wembley-Ticket bezahlt der Kunde am Ende über den Quotenschlüssel, und der ist selten ausgeschildert. Wer zwei Anbieter auf denselben Kampf vergleicht und bei beiden das Quotenpaar addiert, sieht den Unterschied in Cent-Bruchteilen — und bei häufigen Wetten ist genau dieser Bruchteil der stille Gebührenposten, der über ein Jahr alles andere übersteigt.

Die Marge ist im Übrigen nicht das Einzige, was an einer Quote hängt. Nach §§ 16–25 RennwLottG fällt Sportwettensteuer an: 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz, der um die Steuer selbst gemindert ist“ (§§ 17, 18), was etwa 5,03 % des eingezahlten Betrags entspricht. Schuldner dieser Steuer ist der Veranstalter der Wette, nicht der Spieler (§ 19). Ob und wie er sie weitergibt, entscheidet der Anbieter selbst — und deshalb steht sie auf der Seite nur dort, wo ein konkreter Anbieter sie in seinen Bedingungen ausweist.

Ein Blick auf die Quote sollte außerdem die thesischen Grenzen mitdenken. Nach § 21 Abs. 1 sind feste Quoten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts daraus sowie auf Vorkommnisse in ihm erlaubt, als Einzel- und als Kombiwette, und nur die Betarten, die die GGL zugelassen hat (Sportwettprogramm, § 21 Abs. 5). Nicht erlaubt sind Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren — in der Praxis rechnet die GGL Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateur —, manipulationsanfällige Wetten sowie Wetten auf Regelverstöße oder deren Ahndung (§ 21 Abs. 1a). Wetten auf soziale oder politische Ereignisse sind nicht zulässig. E-Sport ist kein Thema: Die GGL stellt fest, dass Wetten auf E-Sport nicht möglich sind, weil E-Sport nicht als Sport anerkannt wird; ein lizenziertes E-Sport-Wettangebot existiert in Deutschland nicht.

Und weil die Liste der Suchanfragen eine App verlangt: Eine MMA-Wett-App ersetzt keine Rechnung. Sie ist eine Oberfläche über denselben Quoten, mit demselben Quotenschlüssel und denselben Rundenwetten. Nützlich ist sie für eines — den Wettschein schneller zu füllen, was in keiner Statistik dieser Welt als Vorteil geführt wird.

Kampfabende und Märkte: wann die Quoten erscheinen und was ein lizenziertes Sportwettprogramm zulässt

Der Spielplan bestimmt, wann überhaupt etwas angeboten wird. Ein Wettanbieter kann keinen Markt eröffnen, bevor nicht feststeht, dass ein Kampf stattfindet — Gewichtsklasse, Ansetzung, Austragungsort, Ausrichter. Bei den großen Kampfabenden eines Veranstalters wie der UFC erscheinen die Märkte auf Sieger und Siegart in einem lizenzierten Sportwettprogramm, sobald die Paarungen terminiert sind; bei kleineren und kurzfristig angesetzten Karten bleibt das Angebot dünn. Wer das weiß, plant anders: Er sucht nicht am Kampfabend, sondern in den Tagen davor, wenn die Quoten stabil sind und die Auswahl noch nicht auf die zwei, drei Hauptkämpfe zusammengeschmolzen ist.

In Deutschland tritt das Oktagon der UFC nur als Bild einer Sportart auf. Was tatsächlich auf den Wettschein passt, entscheidet das Sportwettprogramm eines Anbieters mit Erlaubnis: Siegerwetten, Siegartwetten und Rundenwetten sind die Kernfelder, dazu Kombinationen aus mehreren Märkten desselben oder verschiedener Kämpfe.

Die knappste Ressource im deutschen Markt ist aber nicht das Angebot an Märkten, sondern das Fenster für Livewetten. § 21 Abs. 4 erlaubt während eines laufenden Ereignisses nur Wetten auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Am Beispiel verdeutlicht: nächstes Tor im Fußball ja, nächster Satz im Tennis ja, nächster Punkt im Tennis nein, nächster Korb im Basketball nein. Auf einen MMA-Kampf übertragen heißt das ein Angebot, das auf den finalen Ausgang und auf seltene, klar abgrenzbare Einzelereignisse beschränkt ist — eine Livewette auf die nächste Aktion in der zweiten Runde findet hier keinen Platz. Auszahlungen werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses geleistet. Ein Livewettenspieler, der vom Ausland kommt, merkt den Unterschied sofort zuerst als Angebotsarmut; er sollte ihn als das lesen, was er ist, nämlich als Preis für eine Quote, die nicht von einem Anbieter mit eigenen Regeln stammt.

Wer Livewetten sucht, landet damit beim zweiten Reiz dieses Marktes: Manche Anbieter zeigen zusätzlich Streams. Winamax TV überträgt Live-Streams von Spielen aus La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie und MLS, von den vier Grand-Slam-Turnieren und allen ATP- und WTA-Turnieren sowie von NBA und NFL im eigenen Kundenkonto. Das ist ein umfangreiches Paket, und MMA ist nicht darunter — wer sich wegen eines Streams für einen Anbieter entscheidet, sollte das im Kundenkonto vorher prüfen, weil die Programmrechte sich ändern. Andere Anbieter haben vergleichbare Schwerpunkte mit anderer Sportartenwahl.

Praktisch heißt das für die Suche: „Wettanbieter mit MMA-Wetten“ ist keine sinnvolle Frage, weil jeder Anbieter mit deutschem Sportwetten-Permit MMA-Kämpfe führen kann, solange sie im zugelassenen Programm stehen. Die sinnvolle Frage lautet, ob ein Anbieter eine Erlaubnis hat, wie sein Quotenpaar auf den Kampf aussieht, den man belegen will, und wie hoch die Mindestquote für eine Kombiwette ist, die man gerne spielt. Alles andere ist Markenfarbe.

Einordnung der zehn Anbieter: Erlaubnis, Betreibergesellschaft und Erlaubnisjahr

Die folgende Gegenüberstellung ordnet die zehn Anbieter nach dem, was keine Marketingabteilung in einem Werbespot vorlesen kann: Wer hält die Erlaubnis, welche Gesellschaft steht dahinter, seit wann läuft sie, und ist die Domain in der Whitelist der GGL geführt — der einzigen Prüfung, die nach § 9 Abs. 8 GlüStV zählt.

Anbieter Erlaubnis in der GGL-Whitelist Betreibergesellschaft mit Sitz Sports permit seit
Winamax ja, Sportwetten WINAMAX (Société anonyme) 29.06.2021, Folgeerlaubnis 08.12.2022
MERKUR BETS ja, Sportwetten Merkur Bets Malta Limited, St. Julian’s, Malta 06.11.2023
bwin ja, Sportwetten bwin (Deutschland) Limited, Gzira, Malta 09.10.2020, Folgeerlaubnis 23.12.2022
NEO.bet ja, Sportwetten Greenvest Betting Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 22.12.2022
Wettarena ja, Sportwetten I.B.C. Sportsbetting Limited, Sliema, Malta 09.10.2020, Folgeerlaubnis 15.12.2022
Betano ja, Sportwetten Betkick Sportsbetting Limited 19.02.2021, Folgeerlaubnis 16.12.2022
AdmiralBet ja, Sportwetten Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 13.12.2022, 29.07.2024
bet365 ja, Sportwetten Hillside (Europe) ENC, Ta’Xbiex, Malta 09.10.2020, Folgeerlaubnis 27.12.2022
Interwetten ja, Sportwetten Interwetten Gaming Limited, Tigne‘ Point, Sliema, Malta 02.11.2020, Folgeerlaubnis 27.12.2022
Tiptorro ja, Sportwetten Torro Tec Limited, Malta 30.06.2021, Folgeerlaubnis 27.12.2022

Der Whitelist-Stand vom 2. Oktober 2026 führt insgesamt 30 Einträge: 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis, davon zwei zusätzlich mit Pferdewetten, und drei Inhaber ausschließlich für Pferdewetten. Jede gelistete Domain ist eine .de-Adresse — aber eine .de-Adresse allein beweist nichts. Wer die Liste prüft und dort seinen Anbieter findet, weiß, dass dieser Anbieter eine deutsche Erlaubnis hat; wer dort eine Marke nicht findet, hat in der Hand, worüber die GGL am 17. September 2026 gewarnt hat.

Interessant ist das Muster der Erlaubnisjahre. Sechs der zehn haben ihre Erlaubnis im Oktober oder November 2020 erhalten, dem Startfenster des regulierten deutschen Sportwettenmarktes nach dem GlüStV 2021. NEO.bet, Wettarena, AdmiralBet und bet365 teilen sich sogar dasselbe Startdatum 09.10.2020. Eine Erst-Erlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 fünf Jahre. Die Zahl in der letzten Spalte ist aber nur eine Sprosse, kein Sicherheitsgrad — wer heute auf eine Whitelist sieht, liest die Historie und nicht das Ablaufdatum: Die Liste weist Erlaubnisdaten aus, ein Enddatum führt sie nicht. Ob eine Erlaubnis aktuell ist, zeigt kein Zertifikat, sondern der Eintrag der Domain unter dem Sportwetten-Permit.

Was diese Zeile für den Leser kostet und was sie wert ist, lässt sich schlicht sagen: Die Whitelist kostet zwei Minuten. Wer diese zwei Minuten nicht investiert, kann in kürzester Zeit bei einem Anbieter landen, gegen den die GGL Ermittlungen führt und bei dem er nichts in der Hand hat — kein Treuhandkonto, keinen Schiedsweg, keine Aufsicht.

Die zehn Anbieter im Einzelnen: Wer für welchen Wettschein taugt

Winamax: Erlaubnis mit Fußball-Schwerpunkt und eigener Medianwerbung

Winamax hält die Erlaubnis seit dem 29. Juni 2021, mit einer Folgeerlaubnis vom 8. Dezember 2022; Inhaber der Erlaubnis ist die WINAMAX (Société anonyme). In der Werbepraxis des Anbieters steht „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“. Diese Formulierung kursiert im Footer der Website, und sie beruft sich auf eine Odoxa-Studie über 2.967 Spiele aus Fußball, Tennis und Handball zwischen dem 1. April 2025 und dem 30. August 2025. Nach dieser Studie lag Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins.

Zwei Dinge sind an dieser Konstruktion bemerkenswert. Erstens: Eine selbst beauftragte oder doch selbst zitierte Untersuchung zur eigenen Quotenstellung ist keine unabhängige Auszeichnung, sondern ein Beweis dafür, dass man die Zahlen lesen muss, die man vorlegt — Ticketpreise und Quoten vergleichen sich nicht von selbst, und 45 % heißt, dass 55 % der untersuchten Fälle jemand anders vorne lag. Zweitens: MMA ist in dieser Statistik nicht enthalten. Wer aus dem Ergebnis einen MMA-Vorteil ableitet, hat dem eigenen Schluss die Grundlage entzogen.

Was Winamax in diesem Segment tatsächlich stark macht, ist der Umfang seiner Streaming-Plattform. Winamax TV überträgt Live-Streams im eigenen Kundenkonto: La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie und MLS, die vier Grand-Slam-Turniere und alle ATP- und WTA-Turniere sowie NBA und NFL. Ein Anbieter, der mehr Rechte eingekauft hat als fast jeder Wettbewerber, ist für einen Kunden interessant, der neben dem Wettschein auch das Spiel sehen will — und das Paket macht den Quotenschlüssel im Vergleichstest nicht kleiner. Ein MMA-Kampfabend lässt sich dort nicht ansehen.

Das ist der ehrlichste Vorbehalt: Für einen Wetter, der die beiden Hauptkämpfe des Abends auf einem Bildschirm verfolgt und dazwischen eine Kombiwette platzieren will, ist Winamax eine ordentliche Adresse. Für Kampfabende, bei denen die Stream-Nachfrage im Vordergrund steht, genügt der Fußball-Rechteberg nicht.

MERKUR BETS: junge Erlaubnis, klare Betreibergesellschaft

Merkur Bets Malta Limited, Betreiberin von MERKUR BETS, hat ihren Sitz im Level 3, St Julians Business Centre, Triq Elija Zammit, STJ 3155, St. Julian’s, Malta. Die GGL führt die Domain mit Sportwetten-Erlaubnis seit dem 6. November 2023. Das ist die jüngste Erst-Erlaubnis in diesem Feld — und sie ist bis heute die einzige, die nur wenige Jahre alt ist.

Für den Spieler bedeutet die junge Erlaubnis nicht weniger Schutz: Eine Erlaubnis ist keine Probezeit, die Regeln sind dieselben. Sie bedeutet eher etwas über den Marktauftritt. Ein Anbieter, der 2023 einstieg, hat den deutschen Markt nicht mitgestaltet, sondern in ihn hineinverkauft, und in solchen Häusern ist die Bonusbewerbung häufig lauter als der Quotenschlüssel. Wer hier einsteigt, sollte die eigenen Bedingungen des Anbieters zu Umsatz, Mindestquote und Frist genauer lesen als bei einem Haus, das seit 2020 dabei ist. Ein zusätzlicher Punkt: Die Marke Merkur steht in Deutschland für Spielhallen und Automatenspiel. Virtuelle Automatenspiele sind eine andere Erlaubnis mit anderen Regeln als Sportwetten — wer auf der Seite des Anbieters Slots sieht, sieht nicht das Sportwetten-Permit, sondern ein zweites.

bwin: der 2020er-Startplatz mit bekannter Marke

Als Anbieter bwin führt die Whitelist die bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta. Die Erlaubnis läuft seit dem 9. Oktober 2020, mit einer Folgeerlaubnis vom 23. Dezember 2022. Der Name ist älter als die Erlaubnis, was in diesem Segment selten vorkommt und seine eigene Arbeit hat: Wer auf eine Marke setzt, die seit Jahrzehnten wirbt, zahlt diese Werbung über die Quote mit.

Für MMA bedeutet das nichts Schlechtes, nur nichts Besonderes. Bei den deutschen Sportwetten-Marken der ersten Stunde findet man die üblichen Kernmärkte, und ob ein Kampfabend angeboten wird, hängt vom Sportwettprogramm ab. Wer bei bwin auf einen Hauptkampf setzt und den Wettschein auf einem Fernsehabend zücken will, ist bei einem funktionierenden Grundangebot — etwas, das dieser Anbieter liefern kann, ohne dass ein Leser deshalb einen Wettvorteil erwarten sollte.

Das ist übrigens die ehrliche Bewertung einer Marke mit Reichweite: Sie ist weder ein Nachteil noch ein Vorteil. Der Vorteil eines bekannten Anbieters liegt in einer Auszahlungspraxis, die seit Jahren läuft; der Nachteil darin, dass er über seine Werbeausgaben auch nicht günstiger werden muss als der Rest.

NEO.bet: lange Erlaubnis und ein ungewöhnlicher Betreibername

Für NEO.bet ist in der Whitelist die Greenvest Betting Limited als Betreiberin geführt, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 und einer Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022. Der Name Greenvest Betting Limited sagt einem deutschen Wetter nichts — und das ist auch kein Kriterium. Die Whitelist nennt den Inhaber der Erlaubnis, nicht die Marketingabteilung; wer in der Whitelist nach einer bekannten Marke sucht, sucht an der falschen Stelle.

Ein Anbieter mit Erlaubnis aus dem Jahr 2020 hat das regulatorische Handwerk des Startfensters mitgemacht: Das Limitensystem, die OASIS-Abfrage, die Verifizierung, die beschränkten Livesätzen. In der Praxis heißt das, dass ein Konto bei NEO.bet denselben Rahmen bekommt wie bei einem gleichalten Wettbewerber, und die Unterschiede zwischen diesen Häusern liegen in der Quotenstellung und im Angebot, nicht in der Aufsichtsstruktur.

Was ein Leser bei einem Haus mit ungewöhnlichem Betreibernamen wirklich prüfen sollte, sind zwei Dinge: dass die Marke nur die Domain nutzt, auf der sie steht, und dass die eigene Zahlung über ein Konto auf eigenen Namen läuft, was ohnehin vorgeschrieben ist. Beides ist unaufgeregt, aber es ist der Punkt, an dem sich ein Konto von einem Versprechen unterscheidet.

Wettarena: solide Erlaubnis, etwas schlankere Außendarstellung

Die Marke Wettarena wird laut AGB von der I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in 20, Lyons Range Court Flat Nru.1 Triq Bisazza, Sliema SLM 1640, Malta, angeboten. Die Whitelist führt die Domain mit Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 und einer Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022.

Dass der Betreibername den Kunden nichts sagt, muss man den Anbieter nicht übel nehmen; auffällig ist eher, wie wenig von außen über sein Angebot nachprüfbar ist. In solchen Fällen lohnt es, die eigenen Bedingungen des Anbieters zu lesen: Umsatzbedingungen und Mindestquote sind individuell, und was in einem Vergleichsportal steht, ist nicht der Vertragstext. Eine Erlaubnis ist die Voraussetzung für ein sicheres Konto, aber keine Beschreibung des Wettprogramms.

Für einen Spieler, der vor allem die zwei, drei MMA-Kämpfe eines Abends belegen will, ist die relevante Frage deshalb nicht die Markengeschichte, sondern die Quotenstellung auf genau diesen Kampf — die man sich erst ansieht, wenn das Konto steht. Und weil die Whitelist keine Bonusbedingungen veröffentlicht, bleibt auch hier nur der Blick in die Bedingungen des Anbieters.

Betano: betting App mit Zusatzfunktionen und einem klaren Funktionsprofil

Auf der Whitelist ist für Betano die Betkick Sportsbetting Limited als Betreiberin geführt, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 19. Februar 2021 und einer Folgeerlaubnis vom 16. Dezember 2022. Betano gehört damit zu den Anbietern, die im ersten Regulierungsjahr nach Deutschland kamen.

Betano ist auch deshalb der anschaulichste Fall für die Zusatzfunktionen, die in dieser Sportart gern verkauft werden. Die App „Betano Sportwetten und Slots“ wird im Apple App Store von der KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED angeboten, und die Entwicklerbeschreibung nennt einen Bet Builder zum Kombinieren mehrerer Märkte eines Spiels, Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Cash Out ist dabei kein gesetzlich geregeltes Produkt: Eine Klausel, die es in GlüStV oder GGL-Praxis festlegt, gibt es nicht, Cash Out ist eine Funktion des jeweiligen Anbieters und steht und fällt mit dessen Bedingungen. Der Bet Builder multipliziert mehrere Märkte in einen Preis — verdient aber nur, wenn die Auswahl den Kampfverlauf tatsächlich beschreibt. Wer einen Kämpfer über drei Runden trägt und zusätzlich auf einen Knockout setzt, hat zwei Annahmen über denselben Kampf gebaut, und die zweite kann die erste umbringen, ohne dass der erste Markt unrichtig war.

Der ehrlichste Satz zur Betano-App ist der, den die Funktionen am wenigsten gern hören: Eine App ist der schnellste Weg zum Wettschein, und der schnellste Weg zum Wettschein ist gleichzeitig der, der am wenigsten Zeit zum Nachdenken lässt. Wer sie nutzt, sollte den Merkzettel vor der Registrierung schreiben und nicht danach.

AdmiralBet: Erlaubnis mit Sportwetten- und Slot-Träger

Bei AdmiralBet ist auf der Whitelist die Greentube Betting Malta Limited als Betreiberin geführt, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 sowie Folgeerlaubnissen vom 13. Dezember 2022 und 29. Juli 2024. Für virtuelle Automatenspiele auf slots.admiralbet.de besteht eine Erlaubnis seit dem 28. September 2022.

Das ist ein Muster, das auf manchen Whitelist-Zeilen steht und leicht falsch gelesen wird. Zwei Erlaubnisse unter einer Marke sind zwei Erlaubnisse mit zwei Regelsätzen: Die Slot-Erlaubnis auf einer eigenen Domain sagt nichts über die Sportwetten-Erlaubnis, und umgekehrt. Wer auf MMA-Kämpfe setzt, nutzt ausschließlich die Sportwetten-Erlaubnis; wer sich von der Slot-Erlaubnis des Hauses zu einem Konto dort bewegen lässt, hat aus zwei Aufsichtsakten einen Grund konstruiert, den es nicht gibt.

Zwei Folgeerlaubnisse bis 2024 zeigen ein gutsituiertes regulatorisches Haus. Für den Sportwettenmarkt heißt die zentrale Frage trotzdem nur, ob die Domain unter dem Sportwetten-Permit steht. Und weil Sportwetten und Casino getrennte Türen sind, sollte ein Leser seine Aufmerksamkeit nach dem Laden des Kundenkontos nicht dem Slot-Bereich zuwenden: Die Beschränkung auf einen Konto je Anbieter, die Limitdaten, das Spielerschutzkonzept — sie sind an das Konto gebunden, und ein leistungsfähiges Casino im Hintergrund macht daraus nichts.

bet365: Erlaubnis seit dem ersten Tag des regulierten Marktes

Als Anbieter von bet365 führt die Whitelist die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta. Die Erlaubnis läuft seit dem 9. Oktober 2020, mit einer Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022.

Eine Erlaubnis aus dem ersten regulierten Monat ist ein Hinweis darauf, dass das Haus die Umstellung von einem europäischen auf ein deutsches Regelwerk mitgemacht hat: OASIS-Abfrage, LUGAS-Limit, Verifizierung vor Auszahlung. Wer auf MMA-Kämpfe setzt, trifft dasselbe Livewetten-Fenster wie überall sonst — nur die Ausgangsresultate und seltene, klar abgrenzbare Ereignisse, was im MMA schlicht heißt, dass Livewetten kein Ersatz für den Vorabmarkt sind. Ein Haus mit dieser Erlaubnisgeschichte liefert verlässlich die Pflicht, aber Zusatzfunktionen und Sonderregeln kommen aus der eigenen Technik des Anbieters, nicht aus der Erlaubnis.

Die praktische Bewertung: Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Konto mit deutscher Erlaubnis so aussieht wie ein Konto mit deutscher Erlaubnis, ist hoch. Wer den Unterschied sucht, findet ihn in der Quotenstellung auf den einzelnen Kampf und in der Frage, wie gut die eigenen Bedingungen die Kombinationen beschreiben, die man tatsächlich spielt.

Interwetten: Erlaubnis aus dem November 2020 und der Anspruch an eine klare Betreiberzeile

Als Anbieter von Interwetten führt die Whitelist die Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Tigne‘ Point, Sliema, Malta. Die Erlaubnis läuft seit dem 2. November 2020, mit einer Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022 — der zweitjüngste Startplatz unter den ersten Sechs.

Interwetten ist ein altbekannter Name, der den Weg in ein deutsches Regelwerk gegangen ist, und das ist wertvoller, als es klingt. Wer über einen Anbieter spricht, dessen Marke länger existiert als das aktuelle Recht, muss zwischen Marke und Domain unterscheiden: Die Whitelist nennt den Inhaber der Erlaubnis für die genannte Domain, nicht für den Namen an sich. Und die Interwetten Gaming Limited steht dort mit Sportwetten-Erlaubnis. Wer auf Nummer sicher gehen will, prüft die Domain, nicht die Marke.

Für einen Wetter mit Fokus auf Kampfabende gibt es hier nichts Spektakuläres und nichts Beunruhigendes. Die Entscheidung fällt über den Preis: Wer denselben Kampf bei zwei Anbietern mit Erlaubnis anbietet, nach fünf Prozent Marge gerechnet hat und dann sieht, dass eine Adresse zwei Cent weniger zahlt, wählt die zwei Cent. Genau das ist der Vergleich, der bleibt.

Tiptorro: Erlaubnis mit einem klaren Auftritt als deutscher Anbieter

Die Tiptorro-App wird im App Store von der Torro Tec Limited (Malta) angeboten, die sich selbst als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder beschreibt. Das deckt sich mit der Whitelist, die für Tiptorro die Torro Tec Limited als Betreiberin führt, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 30. Juni 2021 und einer Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022.

Bemerkenswert ist an dieser Zeile weniger das Datum als der Auftritt: Ein Anbieter, der die Whitelist in seiner eigenen App-Beschreibung nennt, benutzt sie als Prüfsiegel — und das ist deutlich sachlicher als die übliche Werbesprache. Es ist trotzdem kein Vorteil gegenüber Konsumenten, weil jeder der zehn hier gelisteten Anbieter dasselbe Siegel tragen kann. Wer sich für einen Anbieter mit diesem Zuschnitt entscheidet, sollte sich die eigene Bewertung nicht von der Selbstbeschreibung abnehmen lassen.

Taugt das Haus für MMA? Eine Sportwetten-Erlaubnis ist die Voraussetzung, ein vollständiges Sportwettprogramm die Praxis. Wie breit das Angebot an Kampfabenden tatsächlich ist, zeigt die Marktübersicht im Kundenkonto — und dort sieht ein Wetter sofort, ob ein Kampfabend mit den Märkten auf Sieger, Siegart und Rundenlänge besetzt ist oder nur mit der Siegerwette.

Was die Erlaubnis bedeutet: Legalität, die niemand aus der Sportart ableiten kann

Die Frage „MMA-Wetten in Deutschland verboten“ trifft eine Unterscheidung nicht, die der gesamte Markt kennt. Maßgeblich ist nicht die Sportart, sondern die Erlaubnis des Anbieters. Wer als Anbieter Sportwetten ins Internet nach Deutschland vermitteln oder veranstalten will, braucht die bundesweite Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 GlüStV; die erteilt die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale) unter dem GlüStV 2021, das seit dem 1. Juli 2021 in Kraft ist. Beaufsichtigt und mit Bußgeld belegt wird der Markt von derselben Behörde (§ 28a). Die Steuer ist Angelegenheit des Finanzamts, nicht der GGL.

Der einzige Test einer Erlaubnis ist die offizielle Whitelist nach § 9 Abs. 8. Wer dort nicht steht, bietet unerlaubtes Glücksspiel an (§ 4 Abs. 1 GlüStV) — und eine curacaoische, anjouanische oder maltesische Erlaubnis ändert daran nichts, weil sie in Deutschland keine Bedeutung hat. Die GGL warnt Verbraucher ausdrücklich vor illegalen Angeboten, wie sie es am 17. September 2026 mit namentlicher Nennung von Platincasino getan hat. Das ist der Grund, warum „Anbieter mit deutscher Erlaubnis“ auf dieser Seite mehr ist als ein Adjektiv: Es ist die Trennlinie, an der der ganze Rest hängt.

Zur Konstruktion gehört ein Punkt, der oft falsch herum erzählt wird: Ein .de-Domainname ist kein Nachweis. Jeder Whitelist-Eintrag trägt eine .de-Adresse, aber das Umgekehrte gilt nicht. Wer auf eine .de-Endung schaut und daraus eine Erlaubnis liest, prüft die Domain und nicht die Listung.

Auf der zivilrechtlichen Ebene läuft eine Auseinandersetzung, deren Ergebnis niemand vorwegnehmen kann. Der Bundesgerichtshof hat dem EuGH am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger verlangt von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. In seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24, Tipico) hält Generalanwalt Nicholas Emiliou es grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten — mit der Ausnahme, dass Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Daraus einen Anspruch auf Rückzahlung abzuleiten, wäre ein Fehlschluss: Ein Schlussantrag ist kein Urteil, und ein Urteil verspricht niemandem, der bereits verloren hat, Geld zurück.

Zum Strafrecht gehört die nüchterne Note, die in beiden Richtungen fehlt. Das Veranstalten unerlaubter Sportwetten ist nach § 284 StGB mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe bedroht, die Werbung dafür mit bis zu einem Jahr; die Beteiligung nach § 285 StGB mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe. Verfolgungen einzelner Spieler sind nicht feststellbar — das ist weder ein Freifahrtschein noch ein Grund, aus dem Gesetz ein Schreckbild zu bauen. Der Vollzug liegt ohnehin auf Anbieterseite: Untersagungen, Zahlungssperren und Netzsperren nach § 9.

Was das alles mit dem Preis zu tun hat, den diese Seite verfolgt, ist eine einzige Umrechnung. Ein Angebot mit deutscher Erlaubnis liefert Rechtssicherheit und Spielerschutz — und bezahlt wird das mit dem Standardlimit von 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter, mit den beschränkten Livewetten, mit vollständiger Verifizierung vor der ersten Auszahlung und mit der Einzahlung vom eigenen Konto. Ein Offshore-Angebot bietet höhere Limits und anonyme Wege und nimmt dafür jeden dieser Schutzmechanismen weg. Wer in einem Forum liest, dass die Erlaubnis nur Kosten verursache, liest die Rechnung falsch herum: Es ist genau umgekehrt. Die Frage ist nur, mit welcher Währung man bezahlt — mit Komfort oder mit Rechtsweg.

Und weil hier kein Tipp steht: Wer sich für eine Wette auf einen Kampf entscheidet, entscheidet sich für einen Ausgang, den niemand kennt. Eine Quote ist eine Preisfindung, keine Prognose. Wer glaubt, sie sei eine, hat die Rechnung schon bezahlt.

Häufige Fragen zu MMA-Wetten in Deutschland

Sind Wetten auf MMA in Deutschland verboten, oder kommt es auf die Erlaubnis des Anbieters an?

Die Erlaubnis entscheidet. Ein Anbieter mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis darf nach seinem zugelassenen Sportwettprogramm auch MMA-Kämpfe führen; ohne Eintrag auf der GGL-Whitelist ist das Angebot unerlaubtes Glücksspiel. Die Sportart selbst ist nicht der Grund für ein Verbot.

Wo lässt sich bei einem Anbieter mit deutscher Erlaubnis auf MMA-Kämpfe wetten, und was zeigt die GGL-Whitelist?

Setzen lässt sich bei jedem der hier gelisteten Häuser auf die Kampfabende, die in dessen Programm stehen. Die Whitelist nach § 9 Abs. 8 zeigt die Inhaber der Erlaubnis mit ihrer Domain und dem Erlaubnisdatum. Nur dieser Eintrag zählt, nicht die Marke und nicht die .de-Endung.

Warum akzeptiert kein lizenzierter Wettanbieter in Deutschland Bitcoin für MMA-Wetten?

Nach § 6b Abs. 4 GlüStV sind Einzahlungen nur über ein Zahlungskonto auf den eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut erlaubt. Anonyme Zahlungsmittel sind damit ausgeschlossen. Krypto steckt deshalb hinter der Erlaubnisgrenze und nicht in den Bedingungen.

Wie funktionieren Wettquoten bei MMA, und wie berechnet sich die Auszahlung aus Einsatz und Quote?

Die Quote ist ein Faktor: Einsatz mal Quote ergibt die mögliche Auszahlung. Bei 1,90 auf 50 € sind das 95 € zurück, davon 45 € Gewinn. Der Quotenschlüssel verrät zusätzlich, wie viel der Markt zurückzahlt — bei zwei Ausgängen zu je 1,90 sind das 95 % und 5 % Marge.

Was bedeutet es, dass Livewetten bei MMA-Kämpfen nur auf das Endergebnis oder seltene Ereignisse begrenzt sind?

Nach § 21 Abs. 4 GlüStV ist während eines laufenden Ereignisses nur das Endergebnis oder eine ähnliche, in dieser Sportart seltene Komponente erlaubt. Für einen Kampf heißt das: der Ausgang und seltene, klar abgrenzbare Einzelereignisse. Der Zwischenstand pro Runde gehört nicht dazu.

Welche Bedingungen hängen an einem Willkommensbonus für MMA-Wetten, etwa Umsatzbedingungen und Mindestquote?

Das GlüStV setzt oder begrenzt keinen Sportwetten-Bonus. Betrag, Umsatzbedingungen und Mindestquote stehen ausschließlich in den Bedingungen des jeweiligen Anbieters. Ein Bonus, der umgesetzt werden muss, ist kein Geschenk, sondern eine Aufgabe mit Frist — Bedingungen vor der Annahme lesen.

Zusammenfassung der Kosten und Sicherheitsregeln für MMA-Wetten

Wer auf einen MMA-Kampf wetten will, hat auf diesem Markt genau zwei Entscheidungen, die zählen. Die erste ist die Erlaubnis. Die zehn Anbieter dieser Gegenüberstellung stehen in der Whitelist der GGL mit Sportwetten-Permit; der Stand vom 2. Oktober 2026 umfasst 30 Einträge, davon 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis. Die Prüfung kostet zwei Minuten und ersetzt jede Werbeaussage. Wer sie auslässt, kann bei einem Anbieter landen, gegen den die Aufsicht vorgeht, und hat dann kein Treuhandkonto, keinen Schiedsweg, keine deutsche Aufsicht — und, das ist der stille Teil der Rechnung, auch keinen Ort, an dem sich ein Limit und ein Panikbutton überhaupt befinden. Die zweite Entscheidung ist der Preis. Der steckt im Quotenpaar, nicht in der Bonuszeile: Wer zwei Ausgänge zu je 1,90 belegt, zahlt in diesem Markt rund 5 % Marge, und dieselbe Rechnung schlägt bei jeder einzelnen Wette zu, drei Runden lang an einem Abend, an dem ein Kampf zehn Minuten dauert und die Entscheidung über den Wettschein in einer Sekunde fällt.

Dazwischen liegen die Bedingungen, die tatsächlich Geld kosten: eine Mindestquote, unter der eine Kombiwette nicht für den Umsatz zählt; eine Frist, nach der ein Bonus verfällt; ein Einzahlungslimit von 1.000 € im Monat über alle Anbieter; eine Livewetten-Regel, die den Zwischenstand aus dem Programm nimmt. Keine dieser Zeilen klingt aufregend, und genau deshalb werden sie überlesen.

Ein Wettschein auf einen Kampf ist eine Wette darauf, dass drei Kampfrichter, ein Schlag oder ein Griff den Abend entscheiden. Niemand weiß das vorher. Was man vorher wissen kann, ist, bei wem man wettet, was der Markt an Marge kostet und was ein Bonus verlangt, bevor er einer ist. Das ist kein System, das gewinnt. Es ist die einzige Rechnung, die aufgeht.

Inhalt erstellt vom Team «Sportwetten Bonus»