DFB-Pokal-Quoten im Vergleich – was von jeder Quote beim Anbieter hängen bleibt

Updated Oktober 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only
Want more predictions?
Join our Telegram channel
Join

Pokalwetten sind die Disziplin, in der die Wettbranche am lautesten von „besten Quoten“ spricht und am wenigsten darüber sagt, was zwischen Einsatz und Auszahlung verschwindet. Wer auf ein einzelnes Spiel im K.-o.-System setzt, wettet auf ein Ereignis mit neunzig Minuten Unsicherheit, zwei möglichen Verlängerungen und einem Elfmeterschießen, das jede Vorhersage in eine Münze verwandelt. Wer auf den Pokalsieger setzt, bindet Geld für Monate. Beides hat seinen Preis – nur steht er nirgends auf dem Wettschein.

Ein großes Fußballstadion mit hell erleuchtetem Rund, aus der Ferne am Abend gesehen, davor eine breite Allee mit Laternen.
Seit 1985 wird das Finale des DFB-Pokals im Berliner Olympiastadion ausgetragen.

Stand: 30. Oktober 2026 · Erlaubnisangaben geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Spielerschutz beim Pokalfinale: Einzahlungslimit, OASIS und der Panikbutton

Ein Pokalfinale ist ein Abend mit Bindung. Die letzten zehn Minuten laufen, der Rückstand wächst, und die naheliegendste Reaktion ist eine zweite Wette auf das nächste Tor. Genau an dieser Stelle greifen die Regeln, die für alle lizenzierten Anbieter in Deutschland gelten – nicht als Empfehlung, sondern als technische Sperre.

Ein Fußball liegt auf dem Elfmeterpunkt eines nassen Rasenplatzes, im Hintergrund ein leeres Tor im Nebel.
Das DFB-Pokalfinale 2026 gewann der FC Bayern München mit 3:0 gegen den VfB Stuttgart.

Teilnehmen darf, wer 18 ist. Wer sich anmeldet, braucht ein Konto pro Anbieter und die vollständige Verifizierung. Vorher darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden lang Spiel erlauben, mit 100 € Einzahlungsgrenze und ohne Auszahlungen. Das ist der Grund, warum ein Neukunde am Finalabend nicht einfach einzahlt und setzt: Ohne abgeschlossene Prüfung bleibt der Gewinn auf dem Konto liegen, bis die Identität steht.

Das Einzahlungslimit liegt standardmäßig bei 1.000 € pro Kalendermonat und gilt anbieterübergreifend – abgewickelt über die LUGAS Limitdatei. Ein Anbieter, dessen Erlaubnis es zulässt, kann für einen einzelnen Spieler nach oben abweichen, bis 10.000 €, in besonderen Fällen bis 30.000 €, und das nur für höchstens 1 % seiner aktiven Spieler und nur gegen nachweisbare wirtschaftliche Leistungsfähigkeit; eine Selbstauskunft genügt dafür nicht. Senkungen greifen sofort, Erhöhungen erst nach sieben Tagen. Wer also im März sein Limit auf 200 € setzt, kann es am Finaltag nicht auf 2.000 € drehen und mitspielen, als wäre nichts gewesen.

Parallelspiel ist untersagt und wird über die Aktivitätsdatei überwacht. Wer glaubt, sich mit zwei Konten bei einem Anbieter mehr Spielraum zu schaffen, hat sich die Rechnung nicht angesehen: Beim ersten Auffallen steht die Auszahlung, nicht die Wette.

Das Sperrsystem OASIS ist bundesweit und wird bei der Registrierung und bei jedem Login abgeglichen. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler eine Frist nennt, ansonsten mindestens ein Jahr. Der Panikbutton sperrt sofort für 24 Stunden. Was ein ausländischer Anbieter daneben an Erholungspausen anbietet, hat mit alldem nichts zu tun: Offshore-Anbieter hängen weder an OASIS noch an LUGAS.

Wer merkt, dass ein Pokalabend die eigene Kontrolle übernimmt, findet Beratung und Hilfe unabhängig vom Anbieter – bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und bei den Landeskoordinierungsstellen für Glücksspielsucht. Diese Sätze sind keine Fußnote. Ein Wettanbieter, der sie als Fußnote behandelt, hat in der Liste Die geprüften Anbieter mit Pokalprogramm im Vergleich nichts verloren.

Was das Einzahlungslimit für den Finalabend praktisch bedeutet

1.000 € im Monat klingen nach viel, bis man einen Monat mit vier Pokalrunden und zwei Ligaspieltagen daneben rechnet. Wer dieses Budget parallel zum laufenden Spielbetrieb verbraucht, hat für das Finale nichts mehr übrig – und das Limit lässt sich nicht kurzfristig anheben. Ein abgesenktes Limit wirkt sofort; die Rückkehr zu einem höheren Wert dauert sieben Tage. Diese Asymmetrie ist bewusst und sie ist für den Spieler die günstige Richtung.

Ein leerer Papier-Wettschein und ein Kugelschreiber liegen auf einem Holztisch neben einem schwarzen Smartphone.
Der DFB-Pokal wird im K.-o.-System mit 64 Mannschaften ausgetragen; die Erstaustragung war 1935 unter dem Namen Tschammerpokal.

Livewetten und Cash Out im Pokal: Warum das Endergebnis fast alles ist

Beim Finale und in allen Runden davor sind Livewetten auf zwei Dinge begrenzt: das Endergebnis und das nächste Tor. Das ist keine Zurückhaltung der Anbieter, sondern die Vorgabe des GlüStV in der Auslegung der Aufsicht: Während ein Ereignis läuft, darf nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente gesetzt werden – und nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Das nächste Tor im Fußball ist erlaubt, im Tennis der nächste Satz. Der nächste Punkt im Tennis oder der nächste Korb im Basketball nicht.

Wer aus dem Ligaalltag ein dichtes Liveprogramm gewohnt ist, wird im Pokal enttäuscht. Es gibt keinen Live-Markt auf die nächste Ecke, keine Wetten auf Verwarnungen während der Partie, keine Bandbreite an Handicaps, die sich alle zwei Minuten neu stellt. Der Livewettmarkt eines Pokalspiels ist ein kleiner Ausschnitt dessen, was während eines Bundesligaspiels angeboten wird, und dabei bleibt es.

Eine Konsequenz daraus wird in der Praxis fast immer übersehen: Eine Kombiwette aus zwei Live-Märkten desselben Spiels ist nur dann möglich, wenn es zwei erlaubte Komponenten gibt. Bei einem 0:0 zur Halbzeit ist der Markt „nächstes Tor“ offen, das Endergebnis ebenfalls – und der nächste Treffer verschiebt die Endergebnisquote sofort in eine Richtung, in der die Kombination aus beiden kaum noch etwas wert ist. Die Begrenzung schützt nicht nur, sie nimmt dem Livepoker im Pokal seinen Reiz.

Cash Out ist nirgends gesetzlich geregelt. Es existiert keine Vorschrift und keine Aufsichtsregel, die einen Anbieter verpflichtet, eine laufende Wette zurückzukaufen. Cash Out ist eine freiwillige Funktion, die ein Anbieter anbietet oder nicht, und die er mit einem eigenen Abschlag versieht. Dieser Abschlag ist der Preis: Wer eine Wette mit 20 € möglichem Gewinn vorzeitig für 11 € auflöst, hat 9 € dafür bezahlt, nicht mehr zittern zu müssen. Ob das ein guter Handel war, weiß man erst hinterher – und genau darin liegt das Geschäft für den Anbieter, nicht in der Wahrscheinlichkeit, sondern in der Müdigkeit des Kunden um 22:15 Uhr.

Auszahlungen erfolgen erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses. Wer auf ein Ergebnis nach regulärer Spielzeit gesetzt hat, wartet bei einem Spiel, das in die Verlängerung geht, auf die Abrechnung – und die bezieht sich dann auf die 90 Minuten, nicht auf das, was danach passierte. Das ist der Punkt, an dem im Pokal die meisten Wetten als verloren oder gewonnen verbucht werden, ohne dass der Spieler sich dessen bewusst war. Wer diese Zeile in den Wettregeln nicht liest, liest sie am nächsten Morgen auf dem Kontoauszug.

Was Livewetten im Pokal an Kosten mitbringen, ist der Margenaufschlag, den Anbieter auf laufende Märkte legen. Er liegt typischerweise über dem der Vorabmärkte, weil das Risiko höher ist und weil wenige Kunden den Vergleich anstellen. Wer während des Spiels setzt, zahlt also doppelt: einmal das Zittern, einmal die schlechtere Quote.

Wett-Tipps zum DFB-Pokal: Form, Aufstellung, Heimvorteil – und die Grenze der Aussagekraft

Zur Prognose im Pokal gibt es eine unbequeme Wahrheit, die keine Wettseite gern in den Titel schreibt: Die Varianz eines einzelnen K.-o.-Spiels ist größer als die Varianz über eine ganze Liga-Saison. Ein Team, das über 34 Spieltage die bessere Mannschaft ist, kann an einem Dienstagabend in Bochum ausscheiden. Deshalb ist jeder Tipp zum Pokal eine Einschätzung mit einer kurzen Haltbarkeitsdauer, und wer daraus ein System macht, verwechselt eine Wahrscheinlichkeit mit einem Plan.

Was ein Tipp zum Pokal tatsächlich berücksichtigen kann, ist viererlei: die Form der letzten Wochen, die voraussichtliche Aufstellung, den Heimvorteil und die Quote selbst. Das ist ein schmales Fundament, und es wird noch schmaler, wenn ein Trainer zwei Tage vorher ankündigt, rotieren zu lassen.

Die Form ist die brauchbarste Größe. Ein Zweitligist, der seine letzten vier Spiele gewonnen hat, kommt mit Selbstvertrauen in ein Heimspiel gegen einen Erstligisten, der gerade drei englische Wochen hinter sich hat. Das ist keine Garantie, aber es ist eine Information, die in der Quote eines Vorabmarkts enthalten sein kann oder eben nicht.

Die Aufstellung entscheidet mehr als im Ligaalltag, weil die Belastung ungleich verteilt ist. Ein Bundesligist, der am Samstag ein Spitzenspiel hat, wird am Mittwoch nicht seine beste Elf auf den Platz schicken. Wer die Aufstellung einer Stunde vor Anpfiff liest und dann den Markt „Weiterkommen“ noch offen findet, hat eine bessere Grundlage als jeder, der am Sonntag davor eine Prognose geschrieben hat.

Der Heimvorteil ist im Pokal stärker als in der Liga, weil der Underdog spielt wie befreit und weil die Runde für ihn das Saisonhighlight ist. Verbandspokalsieger aus der Oberliga schlagen regelmäßig höherklassige Gegner – nicht oft, aber häufig genug, dass die Quote dem Rechnung tragen muss und es meistens nicht ausreichend tut.

Und dann ist da die Quote. Sie ist die einzige Zahl, die eine Prognose überhaupt überprüfbar macht. Ein Tipp ohne Quote ist eine Meinung. Ein Tipp mit Quote ist eine Aussage darüber, dass ein Ereignis häufiger eintritt, als der Preis nahelegt. Wer diese Übersetzung nicht macht, verwechselt Zuversicht mit einem Vorteil.

Daraus folgt etwas, das auf Tippseiten selten steht: Ein guter Tipp kann eine schlechte Wette sein. Wenn du überzeugt bist, dass der Favorit weiterkommt, ist das keine Information, solange nicht feststeht, dass der Favorit häufiger weiterkommt, als die Quote 1,15 abbildet. Bei einer Quote von 1,15 muss der Fall in weit mehr als sechs von sieben Fällen eintreten, damit die Wette über die Zeit trägt. Tun Sie den Test bei jedem Tipp, den Sie lesen – auch bei jedem, den Sie in Ihrem eigenen Kopf formulieren.

Auf Unentschieden im Pokal: eine Wette mit einer Abrechnungsfalle

Ein Tip auf das Unentschieden ist im Pokal beliebter als in der Liga, und das aus einem Grund, der mit Fußball wenig zu tun hat: In einem K.-o.-Spiel führt die reguläre Spielzeit häufigremis in die Verlängerung, und die Quote auf das Remis liegt entsprechend hoch. Wer diesen Tipp abgibt, muss allerdings wissen, worauf er gesetzt hat.

Die Wette kann auf das Ergebnis nach regulärer Spielzeit laufen, dann entscheidet die 90 Minuten plus Nachspielzeit. Sie kann auf das Weiterkommen laufen, dann entscheidet der Ausgang des gesamten Abends inklusive Elfmeterschießen, und ein 1:1 nach 120 Minuten mit anschließendem 4:3 im Elfmeterschießen gewinnt diese Wette. Und sie kann auf den Sieger nach Verlängerung laufen, was eine dritte, wieder andere Abrechnung ist. Drei Märkte, die auf dem Wettschein ähnlich aussehen und im Ergebnis nichts miteinander zu tun haben.

Wer ein Remis nach 90 Minuten tippt, verliert die Wette, wenn sein Team in der Verlängerung trifft. Diese Falle ist im Pokal teurer als in der Liga, weil Spiele im K.-o.-System häufiger in die Verlängerung gehen. Genau hier zeigt sich, dass der Pokal nicht nur schwerer zu bewerten ist als eine Liga, sondern auch schwerer richtig zu setzen.

Wettquoten im DFB-Pokal: Warum zwei Pokalmärkte verschieden abrechnen

→ Das Bild zeigt die Abrechnungslogik der Pokalmärkte an einem leeren Wettschein.

Drei Märkte, drei völlig verschiedene Rechnungen. Der Sieger des DFB-Pokals wird über das gesamte Turnier entschieden, mit 64 Mannschaften, mehreren Auslosungen und einem Finale, das seit 1985 im Berliner Olympiastadion ausgetragen wird. Wer eine Siegwette im Achtelfinale abschließt, hält sie über Runden hinweg, deren Paarungen er noch nicht kennt. Die Quote auf diesen Markt steht deshalb weit oben, sie ändert sich langsam, und sie löst sich erst am Finaltag auf.

Anders die Wette auf ein einzelnes Spiel. Sie kennt ihre zwei Mannschaften, ihren Ort, ihren Termin. Ihre Quote ist ein Produkt aus Form, Kader und Publikum. Ihre Abrechnung ist eine Frage der Regelzeile.

Die Wette auf das Weiterkommen wiederum ist die einzige, die den Pokal als das nimmt, was er ist: ein Ausscheidungswettbewerb. Sie ist in der Vorbereitung am schwersten, weil sie Rotation, Verlängerung und Elfmeterschießen mitdenken muss. Und sie ist die Wette, bei der der Unterschied zwischen dem Ergebnis nach regulärer Spielzeit und dem Weiterkommen am größten wird.

Der Reiz eines Außenseiters im Pokal liegt in genau dieser Trennung. Ein Drittligist, der zu Hause gegen einen Bundesligisten 1:1 spielt und im Elfmeterschießen verliert, ist in zwei Märkten gleichzeitig ein Held und ein Verlierer. Wer auf das Weiterkommen gesetzt hat, sieht eine verlorene Wette. Wer auf das Ergebnis nach 90 Minuten gesetzt hat, sieht eine gewonnene. Beides war derselbe Abend.

Der Nachweis, wie viel ein K.-o.-Wettbewerb mit der Aussagekraft von Favoritenquoten macht, steht im Finale 2026: Der FC Bayern München gewann mit 3:0 gegen den VfB Stuttgart. Ein Jahr zuvor hatte der VfB Stuttgart das Finale 2025 mit 4:2 gegen den Drittligisten Arminia Bielefeld gewonnen. Ein Titelträger mit 21 Pokalsiegen bis heute, ein Finalist aus der dritten Liga im Jahr davor – wer daraus eine Regel ableiten will, findet in diesen zwei Ergebnissen zwei völlig entgegengesetzte.

Was in der Quote steckt: eine Rechnung an drei Beispielzahlen

Ein Buchmacher setzt keine Meinung in eine Quote, sondern eine Rechnung. Die drei Zahlen eines 1X2-Marktes sind nicht unabhängig voneinander: Sie werden so gewählt, dass über alle drei Ergebnisse hinweg ein Anteil für den Anbieter übrig bleibt. Nehmen wir zur Veranschaulichung einen Markt mit den Quoten 2,10 auf den Heimsieg, 3,40 auf das Remis und 3,60 auf den Auswärtssieg. Diese drei Zahlen sind ein Beispiel, kein Zitat irgendeines Anbieters, und sie stehen in keinem Wettprogramm.

Die Auszahlungsquote dieses Marktes liegt bei etwa 97 %, weil 1 ÷ (1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60) diesen Wert ergibt. Die Marge des Anbieters ist der Rest, also rund 3 % des Einsatzes – aber nur bei diesem einen konstruierten Markt. Genau hier liegt der Punkt, an dem ein einzelnes Ergebnis in die Irre führt: In engen Märkten mit wenigen Ausgängen bleibt mehr für den Anbieter hängen als in breiten. Der Wert schwankt typischerweise zwischen etwa 2 % und etwa 8 % des Einsatzes, und jeder genannte Prozentsatz gilt nur für den Markt, aus dem er stammt. Im Pokal heißt das konkret: Eine Quote auf ein Spiel mit klarem Favoriten trägt eine andere Marge als eine Quote auf den Pokalsieger, und eine Livequote auf das nächste Tor eine wieder andere.

Zwei Zahlen genügen, um den Unterschied zwischen fairem Preis und Angebotspreis zu spüren. Wenn die Auszahlungsquote eines Marktes bei 97 % liegt und die eines anderen bei 92 %, dann kostet derselbe Einsatz im zweiten Markt rund 5 % seines Wertes – nicht durch eine Gebühr, sondern durch die Höhe der Quoten, die auf dem Bildschirm stehen.

Über die Zeit ist die Marge der einzige verlässliche Vorsprung des Anbieters. Kein einzelner Spielverlauf garantiert sie, aber über Tausende von Wetten bleibt sie hängen. Wer die Quoten zweier Anbieter nebeneinanderlegt und den Unterschied bei 2,10 gegen 2,05 findet, sieht keine Kleinigkeit, sondern genau den Prozentsatz, der beim einen Anbieter bleibt und beim anderen nicht.

DFB-Pokal 2025/26 und die Folgesaison: Spielplan, Runden und wann Wetten möglich sind

Der Pokal hat sechs Runden, und sie heißen nicht alle gleich. Die ersten beiden Runden tragen 64 Mannschaften, die dritte acht, dann Achtel-, Viertel- und Halbfinale, dann das Endspiel. Zum Teilnehmerfeld gehören 18 Bundesligisten und 18 Zweitligisten, die ersten vier der 3. Liga sowie 24 Mannschaften aus den unteren Ligen, in der Regel Verbandspokalsieger. Diese Mischung ist der Grund, warum Quoten im Pokal so weit streuen wie in keiner anderen deutschen Konkurrenz: Wenn ein Regionalligist auf einen Champions-League-Teilnehmer trifft, steht in einer Quote eine Information, die kein Ligaspiel je liefern kann.

Die Erstaustragung war 1935 unter dem Namen Tschammerpokal. Das erklärt, warum der Wettbewerb eine längere Tradition als die meisten Ligen hat und warum an einem frühen Augustabend ein Erstrundenspiel in einem 4.000-Zuschauer-Stadion stattfindet, in dem die Quote des Außenseiters fast das Zehnfache der Favoritenquote beträgt.

Für den Sportwetter ist der Spielplan vor allem ein Zahlungskalender. Die Runden liegen weit auseinander: August, Oktober, Dezember, Februar, April, Mai. Wer auf den Pokalsieger setzt, bindet sein Geld über diese sechs Stationen, und eine Wette, die im August abgeschlossen ist, kann im Februar durch eine Auslosung entschieden sein, die den Favoriten gegen den zweiten Favoriten setzt. Der Markt „Pokalsieger“ ist damit eher eine langfristige Anlage mit einem hohen Risiko als eine Sportwette im üblichen Sinn.

Der Austragungsort des Endspiels ist seit 1985 derselbe. Für die Quote ist das relevant, weil der Vorteil des „Auswärts“-Teams im Finale verschwindet: Es gibt kein Auswärtsteam. Wer dort auf Heimsieg setzt, setzt auf eine Mannschaft in einem Stadion, das für sie keinen Heimvorteil bedeutet.

Die Qualifikationsfolge ist der zweite Faden, der über den Mai hinausreicht. Der Pokalsieger qualifiziert sich seit der Saison 1998/99 grundsätzlich für die UEFA Europa League. Das gibt der Wette auf das Weiterkommen und der auf den Titel eine zweite Ebene: In den späten Runden geht es für manche Vereine nicht nur um den Pokal, sondern um einen europäischen Startplatz, und die Mannschaftsaufstellung eines Halbfinalisten, der in der Liga um die Europa-League-Plätze kämpft, hängt von dieser Rechnung ab.

Wann Wetten möglich sind, folgt aus der Rundenstruktur. Vorabmärkte öffnen typischerweise Tage vor dem Anstoß, für späte Runden früher als für die erste. Livewetten öffnen mit dem Anpfiff und bleiben nach den unter Livewetten und Cash Out im Pokal beschriebenen Grenzen schmal. Auszahlungen erfolgen erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses – bei einem Halbfinale, das in die Verlängerung geht, also nicht um 22:45 Uhr, sondern später.

Die geprüften Anbieter mit Pokalprogramm im Vergleich

Zehn Marken, die auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder mit einer Sportwetten-Erlaubnis stehen. Das ist keine Empfehlung und keine Rangfolge, sondern der geprüfte Ausschnitt dessen, was in Deutschland überhaupt Pokalwetten anbieten darf. Wer nicht auf dieser Liste steht, hat keine Erlaubnis – und das ist die einzige Prüfung, die zählt.

Hier die Grunddaten, die sich nebeneinanderlegen lassen:

Anbieter Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber Sportwetten-Erlaubnis seit
DAZN Bet Erlaubnis für DAZN Bet; Inhaber DZBT Operations Limited 22.08.2023
Betano Erlaubnis für Betano; Inhaber Betkick Sportsbetting Limited 19.02.2021
AdmiralBet Erlaubnis für AdmiralBet; Inhaberin Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020
Wettarena Erlaubnis für Wettarena; Inhaberin I.B.C. Sportsbetting Limited 09.10.2020
Sportwetten.de Erlaubnis für Sportwetten.de; Inhaberin NetX Betting Limited 19.11.2020
ODDSET Erlaubnis für ODDSET; Inhaber Oddset Sportwetten GmbH 18.11.2020
bet-at-home Erlaubnis für bet-at-home; Inhaberin Bet-at-home.com Internet Limited 02.11.2020
Sportingbet Erlaubnis für Sportingbet; Inhaberin Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020
Interwetten Erlaubnis für Interwetten; Inhaberin Interwetten Gaming Limited 02.11.2020
Bet3000 Erlaubnis für Bet3000; Inhaberin I.B.C. Sportsbetting Limited 22.04.2026

Was in dieser Tabelle nicht steht, ist die Marge – und sie steht dort nicht, weil Marge keine Eigenschaft eines Anbieters ist, sondern eine Eigenschaft eines Marktes zu einem Zeitpunkt. Bet3000 ist der Jüngste im Feld, mit einer Erlaubnis vom 22. April 2026, und ob ein neu erlaubter Anbieter aggressiver quotet als ein Etablierter, lässt sich nicht aus dem Erlaubnisdatum ableiten, sondern nur aus den Quoten selbst. Die Whitelist führt Erlaubnisse ohne Enddatum; wer aus dem Erstjahr eine Haltbarkeitsfrist bastelt, bastelt.

Zwei Marken in der Liste – Wettarena und Bet3000 – werden von derselben Gesellschaft als Veranstalter geführt. Für den Spieler ist das kein Problem, aber es bedeutet, dass ein Vergleich, der die Angebote beider nebeneinanderstellt, in Wahrheit einen Anbieter mit sich selbst vergleicht.

DAZN Bet: Sportwetten-Programm mit Stream-Bezug

Die Erlaubnis für DAZN Bet datiert vom 22. August 2023, Inhaber ist die DZBT Operations Limited mit Sitz in Zebbug auf Malta. Im Feld der geprüften Anbieter ist DAZN Bet damit einer der jüngeren Zugänge – die Marke trägt ihren Namen aus dem Sportstreaming, und das ist kein Zufall, sondern das Geschäftsmodell.

Wer den Pokal vor allem deswegen verfolgt, weil er sonst nur Bundesliga-Highlights sieht, findet dort den offensichtlichen Einstieg. Wettprogramm und Medienmarke sitzen in demselben Haus, und die Nutzerführung ist auf ein Publikum zugeschnitten, das mit Wettscheinen weniger vertraut ist als mit Streams.

Was das kostet, ist weniger offensichtlich als der Name. Ein Anbieter, der seine Zielgruppe über ein Abo oder eine Medienmarke gewinnt, muss sein Sportwettenprodukt nicht über die Quote verkaufen. Wer auf Preisniveau aus ist, prüft die Zahlen selbst, statt sich auf die Markenbindung zu verlassen. Der Erlaubnisinhaber DZBT Operations Limited ist eine maltesische Gesellschaft, was für die Erlaubnis in Deutschland kein Problem ist – die Whitelist führt sie ausdrücklich.

Betano: Bet Builder, Cash Out und Live-Streaming

Die Erlaubnis für Betano läuft seit dem 19. Februar 2021, mit einer Folgeerlaubnis vom 16. Dezember 2022; Veranstalterin ist die Betkick Sportsbetting Limited. Betano gehört damit zu den ersten Anbietern, die nach dem Start des GlüStV 2021 die deutsche Erlaubnis erhalten haben.

Das Angebot ist auf Funktionsvielfalt gebaut. Die App führt Bet Builder, also das Kombinieren mehrerer Märkte eines einzelnen Spiels, dazu Cash Out und Live-Streaming – unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Die Liste kommt aus der Entwicklerbeschreibung im App Store, nicht aus einer Quotenprüfung.

Der Bet Builder ist für Pokalwetten das interessanteste Werkzeug und gleichzeitig das teuerste. Wer in einem K.-o.-Spiel „Heimsieg“ und „beide treffen“ kombiniert, kombiniert zwei Märkte desselben Ereignisses; die Quoten multiplizieren sich, aber die tatsächliche Wahrscheinlichkeit tut das nicht, weil die beiden Ereignisse zusammenhängen. Der Anbieter kennt diesen Zusammenhang und preist ihn ein.

Für den Pokal fällt der Streaming-Vorteil kleiner aus, als er klingt: Die Rechte an den Pokalspielen liegen beim ausrichtenden Verband, und die Spiele, die im Angebot sind, sind vor allem internationale Ligen – kein DFB-Pokal. In der Halbzeitpause der eigenen Liga findet man dort also seinen Stream.

AdmiralBet: eine der ältesten Erlaubnisse im Feld

Seit dem 9. Oktober 2020 ist AdmiralBet unter den erlaubten Anbietern geführt, mit Folgeerlaubnissen vom 13. Dezember 2022 und vom 29. Juli 2024. Betreiberin ist die Greentube Betting Malta Limited. Für virtuelle Automatenspiele auf der Casino-Adresse besteht eine Erlaubnis seit dem 28. September 2022 – eine eigene Erlaubnis mit eigenen Regeln, die mit dem Sportwettenangebot nichts zu tun hat.

Die Sportwetten-Erlaubnis gehört zu den frühesten, die nach Inkrafttreten des GlüStV 2021 erteilt wurden. Das bedeutet für den Kunden, dass die Infrastruktur – Verifizierung, Einzahlungslimit-Anbindung an LUGAS, OASIS-Prüfung – seit über fünf Jahren im Betrieb ist. Das ist der unauffällige Vorteil eines etablierten Anbieters, und er ist mehr wert als eine Marketingzeile.

Ein Wort zur Casino-Seite, weil die Verwechslung naheliegt: Wer auf AdmiralBet Sportwetten abschließt, nutzt die Sportwetten-Erlaubnis. Wer dort an virtuellen Automatenspielen teilnimmt, nutzt eine andere Erlaubnis mit anderen Regeln und anderen Grenzen. Die beiden Erlaubnisse vermischen sich nicht, und eine Casino-Grenze ist keine Sportwetten-Grenze.

Wettarena: solide Basis, wenig Eigenprofil

Wettarena ist mit einer Erlaubnis vom 9. Oktober 2020 vertreten, Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022, Veranstalterin laut Whitelist die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema. Nach den Allgemeinen Geschäftsbedingungen wird die Marke von derselben Gesellschaft angeboten – ein Punkt, der bei der Prüfung eines Anbieters mehr hilft als jede Werbeseite, weil die AGB das Rechtsverhältnis beschreiben, das tatsächlich gilt.

Damit steht Wettarena im Feld der geprüften Anbieter ohne das Profil, über das die anderen sich unterscheiden. Kein Streaming, kein prominenter Funktionsname, kein Medienpartner. Was bleibt, ist der Standard: das Wettprogramm, die Erlaubnis, die Verbraucherpflichten aus dem GlüStV.

Ein Anbieter ohne Marketingauftritt unterstellt sich selbst weniger Kostendruck – ob und in welchem Maß er diesen Vorteil an die Quote weitergibt, zeigt sich nur im direkten Vergleich der Zahlen. Für den Pokal ist das die zentrale Frage, weil die Runden weit auseinanderliegen und ein Kunde ohnehin selten mehr als ein Dutzend Wetten pro Saison auf den Wettbewerb abschließt.

Sportwetten.de: die Marke, die der Domainname ist

Erlaubt seit dem 19. November 2020, Folgeerlaubnis vom 16. Dezember 2022, Inhaberin der Erlaubnis ist die NetX Betting Limited mit Sitz in Birkirkara auf Malta. Der Name ist im deutschen Markt doppelt belegt: Er bezeichnet einen einst großen Wettanbieter und heute eine Vergleichsseite ohne eigene Konzession. Wer hier eine Wette abschließen will, sollte der Spur des Namens folgen, statt sich auf das zu verlassen, was eine Vertrauensmarke nahelegt – die Whitelist listet die Sportwetten-Erlaubnis ausdrücklich unter diesem Namen, und andere Betriebe mit ähnlichem Namen tun das nicht.

Dass eine so generische Marke überhaupt eine Erlaubnis tragen kann, ist ein Hinweis darauf, wie offen die deutsche Whitelist nach Namen sortiert ist. Auffälliger als in jeder anderen Zeile der Liste ist hier, wie wichtig der Inhaber neben dem Namen ist. Der Kunde, der nach einem Rechtsstreit einen Ansprechpartner sucht, findet ihn nicht über den Markennamen, sondern über die Gesellschaft, die auf der Whitelist steht.

ODDSET: der staatlich geprägte Anbieter mit drei Jahrzehnten Vorgeschichte

Die Erlaubnis der ODDSET Sportwetten GmbH ist auf Bescheid vom 15. Dezember 2022 datiert und umfasst Internet- und stationären Vertrieb. Aufsichtsbehörde ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder in Halle an der Saale. Die Erlaubnis hängt damit an einer Struktur, die bis in die staatlichen Wettangebote der Neunzigerjahre zurückreicht – eine der wenigen Marken im Feld, die über einen Laden neben dem Kiosk erreichbar ist.

Aus diesem Modell folgt eine Eigenschaft, die sonst niemand in der Liste hat: die Verbindung von stationärem und digitalem Angebot. Wer einen Wettschein lieber in einer Filiale ausfüllt, findet hier einen Weg, der bei den anderen Anbietern fehlt. Der Preis dafür ist der umgekehrte Fall – die Auswahl und die Bedienung im Digitalen sind von einem Filialgeschäft geprägt, und wer Funktionsvielfalt wie Bet Builder oder Live-Streaming sucht, sucht sie hier vergeblich.

Der Kunde, der ohnedies wöchentlich in der Filiale steht, findet die nötige Prüfung der Gewinnschwelle vor Ort im gedruckten Programm. Wer sich für die Quote entscheiden will und nicht für den Weg, findet in jedem Pokalprogramm dieselben drei Zahlen – und muss sie vergleichen, statt sie zu unterstellen.

bet-at-home: etabliert, mit eigener Casino-Erlaubnis

Die Erlaubnis für Bet-at-home.de wird von der Bet-at-home.com Internet Limited gehalten, seit dem 2. November 2020, mit Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022. Für virtuelle Automatenspiele besteht eine Erlaubnis seit dem 28. Dezember 2022. Der Anbieter ist mit den Neunzigerjahren im deutschen Markt etabliert, was für die Bewertung doppelt zählt: Zum einen ist die Verbrauchererfahrung gewachsen, zum anderen ist der Anbieter über die Jahre in mehreren gerichtlichen Auseinandersetzungen der Wettbranche gestanden.

Für den Pokalwetter ist der zweite Punkt wichtiger als der erste. bet-at-home hat in der Vergangenheit klar Position für die deutsche Erlaubnispflicht bezogen und in diesem Rahmen auch die eigene Rolle in der Phase vor der Regulierung bewertet. Wer heute dort einen Wettschein ausfüllt, schließt die Wette mit einer Gesellschaft, deren deutsche Erlaubnis unabhängig geprüft werden kann.

Der Casino-Zweig läuft wieder auf einer eigenen Erlaubnis. Wer sich vom Sportwettenangebot angezogen fühlt und dann im Casino-Login landet, spielt nach anderen Regeln als die, die dieser Text beschreibt.

Sportingbet: Konfigurator und Live-Wetten ohne Pokalglanz

Erlaubt seit dem 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022, Inhaberin der Erlaubnis ist die Sportingbet (Deutschland) Limited. Das Wettangebot umfasst laut Anbieter einen „Konfigurator+“ sowie Live-Wetten; zu den Sportarten zählen unter anderem Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker.

Der Konfigurator ist das Werkzeug, mit dem sich mehrere Teilmärkte zu einer Wette zusammenstellen lassen. Im Pokal wird das schnell zum Problem, weil die Auswahl an Teilmärkten bei einem K.-o.-Spiel strukturell kleiner ist als in der Liga: kein Unentschieden-ohne-Niederlage, keine klassischen Aufstiegsmärkte im Ligaformat, weniger Schnittstellen zwischen Endergebnis und Nebenmärkten. Das Angebot, mit dem ein Anbieter sich im Ligaalltag absetzt, hat im Pokal weniger zu greifen.

Die größere Breite zeigt sich in den anderen Sportarten. Darts und Snooker sind im deutschen Wettmarkt Nischen, in denen die Quotenunterschiede zwischen Anbietern größer ausfallen als im Fußball. Wer über den Pokal hinauswettet, findet hier mehr zu vergleichen als in den Fußballprogrammen.

Interwetten: der Olymp unter den Erlaubnisinhabern

Seit dem 2. November 2020 steht Interwetten in der Erlaubnisliste, mit einer Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022; Inhaberin ist die Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Sliema, Malta. Der Anbieter gehört zu den verlässlichsten Langläufern im deutschen Markt, und die Whitelist führt ihn ohne Unterbrechung.

Wer in mehreren Sportarten und über ein langes Zeitfenster wettet, findet dort ein Programm, dessen Wert in der Beständigkeit liegt. Im Pokal ist der Nutzen schmaler: Wer nur zwölfmal im Jahr ein K.-o.-Spiel begleiten will, zahlt den Preis eines umfassenden Kontos, ohne den Umfang zu nutzen. Der Preis ist hier wörtlich zu verstehen – wer Streamings- oder Casino-Quersubventionen mitbezahlt, bezahlt sie bei jedem Konto, auch wenn er sie nicht nutzt.

Was bleibt, ist Prüfbarkeit. Ein Anbieter, der seit Jahren unter derselben Inhabergesellschaft in der Whitelist figuriert, lässt sich vom Nutzer mit zwei Klicks überprüfen. Das ist keine Selbstverständlichkeit, wie ein Blick auf die wechselhaften Einträge anderswo zeigt.

Bet3000: die jüngste Erlaubnis im Feld

Die Erlaubnis für Bet3000 ist in der Whitelist mit dem Erstdatum 22. April 2026 verzeichnet, Veranstalterin ist ebenfalls die I.B.C. Sportsbetting Limited. Damit ist Bet3000 der jüngste Eintrag, den der Vergleich kennt, und einer der wenigen innerhalb des letzten halben Jahres.

Eine frische Erlaubnis ist kein Qualitätsmerkmal und kein Mangel. Sie bedeutet, dass die Infrastruktur bestehen dürfte, die Aufsicht aber wenig Betriebsgeschichte hat, und dass der Anbieter in dieser Zeit ein Interesse daran hat, durch Quoten und Kundenbindung aufzufallen. Ob er dieses Interesse in eine bessere Quote übersetzt, entscheidet sich an den Zahlen und nicht am Erlaubnisdatum.

Der zweite Punkt ist die Verbindung zu Wettarena. Beide Marken werden von derselben Gesellschaft als Veranstalter geführt. Wer beide als getrennte Angebote gegeneinander stellt, vergleicht keine zwei Anbieter, sondern denselben Vertragspartner in zwei Aufmachungen.

Pokalwetten im deutschen Recht: Erlaubnis, Grenzen und was sie kosten

In Deutschland dürfen Sportwetten nur Anbieter mit einer Erlaubnis veranstalten oder vermitteln – überwacht durch die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder unter dem GlüStV 2021, in Kraft seit dem 1. Juli 2021. Eine Whitelist-Anbieterprüfung ist für den Leser praktisch, aber die Rechtslage kennt nur eine Prüfung: den Eintrag in der Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Eine .de-Adresse allein beweist nichts; jede Domain auf der Liste endet zwar auf .de, aber daraus folgt die umgekehrte Aussage nicht. Die Whitelist nennt Erlaubnisse ohne Enddatum; ein Erstjahr ist ein Erlaubnisdatum, kein Ablaufdatum.

Was in Deutschland gewettet werden darf, ist enger gefasst, als es klingt. Erlaubt sind feste Wetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Vorkommnisse darin, als Einzel- oder Kombiwette – und nur Wettarten, die die GGL zugelassen hat. Nicht erlaubt sind Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren; in der Praxis der Aufsicht zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateursport. Nicht erlaubt sind manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße. Nicht möglich ist auch Wetten auf E-Sport – die GGL stellt fest, dass E-Sport nicht als Sport anerkannt ist. Für einen Pokalwettbewerb mit 24 Mannschaften aus den unteren Ligen ist das die schärfste Kante: Erstrundenspiele, in denen ein Verbandspokalsieger gegen einen Amateurverein antritt, fallen unter dieselbe Prüfung, und wer dort ein unfaires Bild erwartet, sollte nicht auf dieses Bild setzen.

Der Sportwettensteuer liegt eine eigene Mechanik zugrunde. Nach §§ 16–25 RennwLottG beträgt sie 5,3 % des Betrags, der sich aus dem Einsatz abzüglich der Steuer selbst ergibt – das sind rund 5,03 % des tatsächlich eingezahlten Betrags. Schuldner ist der Veranstalter, nicht der Wettende. Ob und in welcher Höhe ein Anbieter die Steuer an den Kunden weitergibt, entscheidet der Anbieter selbst, und ein Anbieter, der sie in seine Quote einkalkuliert, tut das, ohne dies auf dem Wettschein auszuweisen. Bei unsicheren Verhältnissen bleibt nur die Steuerberatung, denn die steuerliche Behandlung von Gewinnen privater Wetter ist nicht durchweg geregelt. Der Steuerbescheid des Finanzamts ist keine Erlaubnis – die Steuer trifft auch nicht erlaubte Anbieter.

Wichtig für die Erwartung an Werbung und Boni: Das GlüStV enthält keine Vorschrift, die einen Sportwettenbonus deckelt. Höhe, Umsatzbedingungen und Mindestquoten stehen nur in den Bedingungen des jeweiligen Anbieters. Werbung ist nur Erlaubnisinhabern gestattet; das Verbot von 6 bis 21 Uhr betrifft Automaten, Online-Poker und Online-Casino, nicht Sportwetten. Für Sportwetten gilt: keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während seiner Übertragung, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Offiziellen, keine Affiliate-Bezahlung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz.

Für Anbieter ohne deutsche Erlaubnis gibt es keine Erlaubnis und keinen Schutz. Curaçao, Anjouan oder Malta haben für Deutschland keine Bedeutung; das Angebot ist nach § 4 Abs. 1 GlüStV unerlaubtes Glücksspiel, und die GGL warnt ausdrücklich davor – etwa am 17. September 2026 in einer Verbraucherwarnung vor illegalen Angeboten „wie etwa Platincasino“. Zivilgerichte haben in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung von Einsätzen verurteilt, und die Frage ist über den Bundesgerichtshof zum EuGH gegangen. In einem Verfahren, das der BGH am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) vorlegte, fordert ein Kläger von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt des EuGH, Nicholas Emiliou, hält es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 in der Rechtssache C-530/24 grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten – mit der Ausnahme, dass Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Ein Anspruch auf Rückzahlung ist damit für niemanden zugesagt, und wer ihn einklagt, plant einen Rechtsstreit ein, keine Auszahlung.

Strafrechtlich steht das Veranstalten unerlaubter Wetten nach § 284 StGB unter Strafe, ebenso die Werbung; die Teilnahme nach § 285 StGB. Verfahren gegen einzelne Spieler sind nicht bekannt – weder ein Freibrief noch ein Grund zur Dramatisierung. Durchgesetzt wird über Untersagungsverfügungen, Zahlungs- und Netzwerksperren.

Was die Grenzen und die Steuer den Wetter kosten

Wer die Regeln zusammennimmt, sieht eine Rechnung mit zwei Spalten. In der einen steht, was eine Lizenz dem Wetter an Bequemlichkeit nimmt: 1.000 € monatlich als Standardlimit, volle Verifizierung vor der ersten Auszahlung, Maßnahmen gegen Parallelkonten, nur das Endergebnis und das nächste Tor live, Einzahlung nur vom eigenen Zahlungskonto bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut. Anonyme Zahlungsmittel sind ausgeschlossen – genau der Mechanismus, der Krypto und anonyme Prepaidkarten aus dem erlaubten deutschen Wettbetrieb heraushält.

In der anderen Spalte steht, was ein nicht erlaubter Anbieter verlangt. Lockt er mit höheren Limits und einem breiteren Liveprogramm, dann vor allem, weil er kein OASIS, kein LUGAS und keine deutsche Aufsicht kennt. Wer dort einzahlt, verliert den Rechtsweg, den er zu Hause hätte; die Erlaubnisvermutung im Ausland hilft in Deutschland nicht. Die höheren Limits, die dort zu finden sind, sind kein besseres Produkt, sondern ein fehlender Unterbau.

Die Steuer dagegen trifft beide Rechenwege über die Quote: 5,3 % auf den um die Steuer verminderten Einsatz sind rund 5,03 % des hingelegten Betrags, und wenn der Anbieter sie in die Quote einkalkuliert, zahlt der Kunde sie nicht auf dem Wettschein, sondern in jedem einzelnen Preis. Wer einen Anbieter mit der Werbeaussage „0 % Wettsteuer“ findet, sollte die zweite Hälfte lesen: Eine solche Aussage bezieht sich auf die Weitergabe an den Kunden, nicht auf das Entstehen der Steuer.

Zahlungswege und ihr Einfluss auf den K.-o.-Wettbetrieb

Einzahlungen in ein lizenziertes deutsches Wettkonto sind nur von einem Zahlungskonto auf den Namen des Spielers bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut möglich. Das ist der Grund, warum eine fremde Kreditkarte, ein Sammelkonto oder eine anonyme Prepaid-Karte im erlaubten Betrieb nicht funktionieren – nicht als Vorliebe einzelner Anbieter, sondern als Mechanismus.

Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, steht ausschließlich in seinen eigenen Bedingungen. Wer über schnelle Einzahlungen und Auszahlungen entscheidet, sollte diese Bedingungen lesen, und bei einem Pokalfinale ist der Zeitfaktor nicht zu unterschätzen: Ein Anbieter, dessen Auszahlung drei Arbeitstage braucht, liefert ein Auszahlungsergebnis, das erst nach dem nächsten Spieltag wirksam wird.

Spielerguthaben liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto. Bei Kontoschließung ist das Guthaben innerhalb von fünf Arbeitstagen gebührenfrei auszuzahlen. Das ist eine der wenigen Stellen, an denen der deutsche Regulierungsrahmen dem Kunden eine Handhabe gibt, die er auf dem ausländischen Markt nicht hat.

Häufig gestellte Fragen

Wie zählt bei Pokalwetten das Ergebnis nach Verlängerung und Elfmeterschießen?

Es hängt davon ab, was auf dem Wettschein steht. Läuft die Wette auf das Ergebnis nach regulärer Spielzeit, entscheiden die 90 Minuten plus Nachspielzeit; ein anschließender Treffer ändert nichts. Läuft sie auf das Weiterkommen, zählt das gesamte Ergebnis einschließlich Verlängerung und Elfmeterschießen. Achten Sie vor Abschluss auf die genaue Marktbezeichnung.

Wo kann in Deutschland live auf das Pokalfinale gewettet werden und was ist dabei erlaubt?

Nur bei Anbietern mit Sportwetten-Erlaubnis auf der Whitelist der GGL. Erlaubt sind während des laufenden Spiels nur Wetten auf das Endergebnis und auf das nächste Tor – im Tennis auf den nächsten Satz. Dichte Live-Märkte wie Verwarnungen, Ecken oder laufende Handicaps sind nach deutscher Aufsichtspraxis nicht möglich.

Wie unterscheiden sich Quoten auf den Pokalsieger von Quoten auf ein einzelnes Spiel?

Die Siegwette läuft über den ganzen Wettbewerb mit 64 Mannschaften, Auslosungen und sechs Runden, ihre Quote steht hoch und ändert sich langsam. Die Quote auf ein Einzelspiel gilt einer festgelegten Paarung an einem Termin und verfällt mit dem Abpfiff. Zwei verschiedene Produkte, nicht zwei Preise für eine Sache.

Was sagt das Finale 2026 über die Aussagekraft von Favoritenquoten?

Es zeigt, wie wenig ein Finale über den Wettbewerb sagt. 2026 gewann der FC Bayern München mit 3:0 gegen den VfB Stuttgart, ein Jahr zuvor siegte derselbe VfB Stuttgart mit 4:2 gegen den Drittligisten Arminia Bielefeld. Zwei Endspiele, zwei völlig gegensätzliche Geschichten – daraus lässt sich keine Regel für die nächste Runde ableiten.

Woran lässt sich erkennen, welcher Wettanbieter für den DFB-Pokal in Deutschland eine Erlaubnis hat?

An einem Eintrag in der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Dort stehen Marke, Erlaubnisinhaber und das Erlaubnisdatum – der Stand vom 2. Oktober 2026 umfasst 30 Einträge. Wichtig ist der Inhaber, nicht nur der Domainname: Eine .de-Adresse ohne Eintrag beweist keine Erlaubnis.

Wie wirkt sich die Sportwettensteuer auf die Quote bei Pokalwetten aus?

Die Steuer beträgt 5,3 % des Einsatzes abzüglich der Steuer selbst, das sind rund 5,03 % des eingezahlten Betrags, und sie trifft den Veranstalter. Ob er sie in die Quote einkalkuliert, entscheidet er selbst. Eine Werbeaussage wie „0 % Wettsteuer“ betrifft diese Weitergabe, nicht das Entstehen der Steuer.

Inhalt erstellt vom Team «Sportwetten Bonus»