Die besten Wettanbieter mit Heinz Wetten: 57 Wetten aus sechs Tipps und der Preis, den sie kosten
Stand: 30. Oktober 2026. Alle Angaben zu Erlaubnissen wurden gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder in der Fassung vom 2. Oktober 2026 geprüft.

Wer zum ersten Mal einen Wettschein mit sechs Auswahlen ausfüllt statt einer einzigen Kombiwette, erlebt meist denselben Moment. Der Einsatz, den der Wettschein verlangt, ist nicht der Einsatz, den man im Kopf hatte. Ein Heinz ist keine Wette, sondern ein Bündel: 57 Mehrfachwetten über dieselben sechs Tipps, vom Doppel bis zum Sechser. Sechs Tipps, 57 Wetten, und jede dieser 57 Wetten verlangt ihren eigenen Einsatz. Das ist die ganze Mechanik, und sie entscheidet darüber, ob ein Konto sie trägt.
Der Reiz liegt auf der Hand. Ein Sechser allein ist ein Lotterielos; ein Heinz zahlt auch dann, wenn zwei der sechs Tipps danebengehen. Der Preis dafür ist mathematisch und steht in keiner Werbung: Derselbe Einsatz verteilt sich auf 57 Wetten, und die Buchmachermarge wird 57 Mal fällig. In einem Doppel frisst der Quotenschlüssel einen kleinen Teil, in einem Sechser einen größeren, und wer alle 57 Positionen gleichzeitig spielt, zahlt sie alle. Dazu kommt bei manchen Anbietern ein Quotenabschlag von mehreren Prozent auf den Bruttogewinn — eine Rechnung, die bei einer Einzelwette kaum auffällt und bei einem Systemzettel eben mehrfach anfällt.
Zehn deutsche Anbieter mit Erlaubnis für Sportwetten stehen hier nebeneinander. Kein Ranking nach Geschmack, sondern nach dem, was ein Heinz bei ihnen wirklich braucht: eine Systemwette im Wettschein, ein Quotenschlüssel, der die 57 Positionen nicht auffrisst, und Regeln, die den Zettel auch auszahlen.
Was ein Heinz Einsatz kostet, bevor der erste Tipp stimmt
Ein Heinz deckt alle Kombinationen aus sechs Auswahlen ab dem Doppel ab. Der Name stammt von den 57 enthaltenen Mehrfachwetten: 15 Doppel, 20 Dreier, 15 Vierer, 6 Fünfer und 1 Sechser. Wer ein System im Wettschein anlegt, findet es unter diesen fünf Staffeln wieder; die Summe — 15 + 20 + 15 + 6 + 1 — ist die Zahl, die im Kopf bleiben sollte.

Der Super Heinz erweitert dasselbe Muster um eine siebte Auswahl. Aus sieben Tipps werden es 120 Mehrfachwetten ab dem Doppel aufwärts, und die Einsatzschraube dreht sich mit: Bei einem Euro pro Linie liegt man beim Heinz bei 57 € und beim Super Heinz bei 120 € auf dem Zettel. Ein Goliath mit acht Auswahlen setzt noch eine Stufe drauf — 247 Kombinationen. Alle drei gehören zu den Full-Cover-Wetten, den Wetten also, die sämtliche möglichen Mehrfachwetten über eine bestimmte Zahl von Auswahlen umfassen. Das ist keine Geschmacksfrage, das ist eine Definition.
Ein Vierer braucht vier richtige Tipps, ein Fünfer fünf, ein Sechser sechs. Deshalb ist der Heinz in seinem Auszahlungsprofil eigen: Er zahlt auch bei zwei Treffern — dann greift genau ein Doppel — und er zahlt bei fünf Treffern aus sechs, wo die Kombiwette längst verloren wäre. Diese Rückzahlung bei wenigen Treffern ist das, was Anbieter in ihrer Werbung gern als Sicherheit verkaufen. Sie ist keine. Es ist eine Struktur, die einen Teil des Einsatzes zurückholt, und ob dieser Teil den Einsatz übersteigt, entscheidet allein die Höhe der Quoten.
Rechnen wir das durch, bevor es an die Anbieter geht. Angenommen, die sechs Auswahlen tragen Quoten von 1,50, 2,00 und 2,50 in wechselnder Besetzung, und pro Linie setzt man 1 €. Ein Doppel aus zwei mittleren Quoten von 2,00 und 2,00 zahlt 4,00 € zurück. Ein Dreier aus denselben Quoten zahlt 8,00 €. Ein Sechser aus drei Faktoren von 2,50 kommt auf 244,14 €, während derselbe Sechser aus lauter 1,50ern nur 11,39 € bringt. Die Spanne der Rückzahlungen über die 57 Positionen liegt bei einem Einsatz von 1 € pro Linie also zwischen einem niedrigen einstelligen Betrag in den unteren Staffeln und mehreren Hundert Euro im oberen Bereich — und wohin sie in einem konkreten Fall fällt, hängt allein davon ab, welche Quoten die sechs Auswahlen tragen. Deshalb ist der Heinz kein Rezept, sondern ein Verstärker: Verstärkt wird, was ohnehin auf den Tipps steht.
Die entscheidende Zahl des Formats ist aber nicht die Rückzahlung, sondern der Gesamteinsatz. Wer 57 €, 120 € oder 247 € pro Runde auf den Zettel legt, spielt nicht mehr die Wette, die er sich vorgestellt hat. Er spielt ein Vielfaches davon, und zwar jede Runde neu.
Die Systemwette rechnen, bevor der Wettschein läuft
Was bei einem Heinz keine Schätzung ist und was sehr wohl: Der Einsatz ist exakt, die Rückzahlung nicht. Ein Wettrechner für Super Heinz oder Heinz arbeitet mit einer einzigen Rechenregel — bei einer Mehrfachwette multiplizieren sich die Quoten der beteiligten Tipps zu einem Preis. Aus 1,50 und 2,00 wird 3,00. Aus 1,50, 2,00 und 2,50 wird 7,50. Mehr steckt nicht dahinter, und genau das macht die Überprüfung eines Systems einfach: sich die 57 Positionen vor Augen führen, jede Quote multiplizieren, mit dem Einsatz pro Linie vervielfachen, addieren.

Das Problem liegt in der Zusatzzeile, die viele Rechner und viele Werbeseiten verschweigen. Quotenschlüssel und Auszahlungsquote beschreiben denselben Sachverhalt von zwei Seiten. Der Quotenschlüssel ist der Anteil aller Einsätze, den ein Markt an die Spielenden zurückgibt; er berechnet sich als 1 ÷ (1/Quote₁ + … + 1/Quoteₙ) über sämtliche Ausgänge eines Marktes, und die Marge ist 100 % minus dieser Anteil. Wer einen Dreier spielt, hat es also nicht mit der Marge eines Marktes zu tun, sondern mit drei Märkten; wer einen Sechser spielt, mit sechs. Der Quotenabschlag, den einzelne Anbieter zusätzlich auf den Bruttogewinn legen, kommt dann noch oben drauf.
Deshalb gehört zu einem Heinz auch keine einzige Quote auf die Seite, sondern eine Bandbreite. Bei sechs Auswahlen mittlerer Qualität und 1 € pro Linie — wie im vorigen Abschnitt gerechnet — landet die Gesamtrückzahlung je nach Trefferbild zwischen einem kleinen zweistelligen Betrag und mehreren Hundert Euro, und das bei 57 € Einsatz. Der Punkt ist nicht die Zahl, sondern die Relation: Der Heinz zahlt dann gut, wenn wenige hohe Quoten richtig sind, und er zahlt dann schlecht, wenn viele niedrige richtig sind und eine danebengeht. Wer einen Super Heinz mit sieben Auswahlen spielt, verdoppelt den Einsatz auf 120 € und verschiebt dieselbe Relation nach oben — mehr Chancen auf viele Treffer, mehr Geld, das auf dem Zettel liegt.
Wer sein System nachrechnen will, sollte den Wettschein selbst als Rechenschieber benutzen und nicht den Werbetext. Der bestehende Wettschein zeigt jede Staffel als eigene Zeile mit eigener Quote, und die Summe dieser Zeilen ist die einzige Zahl, die zählt.
Zehn Anbieter der GGL-Whitelist im Vergleich
Auf der Whitelist der GGL in der Fassung vom 2. Oktober 2026 stehen 30 Einträge, darunter 27 Inhaber mit Erlaubnis für Sportwetten — zwei von ihnen zusätzlich für Pferdewetten — und drei ausschließlich für Pferdewetten. Jede dort geführte Domain ist eine .de-Domain, was allein aber nichts beweist: Eine .de-Adresse ohne Eintrag ist kein Erlaubnisnachweis, und ein Pferdewettveranstalter auf der Liste ist kein Sportwettenanbieter.
| Anbieter | Inhaber der Erlaubnis laut Whitelist | Erlaubnis für Sportwetten seit |
|---|---|---|
| LeoVegas | LVSports Limited | 21.10.2024 |
| NEO.bet | Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 |
| Sportingbet | Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| Betway | Betway Limited | 09.03.2021 |
| ODDSET | Oddset Sportwetten GmbH | 18.11.2020 |
| bet-at-home | Bet-at-home.com Internet Limited | 02.11.2020 |
| Sportwetten.de | NetX Betting Limited | 19.11.2020 |
| Bet3000 | I.B.C. Sportsbetting Limited | 22.04.2026 |
| Tiptorro | Torro Tec Limited | 30.06.2021 |
| Interwetten | Interwetten Gaming Limited | 02.11.2020 |
Die Spanne zwischen 09.10.2020 und 22.04.2026 sieht nach einem Qualitätsgefälle aus und ist keines. Eine Erlaubnis läuft fünf Jahre; die Whitelist führt nur das Erstdatum und kein Enddatum. Ein früher Eintrag bedeutet also nicht, dass ein Anbieter länger geprüft wäre, sondern nur, dass er früher angefangen hat — und mehrere der hier gelisteten Häuser haben inzwischen eine Folgeerlaubnis erhalten, die auf der Whitelist nicht als eigenes Datum auftaucht. Bet3000 als jüngster Zugang der Runde ist damit nicht der unerfahrenste Anbieter, sondern der letzte, der das Verfahren abgeschlossen hat.
Was in der Tabelle nicht steht und für einen Heinz wichtiger ist als jedes Datum: kein einziger Eintrag sagt etwas darüber, ob das Haus Systemwetten im Wettschein führt. Die Erlaubnis erlaubt Sportwetten nach § 21 Abs. 1 des Glücksspielstaatsvertrags — feststehende Gewinnquoten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon und auf Vorkommnisse darin, als Einzel- oder Kombinationswette sowie als sonstige Wette in dem von der GGL gestatteten Sportwettprogramm. Ob ein Anbieter daraus eine Siebener-Staffel macht, entscheidet er selbst. Praktisch heißt das: Wer einen Super Heinz bauen will, muss den Wettschein öffnen und die Staffeln suchen, bevor er auch nur einen Euro einzahlt.
Unten steht jeder der zehn Anbieter einzeln. Wo eine Erlaubnis über eine ausdrückliche Whitelist-Zeile belegt ist, steht das so. Wo eine Betreibergesellschaft im Handelsregister in Malta oder sonst im Ausland sitzt, sagt das nichts über den Sitz der Verwaltung und nichts über den Gerichtsstand, an den sich ein Spielender wenden müsste.
Der Unterschied zwischen Heinz und Kombiwette in einem Satz
Eine Kombiwette ist eine Wette, ein Heinz ist ein Bündel. Wer drei Auswahlen auf einem Kombischein hat und eine geht daneben, ist der ganze Einsatz weg. Wer dieselben drei Auswahlen als Dreier-Staffel in einem System spielt und die zwei richtigen Tipps als Doppel behält, bekommt einen Teil zurück. Das ist der eigentliche Unterschied, und er ist ein Unterschied in der Verlustverteilung, nicht in der Gewinnaussicht. Die Wahrscheinlichkeit, dass alle sechs Tipps gleichzeitig richtig sind, ändert der Heinz nicht um ein Prozent.
Was sich ändert, ist die Zahl der Positionen, an denen die Buchmachermarge anfällt. Bei einer Kombiwette mit sechs Auswahlen wird ein Preis berechnet und einmal gemargt. Beim Heinz werden 57 Preise berechnet und 57-mal gemargt. Das sollte niemanden überraschen — es ist die Gegenleistung für die Teilzahlungen bei wenigen Treffern —, aber es erklärt, warum dieselben sechs Tipps auf einem Kombischein und in einem Heinz zwei völlig verschiedene Ergebnisse liefern können. Ein Anbieter muss von einer Systemwette nichts verstehen. Eine Erlaubnis nach dem GlüStV ist eine Erlaubnis für Sportwetten; Heinz, Super Heinz und Goliath sind Ausprägungen desselben Geschäfts, nur in größerer Anzahl.
Die praktische Folge für den Wettschein: Der Systemzettel verlangt einen Mindesteinsatz pro Linie, und je nach Anbieter liegt diese Untergrenze dort, wo ein Konto auch bei zehn Runden nicht in Schieflage gerät. Wer mit 5 € im Monat spielt, hat im Heinz nichts zu suchen; ein Doppel aus zwei Auswahlen tut es auch. Wer mit 100 € je Runde arbeiten kann und den Nerv hat, fünf von sechs Tipps richtig zu tippen, für den ist das Format gemacht.
Einzahlungslimit, Sperrsystem und der Panikbutton
Ein Heinz ist ein Einsatzverstärker, und genau deshalb gehört das Einzahlungslimit in jede Rechnung hinein, bevor der erste Tipp abgegeben wird. Nach § 6c Abs. 1 des GlüStV gilt für Spielende bei allen Anbietern zusammen standardmäßig ein Limit von 1.000 € pro Kalendermonat, durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei. Ein Anbieter, dessen Erlaubnis es zulässt, darf für einzelne Personen ein höheres Limit eintragen — bis 10.000 €, in Ausnahmefällen bis 30.000 € für höchstens 1 % seiner aktiven Spielenden —, und zwar nur auf nachweisbaren Beleg der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Ein bloßes Selbstauskunftsformular genügt dafür nicht. Eine Absenkung wirkt sofort, eine Anhebung erst nach sieben Tagen.
Die 1.000 € klingen großzügig, wenn man an Einzelwetten denkt, und sind es nicht, wenn man an Systemwetten denkt. Wer zwei Super Heinz mit 120 € Einsatz pro Runde in einem Monat spielt und unterwegs einen weiteren Zettel nachlegt, ist der Grenze schneller nah, als das Konto vermuten lässt — und dann hilft kein noch so gut durchdachtes System, weil die Einzahlung abgelehnt wird. Für einen Heinz ist das Limit keine Formalität am Rand, sondern die wirksamste Obergrenze des Formats überhaupt.
Dazu kommt die Sperrdatei. OASIS ist das bundesweite Spielersperrsystem nach §§ 8, 8a des GlüStV und wird bei der Registrierung und bei jedem Login abgefragt. Eine Sperre dauert mindestens drei Monate, wenn die spielende Person einen Zeitraum angibt, andernfalls mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 des GlüStV löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus. Angebote im Ausland hängen weder an OASIS noch an LUGAS: Dort gibt es kein Einzahlungslimit, das den Einsatz eines Heinz von allein bremst, und keine Sperre, die den Zugang schließt.
Für einen Systemzettel mit 57 Positionen ist außerdem ein Punkt wichtig, der bei Einzelwetten selten auffällt: paralleles Spielen ist nach § 6h des GlüStV über die Aktivitätsdatei untersagt. Wer bei mehreren Anbietern gleichzeitig denselben Heinz-Tipps nachläuft, verstößt gegen die Bedingungen des Erlaubnisregimes, nicht gegen eine Hausregel. Bei einem Format, das schon bei einem Anbieter 57 Positionen umfasst, ist das kein abstrakter Hinweis.
Und dann stehen da noch die sechs Tipps. Ein Heinz über sechs Bundesliga-Partien ist ein anderer Zettel als ein Heinz über sechs Auswahlen aus zwei Spielen; wo die Auswahlen selbst gestreut werden, entscheidet mit darüber, wie oft ein einzelner Fehler den ganzen Zettel verschiebt. Das Format kann nur bündeln, was da ist.
Quotenabschlag, Wettsteuer und die Regeln der zehn Häuser
Bei der Sportwettensteuer lohnt sich eine Unterscheidung, die in fast jeder Werbeanzeige untergeht. Die Steuer beträgt nach §§ 16 bis 25 des Rennwett- und Lotteriegesetzes 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ (§§ 17, 18) — das sind rund 5,03 % des eingezahlten Betrags, denn 5,3 geteilt durch 105,3 ergibt diesen Anteil. Schuldner ist der Veranstalter der Wette, nicht der Spielende (§ 19). Ob und wie der Anbieter die Steuer weitergibt, ist seine eigene Entscheidung, und deshalb steht in diesem Artikel nirgends „5,3 % des Einsatzes“. Wer eine solche Zahl liest, hat sie meist selbst falsch verstanden.
Was einzelne Häuser daraus machen, steht in ihren eigenen Bedingungen, und die Unterschiede sind beträchtlich. Interwetten hält in Teil G Nr. 8 seiner Allgemeinen Geschäftsbedingungen für Sportwetten, Version 1.1 mit Stand 07.07.2021, fest, dass das Unternehmen die Sportwettensteuer trägt und bei Wetten einen Quotenabschlag von 5,3 % vornimmt. ODDSET erhebt laut seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen bei Kunden mit Wohnsitz in Deutschland eine Gebühr von 5 % als Quotenabschlag auf den Bruttogewinn einer gewonnenen Wette; nach Abzug dieser Gebühr ergibt sich der Nettogewinn, der für die Auszahlung maßgeblich ist. Sportingbet nennt in seinen Wettregeln eine Steuer von „5% des Wetteinsatzes“ nach § 17 des Rennwett- und Lotteriegesetzes und behält bei gewonnenen Wetten 5 % des Bruttogewinns, also 5 % von Einsatz mal Quote, ein.
Das ist für einen Heinz keine Randnotiz. Ein Abschlag auf den Bruttogewinn trifft jede der 57 Positionen, die überhaupt gewinnt — und beim Heinz gewinnen in der Regel viele Positionen in den unteren Staffeln, jede mit kleiner Quote und kleiner Marge. Fünf Prozent von einem Doppel, das 4,00 € zurückzahlt, sind 20 Cent. Über 15 Doppel, 20 Dreier und so weiter summiert sich der Abschlag zu einem Betrag, der einem zweiten Doppel entspricht. Der Quotenabschlag ist damit die zweite stille Gebühr neben der Marge, und er ist die einzige, die ein Anbieter offen in seine Bedingungen schreiben muss.
Ein Punkt, der bei Winamax anders aussieht: Das Haus bewirbt sich im Footer seiner Website mit „0% Wettsteuer und die besten Quoten“ und verweist auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball zwischen dem 01.04.2025 und dem 30.08.2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Eine solche Aussage ist eine Selbstauskunft über einen Zeitraum und eine Stichprobe, keine Zusage für den Zettel, der gerade auf dem Bildschirm liegt. Wer die Quote für seine sechs Auswahlen prüfen will, prüft sie am Wettschein.
Wer einen Heinz im Wettschein überhaupt anbietet
Ob ein Haus Systemwetten führt, ist keine Frage der Erlaubnis, sondern der Produktpflege. Einige Anbieter stellen Systemwetten als eigene Kategorie neben Einzel- und Kombiwette, andere begrenzen die Staffeln auf eine bestimmte Zahl von Auswahlen, und ein dritter stellt sie ganz hinten an. Für den Heinz ist die praktische Frage deshalb nicht „hat der Anbieter eine Erlaubnis“ — die haben hier alle zehn —, sondern „wie viele Staffeln lässt der Wettschein zu, und ab welchem Einsatz pro Linie“.
Dazu kommen die Regeln, die den Zettel in der Auszahlung treffen. Der Höchstgewinn ist eine solche Regel, und er ist bei Systemwetten wichtiger als bei Einzelwetten, weil 57 Positionen zusammen einen Betrag erreichen können, den eine Einzelwette nie berührt. Bei Sportingbet beträgt der Höchstgewinn pro Sportwette nach den Nutzungsbedingungen 100.000 €, und innerhalb von sieben Tagen gilt eine Obergrenze von 250.000 € Nettogewinn ohne Einsätze; darüber hinaus besteht keine Auszahlungspflicht. Wettarena nennt in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen einen Höchstgewinn von bis zu 250.000 € pro Wettschein und pro Woche; ohne Kundenkonto können Gewinne über 1.999,99 € nicht ausgezahlt werden. Das sind Deckel, die ein Heinz in einem außergewöhnlichen Fall erreichen kann — und dann entscheidet nicht die Quote, sondern die Regel.
Für die Auszahlung eines Systemzettels gilt eine Eigenheit, die aus dem Erlaubnisregime kommt: Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Ein Heinz über sechs Partien, die an verschiedenen Tagen stattfinden, liegt also nicht nur wegen des Ergebnisses still, sondern auch wegen des Kalenders. Der Wettschein atmet erst, wenn die letzte der sechs Auswahlen entschieden ist.
Eine weitere Eigenheit betrifft die Verrechnung. Wo ein Anbieter einen Quotenabschlag oder eine Gebühr auf den Bruttogewinn erhebt, wird diese pro gewonnener Position abgezogen und nicht einmal pro Wettschein. Bei einem Heinz mit vielen kleinen Treffern merkt man den Unterschied; bei einem einzigen großen Sechser weniger. Wer die Wahl zwischen zwei Häusern hat, deren Quoten auf den ersten Blick gleich aussehen, sollte deshalb die Bedingungen lesen und nicht die Quotentafel.
Fünf Fragen tauchen bei Heinz und Super Heinz immer wieder auf, und die Antworten stehen im Abschnitt „Häufige Fragen zu Heinz und Super Heinz“ gesammelt — von der Herkunft des Namens bis zur Frage, wie ein Wettrechner den Gesamteinsatz ermittelt.
Wer haftet, wenn der Anbieter keine deutsche Erlaubnis hat
Wer Sportwetten im Internet veranstaltet oder vermittelt, braucht dafür eine Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 in Verbindung mit § 27f Abs. 1 des GlüStV. Die erteilt die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale) unter dem GlüStV 2021, in Kraft seit dem 1. Juli 2021; sie beaufsichtigt den Markt und verhängt Bußgelder nach § 28a. Die Steuer ist Sache des Finanzamts, nicht der GGL. Der einzige belastbare Nachweis einer Erlaubnis ist die Whitelist nach § 9 Abs. 8 des GlüStV.
Angebote ohne deutsche Erlaubnis sind unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 des GlüStV. Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine Bedeutung, und die GGL warnt ausdrücklich davor: Am 17. September 2026 hat sie Verbraucherinnen und Verbraucher vor der Teilnahme an illegalen Angeboten „wie etwa Platincasino“ gewarnt. Strafrechtlich steht das Veranstalten nach § 284 des Strafgesetzbuchs unter Strafe, bis zu zwei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, die Werbung dafür bis zu einem Jahr; die Teilnahme nach § 285 des Strafgesetzbuchs bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe. Verfolgungen einzelner Spielender sind nicht belegt — weder ein Freibrief noch ein Anlass zur Dramatisierung.
Zivilrechtlich ist die Lage in Bewegung. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht (Az. I ZR 90/23); der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Generalanwalt Nicholas Emiliou hält es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 in der Rechtssache C-530/24 grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten — mit der Ausnahme, dass Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Ein Rückzahlungsanspruch ist damit niemandem zugesagt, und ein Heinz-Zettel bei einem Anbieter ohne Erlaubnis ist kein Rechtsgeschäft mit Rückfahrkarte, sondern ein Streitfall, dessen Ausgang offen ist.
Für einen Heinz bedeutet das konkret: Ein Anbieter ohne Whitelist-Eintrag bietet möglicherweise die schöneren Staffeln, die höheren Limits und den bequemeren Wettschein. Er hängt aber an keinem OASIS, an keiner LUGAS-Limitdatei und an keiner deutschen Aufsicht, und die Durchsetzung läuft über Untersagungsverfügungen, Zahlungs- und Netzsperren nach § 9 des GlüStV. Der Whitelist-Anbieter liefert Rechtssicherheit und Spielerschutz, aber das 1.000-€-Standardlimit, eingeschränkte Live-Märkte, die vollständige Verifizierung und Zahlungen nur vom eigenen Konto.
Bleibt eine Regel, die gerade bei Kombinationen greift. Live-Wetten sind nach § 21 Abs. 4 des GlüStV während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente in Sportarten erlaubt, in denen solche Ereignisse selten sind: nächstes Tor im Fußball ja, nächster Satz im Tennis ja, nächster Punkt im Tennis und nächster Korb im Basketball nein. Wer einen Heinz live zusammenstellt, darf nicht frei wählen. Und Livewetten sind abseits dieser Grenze ohnehin nichts für einen Systemzettel, bei dem die erste Auswahl schon feststeht, während die sechste noch läuft.
Die zehn Anbieter im Einzelnen
LeoVegas: die jüngste Sportwetten-Erlaubnis im Feld
LeoVegas trägt seit dem 21.10.2024 eine Erlaubnis für Sportwetten; für virtuelle Automatenspiele ist das Haus bereits seit dem 27.02.2023 auf der Whitelist. Betreiberin der Sportwetten ist laut Whitelist die LVSports Limited. Die beiden Daten gehören zu zwei verschiedenen Erlaubnissen und zu zwei verschiedenen Spielarten — die Slot-Erlaubnis von 2023 sagt nichts über die Sportwetten-Erlaubnis, und umgekehrt gilt die Sportwetten-Erlaubnis nur für die dort geführte Domain.
Das späte Datum ist der Angelpunkt dieses Eintrags. LeoVegas hat einen Namen aus dem Casino-Geschäft und ist im Sportwettenmarkt der Neuling unter den zehn; wer einen Super Heinz bauen will, muss also damit rechnen, dass der Wettschein weniger gewachsen ist als bei Häusern, die seit 2020 Sportwetten anbieten. Wer aus dem Casino-Umfeld kommt und dort bereits ein Konto führt, findet hier den kürzesten Weg zu einem zweiten Sportwetten-Zugang — aber nur, wenn die Verifizierung abgeschlossen ist. Die Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele ist ein eigenes Papier mit eigenen Regeln, und ein Limit, das dort gilt, ist kein Wettlimit.
NEO.bet: Live-Wetten, Cashout und Teil-Cashout in der App
NEO.bet wird auf der Whitelist für die dort geführte Domain mit der Greenvest Betting Limited als Betreiberin geführt; die Erlaubnis für Sportwetten datiert vom 09.10.2020, eine Folgeerlaubnis vom 22.12.2022. Zu den Funktionen der App gehören laut dem Entwickler Live-Quoten und Live-Wetten sowie Cashout und Teil-Cashout.
Cashout ist bei einem Heinz die naheliegendste Frage überhaupt — und die Antwort ist unangenehm. Der Heinz ist eine Systemwette, und Teil-Cashout in der App eines Anbieters bezieht sich auf die Wette, wie sie dort definiert ist; ob eine der 57 Positionen separat ausgelöst werden kann, ist nicht dasselbe wie ein Teil-Cashout auf einem Kombischein. Wer den Zettel vorzeitig schließen möchte, sollte vor dem Abschluss in „Meine Wetten“ nachsehen, welche Zeilen dort stehen. Der Live-Bereich in der App ist eine Stärke für Einzel- und Kombiwetten; für sechs Auswahlen, die an verschiedenen Tagen entschieden werden, spielt er keine Rolle.
Sportingbet: Cash Out ohne Systemwetten und ein klarer Höchstgewinn
Sportingbet steht mit der Sportingbet (Deutschland) Limited als Betreiberin auf der Whitelist, mit einer Erlaubnis für Sportwetten seit dem 09.10.2020 und einer Folgeerlaubnis vom 21.12.2022. Die Nutzungsbedingungen setzen den Höchstgewinn pro Sportwette auf 100.000 €; innerhalb von sieben Tagen gilt eine Obergrenze von 250.000 € Nettogewinn ohne Einsätze, darüber hinaus besteht keine Auszahlungspflicht. In den Wettregeln nennt das Haus eine Steuer von „5% des Wetteinsatzes“ nach § 17 des Rennwett- und Lotteriegesetzes und behält bei gewonnenen Wetten 5 % des Bruttogewinns ein. Cash Out ist nur bei Einzel- und Kombiwetten möglich, nicht bei Systemwetten und nicht bei als FreeBet abgeschlossenen Wetten; der Betrag richtet sich nach den aktuellen Quoten und wird erst nach der Wettauswertung gutgeschrieben.
Damit ist die Sache für einen Heinz hier klar geregelt und nicht besonders freundlich: Der Zettel läuft, bis er ausgewertet ist. Dazu kommen fünf Prozent des Bruttogewinns, die auf jede gewinnende der 57 Positionen fallen. Bei einem Heinz, der über die kleinen Staffeln viele Teilzahlungen einspielt, ist dieser Abschlag spürbarer als bei einer einzelnen Kombiwette mit großem Gesamttreffer, weil er eben auf jede Position anfällt. Wer den Zettel bewusst auf die unteren Staffeln anlegt, zahlt hier mehr davon ab als anderswo.
Betway: Cashout, Wettkonfigurator und ein vierter Weg zum Zettel
Betway führt auf der Whitelist die Betway Limited als Betreiberin der dortigen Domain, mit einer Erlaubnis für Sportwetten seit dem 09.03.2021 und einer Folgeerlaubnis vom 23.12.2022. Beim Betway-Cash-Out erscheint das grüne Symbol unter „Meine Wetten“; der Wert der Wette wird angezeigt, ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil. Für Fußballspiele bietet das Haus außerdem einen Wettkonfigurator, den Konfigurator+, der Auswahlen aus verschiedenen Partien kombiniert.
Der Konfigurator ist für einen Heinz der interessanteste Teil: Er kombiniert Auswahlen, während der Wettschein entsteht, und wer sechs Partien zu einem Zettel zusammenstellen will, kommt hier schneller voran als über sechs einzelne Suchläufe. Das ist eine Arbeitserleichterung, keine Vergünstigung — die Quote, die am Ende auf dem Zettel steht, ist dieselbe, die auch anderswo stünde. Der Cashout mit Teilauszahlung hilft bei einer offenen Kombiwette; ob er sich auf eine Systemwette anwenden lässt, entscheidet das Haus in seinen Bedingungen, und diese Frage klärt man vor dem Abschluss und nicht auf halber Strecke.
ODDSET: 5 % auf den Bruttogewinn und ein staatlicher Hintergrund
ODDSET wird mit der Oddset Sportwetten GmbH als Betreiberin geführt, mit einer Erlaubnis für Sportwetten seit dem 18.11.2020 und einer Folgeerlaubnis vom 15.12.2022. Laut den Allgemeinen Geschäftsbedingungen erhebt das Haus bei Kunden mit Wohnsitz in Deutschland eine Gebühr von 5 % als Quotenabschlag auf den Bruttogewinn einer gewonnenen Wette; nach Abzug dieser Gebühr ergibt sich der für die Auszahlung maßgebliche Nettogewinn.
Die Formulierung „Bruttogewinn“ ist hier entscheidend, und sie ist bei einem Heinz teuer. Der Abschlag greift auf die Summe aus Einsatz mal Quote, nicht auf den Überschuss. Wer die 57 Positionen eines Heinz einmal mit dieser Regel durchrechnet, merkt, wie viele kleine Auszahlungen der Abschlag berührt: Jedes gewonnene Doppel in den unteren Staffeln wird um ein Zwanzigstel gekürzt, und die Staffel, die oben den großen Betrag trägt, wird prozentual genauso behandelt. Wer die ODDSET-Gebühr in die Planung eines Systemzettels einbezieht, plant konservativer als der, der nur die Quotentafel liest.
bet-at-home: eine frühe Erlaubnis und die Frage nach den Systemwetten
bet-at-home steht auf der Whitelist mit der Bet-at-home.com Internet Limited als Betreiberin und einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 02.11.2020, einer Folgeerlaubnis vom 22.12.2022 und einer Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 28.12.2022. Die Historie reicht damit weiter zurück als bei allen bis auf NEO.bet und Sportingbet.
Ein früher Eintrag ist ein Zeichen für ein eingespieltes Verfahren, nicht für ein besseres Produkt. Wer einen Heinz spielen will, prüft im Wettschein, ob und wie viele Staffeln das Haus zulässt — das ist die einzige Frage, die für dieses Format zählt, und sie wird von der Erlaubnis nicht beantwortet. Das Haus hat lange am Markt gearbeitet und die Verifizierungspraxis entsprechend routiniert; wer neu dort ist, sollte den Personalausweis ohnehin vor der ersten Einzahlung griffbereit haben. Die Slot-Erlaubnis von 2022 ist ein eigener Vorgang mit eigenen Regeln und sagt für Sportwetten nichts.
Sportwetten.de: Willkommensbonus mit 1-facher Einzahlungs- und 6-facher Bonusumsetzung
Sportwetten.de steht mit der NetX Betting Limited als Betreiberin auf der Whitelist, mit einer Erlaubnis für Sportwetten seit dem 19.11.2020 und einer Folgeerlaubnis vom 16.12.2022. Beim Willkommensangebot muss der eingezahlte Betrag 1-fach und der Bonusbetrag 6-fach mit Einsätzen auf Sportwetten umgesetzt werden; zulässig sind nur Wetten mit einer Mindestgesamtquote von 2,00 pro Wettschein. Bei 100 € Einzahlung und 100 € Bonus beträgt der Gesamtumsatz 700 €.
Diese 700 € sind die eigentliche Nachricht, und sie treffen einen Heinz sofort. Der Wettschein muss eine Mindestgesamtquote von 2,00 tragen, sonst zählt er nicht — eine Anforderung, die bei einem einzigen Tipp mit 1,80 daran scheitert, auch wenn fünf andere Tipps des Heinz weit darüberliegen. Wer 700 € Umsatz mit einem Systemzettel erreichen will, das je Runde 57 € Einsatz bindet, braucht rund zwölf Durchgänge in dieser Größe. Das ist machbar, aber es ist Arbeit, und es ist auf einem Konto nur sinnvoll, wenn die Runden ohnehin geplant waren. Dass die Einzahlung zusätzlich einfach umgesetzt werden muss, ist der kleinere Teil der Anforderung.
Bet3000: die neueste Erlaubnis im Feld
Bet3000 wird auf der Whitelist von der I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta, getragen; für die dort geführte Sportwetten-Domain ist die Erlaubnis mit dem Erstdatum 22. April 2026 verzeichnet. Das ist der jüngste Eintrag der Runde und liegt nur wenige Monate vor dem Stand der Liste vom 2. Oktober 2026.
Eine frische Erlaubnis sagt nichts über die Qualität eines Wettscheins, aber etwas über die Prüfung, die dahintersteht — und darüber, dass das Haus im deutschen Erlaubnisregime neu ist und mit den Regeln des GlüStV noch kurze Zeit arbeitet. Für einen Heinz heißt das: die Staffeln im Wettschein vor der Einzahlung prüfen und sich nicht auf die Produktbeschreibung einer Werbeseite verlassen. Wer ein neues Konto erst nach dem Vergleich mehrerer Anbieter eröffnet, hat hier einen Kandidaten für die hintere Reihe und kein Problem damit.
Tiptorro: Einzel-, Kombi-, Mehrweg- und Systemwetten in einer App
Tiptorro wird von Torro Tec Limited getragen und steht mit einer Erlaubnis für Sportwetten seit dem 30.06.2021 und einer Folgeerlaubnis vom 27.12.2022 auf der Whitelist. Laut der App-Beschreibung können Tipps vor Spielbeginn und live als Einzel-, Kombinations-, Mehrweg- und Systemwetten abgegeben werden; solange das Ticket offen ist, ist ein Rückkaufangebot als Cashout oder Teil-Cashout möglich.
Das ist der einzige Eintrag der Gruppe, in dem die Systemwette ausdrücklich in der Produktbeschreibung auftaucht, und für einen Heinz ist das ein Pluswert. Dasselbe gilt für die Formulierung „solange das Ticket offen ist“: Ein Systemzettel über sechs Partien bleibt lange offen, und ein Rückkaufangebot auf dem laufenden Ticket ist für die unteren Staffeln der praktischste Ausweg, den ein Heinz überhaupt hat. Ein Rückkauf ersetzt keine Quote — er folgt dem aktuellen Stand des Tickets und ist entsprechend bescheidener, wenn die ersten Treffer noch fehlen.
Interwetten: 5,3 % Quotenabschlag und eigene Steuertrage
Interwetten steht mit der Interwetten Gaming Limited als Betreiberin auf der Whitelist, mit einer Erlaubnis für Sportwetten seit dem 02.11.2020 und einer Folgeerlaubnis vom 27.12.2022. Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen für Sportwetten in der Version 1.1 mit Stand vom 07.07.2021 halten in Teil G Nr. 8 fest, dass das Unternehmen die Sportwettensteuer trägt und bei Wetten einen Quotenabschlag von 5,3 % vornimmt.
Dass ein Haus die Steuer selbst trägt und stattdessen den Quotenabschlag einsetzt, ist die ehrlichere der beiden Konstruktionen, weil die Belastung an einer Stelle sichtbar wird statt an zweien. Für einen Heinz bleibt sie trotzdem eine Belastung, und sie trifft in diesem Fall jede gewinnende Position. Wer die 57 Zeilen einmal mit einem Abschlag von 5,3 % auf den Gewinn durchrechnet und daneben dieselben Tipps bei einem Haus ohne Abschlag legt, sieht die Differenz in Euro und nicht in Prozent — und genau diese Differenz ist der Preis, den man für ein eingespieltes Verfahren zahlt.
Häufige Fragen zu Heinz und Super Heinz
Was ist eine Heinz-Wette, und woher kommt der Name?
Der Heinz deckt alle Kombinationen aus sechs Auswahlen ab dem Doppel ab, also 57 Mehrfachwetten. Der Name stammt von dieser Zahl: 15 Doppel, 20 Dreier, 15 Vierer, 6 Fünfer und 1 Sechser machen zusammen 57 Positionen auf einem einzigen Wettschein.
Wie unterscheidet sich der Super Heinz vom Heinz?
Der Super Heinz erweitert dasselbe Muster um eine siebte Auswahl und kommt damit auf 120 Mehrfachwetten ab dem Doppel. Beide gehören zu den Full-Cover-Wetten, die sämtliche möglichen Mehrfachwetten über eine bestimmte Zahl von Auswahlen umfassen; mit acht Auswahlen heißt dasselbe Konstrukt Goliath.
Wie viele Tipps müssen beim Heinz mindestens stimmen, damit etwas zurückkommt?
Eine Auszahlung setzt mindestens zwei richtige Tipps voraus, weil das Doppel die kleinste enthaltene Staffel ist. Bei zwei Treffern zahlt genau ein Doppel, bei drei Treffern greifen drei Doppel und ein Dreier, und mit jedem weiteren Treffer wächst die Zahl der beteiligten Positionen.
Wie berechnet ein Wettrechner den Gesamteinsatz eines Heinz?
Der Rechner multipliziert die Zahl der enthaltenen Wetten mit dem Einsatz je Linie: Bei 57 Wetten und 1 € pro Linie ergibt das 57 €. Beim Super Heinz liegt der Einsatz bei 120 € pro Runde. Die Rückzahlung entsteht erst danach, aus der Multiplikation der Quoten der jeweils richtigen Tipps.
Wie wirkt sich die Sportwettensteuer von 5,3 % aus, und wie gehen Anbieter damit um?
Die Steuer bemisst sich nach §§ 17, 18 des Rennwett- und Lotteriegesetzes auf den Einsatz abzüglich der Steuer selbst und trifft den Veranstalter, nicht den Spielenden. Ob sie weitergegeben wird, ist Sache des Anbieters: Interwetten trägt sie und nimmt einen Quotenabschlag von 5,3 %, ODDSET erhebt 5 % auf den Bruttogewinn.
Woran erkennt man, ob ein Anbieter für Heinz-Wetten auf der GGL-Whitelist steht?
Die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder ist der einzige belastbare Nachweis; sie führt den Inhaber der Erlaubnis und das Erstdatum für jede Domain. Ein .de-Name allein beweist keine Erlaubnis, und die Whitelist nennt nur ein Erstdatum, kein Enddatum.
Wettarten – Sportwetten Bonus
Inhalt erstellt vom Team «Sportwetten Bonus»
