Die besten Wett-Apps 2026 im Kostencheck: Erlaubnis, Limit und Bonus
Die Bequemlichkeit einer Wett-App ist kostenlos. Bezahlt wird woanders — im Einzahlungslimit, in der
Mindestquote einer Gratiswette und in der Quote selbst. Wer auf dem Touchscreen wettet, sieht davon
zunächst nichts: kein Formular, keine Bearbeitungsgebühr, kein Hinweis auf dem Wettschein. Nur
Veränderungen im Kontostand, die man mit etwas Abstand als Preis lesen kann. Deshalb geht es im
Folgenden nicht darum, welche App sich am schönsten anfühlt, sondern darum, welche Rechnung hinter
jedem Angebot steht — und wer sie begleicht.

Zehn Anbieter stehen hier zur Auswahl, alle mit einer Sportwetten-Erlaubnis der Gemeinsamen
Glücksspielbehörde der Länder für ihre deutsche Domain. Kein einziges der zehn Apps verlangt Geld für
den Download. Kein einziges der zehn Apps lässt sich so betreiben, wie es die Werbung nahelegt.
Stand: 30. Oktober 2026. Die Erlaubnisangaben wurden gegen die Whitelist der Gemeinsamen
Glücksspielbehörde der Länder abgeglichen, die Einzahlungsgrenzen und Sperrsysteme gegen die
Vorgaben des Glücksspielstaatsvertrags 2021.
Spielerschutz zuerst: was jede erlaubte Wett-App vorschreibt, bevor sie zahlt
Der teuerste Posten einer Wett-App steht nicht in den AGB des Anbieters, sondern im Gesetz. Er heißt:
was man nicht einsetzen darf. In der Reihenfolge, in der ein neuer Kunde ihm begegnet, sieht das so
aus.

Anmelden lässt sich ein Konto ab 18 Jahren. Danach beginnt eine Frist, die kaum jemand kennt: bis zur
vollständigen Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden lang Spielbetrieb zulassen, mit
einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlung. Wer in dieser Phase gewinnt, kann das Geld also
nicht abheben — es steht nur auf dem Bildschirm. Das ist keine Schikane, sondern der Grund, warum
eine Verifizierung vor der ersten Einzahlung billiger ist als danach.
Einzahlungslimit, LUGAS und OASIS: die Grenzen, die in der App mitlaufen
Nach der Verifizierung greift das zentrale Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat, und zwar
über alle Anbieter zusammen. Es wird über die LUGAS-Limitdatei durchgesetzt, nicht von der App selbst
— der Anbieter kann sich die Grenze also nicht wegprogrammieren, und der Kunde nicht umgehen, indem er
die App wechselt. Genau das ist der Punkt, an dem die Kosten des Spielens sichtbar werden: Der App
fehlt der Schalter für „mehr“.
Erhöhen lässt sich dieses Limit nur in einem schmalen Korridor. Ein Anbieter, dessen Erlaubnis es
hergibt, darf für einen einzelnen Spieler ein höheres Limit setzen — bis 10.000 €, für höchstens ein
Prozent seiner aktiven Spieler bis 30.000 €. Das ist kein Antragsformular, sondern eine
wirtschaftliche Prüfung: die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit muss nachweisbar belegt sein, eine
Selbsterklärung des Spielers genügt nicht. Wer weniger spielen will, wartet auf gar nichts — eine
Absenkung wirkt sofort. Wer mehr spielen will, wartet sieben Tage. Die Asymmetrie ist Absicht: nach
unten geht es direkt, nach oben erst nach einer Woche Bedenkzeit.
Zwei Register arbeiten dabei im Hintergrund. OASIS ist das bundesweite Sperrsystem, das bei der
Registrierung und bei jedem Login abgefragt wird; wer sich dort sperrt und einen Zeitraum nennt,
bleibt mindestens drei Monate gesperrt, ohne Angabe mindestens ein Jahr. Der Panikbutton sperrt das
Konto innerhalb der App sofort für 24 Stunden. Und die Aktivitätsdatei verhindert, dass derselbe
Spieler parallel bei mehreren Anbietern auf dasselbe Ereignis setzt — auch das ein Mechanismus gegen
eine Handlungsweise, die einzelne Apps nicht unterbinden würden.
Wo der Panikbutton sitzt und warum Offshore ihn nicht hat
Was auf einem nicht erlaubten Portal fehlt, ist der ganze Apparat. Kein OASIS, keine LUGAS-Grenze,
kein Panikbutton, keine Sperre mit Mindestdauer — und damit auch keine Antwort auf die Frage, wo man
sein Geld zurückbekommt, wenn das Portal nicht zahlt. Das muss man dazusagen: Wer auf einer Offshore-Seite
spielt, tauscht das 1.000-€-Limit gegen Ruhe vor der Aufsicht. Es ist ein realer Tausch, kein
einseitiger Verlust. Nur darf niemand behaupten, er habe dabei die deutsche Regulierung hinter sich.
Touchscreen und Kontobindung: wie sich Wett-Apps auf Android und iPhone unterscheiden
Apps sind keine Websites in klein. Die Installation unterscheidet sich nach Betriebssystem, und die
Benachrichtigungen entscheiden darüber, wie viel Spielgelegenheit ein Telefon dem Nutzer anbietet.
Bei iOS läuft alles über den Apple App Store, und dort steht auch, wer die App tatsächlich betreibt.
Aufschlussreich ist das, weil Entwicklerangaben und die Whitelist unterschiedliche Namen nennen
dürfen. Die Tipico Sportwetten App zum Beispiel wird im App Store von der Tipico B2B Ltd angeboten,
während die Whitelist die Tipico Co. Limited als Inhaberin der Erlaubnis führt. Die App „bet365 –
Sportwetten“ erscheint unter Hillside Technology Limited, die Erlaubnis für bet365.de gehört der
Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex. Die Betway-App nennt die Digital Outsource International
Limited in London als Anbieter. Das sind keine Widersprüche, sondern verschiedene Rollen — aber wer
die App-Store-Zeile als Lizenznachweis liest, prüft die falsche Stelle.
Android, iOS und der Umweg über die Rennbahn
Android-Nutzer installieren aus Google Play. Ein Sonderfall bleibt ein Sonderfall: Die Wettstar-App
ist für Android im Google Play und für iOS im App Store verfügbar und richtet sich an Pferdewetten.
Sie kann bargeldloses Wetten auf der Rennbahn und unterwegs, Rennprogramm, Rennkalender,
Favoriten-Funktion, Livestreams und Kontoübersicht. Das Mindestalter von 18 Jahren und ein
Wettstar-Konto sind Voraussetzung; ohne Konto läuft nichts, mit App ist die Rennbahn nicht mehr an
einen bestimmten Ort gebunden.
Wer nach einer App „ohne Geld“ sucht, findet kostenlose Downloads, aber keinen kostenlosen Sport.
Dasselbe gilt für die Formulierung „Startguthaben“ — dazu im Abschnitt „Erlaubnis und trotzdem kein Freibrief“ mehr, das ist die teuerste Vokabel dieser Seite.
Wettschein, Cash-out und Ladezeit: woran die Bedienung wirklich hängt
Im Betrieb zählen drei Dinge: kommt man zur Wette, ohne zu suchen, lässt sich der Wettschein
korrigieren, und antwortet der Server beim Live-Klick. Eine Ladezeit, die zwei Sekunden länger ist
als bei der Konkurrenz, verändert im laufenden Spiel die Quote, die man bekommt — der Bedienkomfort
ist also ein Preis, nur ein versteckter.
Cash-out ist ein gutes Beispiel für ein Feature, dessen Kosten man erst im Konto sieht. Bei MERKUR
BETS lässt sich die Wette jederzeit in der App über den gelben Cashout-Button in „Meine Wetten“
schließen — ausgezahlt wird der Betrag aber erst, wenn alle Spiele des Wettscheins beendet und
abgerechnet sind. Der Vorgang fühlt sich an wie eine Auszahlung und ist eine Vormerkung.
Betano verbindet Live-Streaming mit einer Hürde: Das Streaming steht laut App-Beschreibung
verifizierten Kunden ab einem bestimmten Mindestguthaben zur Verfügung. Die genannte Schwelle ist
kein Kaufpreis, aber sie bindet Kapital im Konto — Geld, das nicht auf dem Wettschein steht und
trotzdem dort liegen muss.
Zahlungswege in der App: PayPal, Debitkarte, paysafecard und die Grenze für Krypto
Seit dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 gilt: Sportwetten dürfen nur über ein Zahlungskonto
abgewickelt werden, das auf den Namen des Spielers lautet und bei einem nach dem Geldwäschegesetz
verpflichteten Institut geführt wird. Anonyme Zahlungsmittel sind ausgeschlossen. Das ist der
Mechanismus, der Krypto und anonyme Prepaid-Karten aus dem erlaubten deutschen Markt heraushält: Nicht
die Apps verbieten Bitcoin — die Zahlungsregel lässt es gar nicht erst zu.
Was konkret akzeptiert wird, ist Sache des Anbieters und steht in dessen eigenen Bedingungen.
bet365 nennt in der App-Store-Beschreibung unter anderem Debitkarte, PayPal und paysafecard. Betano
führt für Ein- und Auszahlung unter anderem Apple Pay, Google Pay, PayPal, Klarna Sofortüberweisung,
Betano Cash und Kreditkarten. sportwetten.de bietet PayPal-Einzahlungen und eine Anmeldung per Face
ID. Wer „Wetten in App bezahlen per Mobilfunkrechnung“ sucht, wird bei den erlaubten Anbietern
zurückgewiesen: Eine Mobilfunkrechnung ist kein Konto auf den Namen des Spielers bei einem
geldwäscherechtlich verpflichteten Institut, und damit fällt sie unter dieselbe Regel wie Krypto.
Dasselbe gilt für die Suche nach einer „Krypto Wett-App“ mit deutscher Zulassung. Es gibt sie nicht.
Nicht, weil die Aufsicht es verpasst hätte — sondern weil die Einzahlungsregel jeden anonymen Weg
verschließt. Wer eine solche App findet, hat eine gefunden, deren Anbieter keine Erlaubnis für
Deutschland hat.
Guthaben, Auszahlung und Insolvenzschutz
Das Guthaben eines Spielers liegt nach dem Glücksspielstaatsvertrag auf einem
insolvenzgeschützten Treuhandkonto, und bei Kontoschließung wird der Saldo innerhalb von fünf
Arbeitstagen ohne Gebühren ausgezahlt. Das ist der angenehmste Posten dieser Seite: Auszahlungen
kosten bei einem erlaubten Anbieter nichts. Und die Auszahlung erfolgt erst nach dem offiziellen Ende
des Ereignisses — ein Gewinn auf ein noch laufendes Spiel ist eine Zahl auf dem Bildschirm, kein
Guthaben.
Die zehn Apps mit deutscher Erlaubnis im Vergleich
| Anbieter | GGL-Whitelist und Erlaubnisinhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| bet-at-home | Sportwetten-Erlaubnis für Bet-at-home.de, Inhaber: Bet-at-home.com Internet Limited | 02.11.2020 |
| Tipico | Sportwetten-Erlaubnis für Tipico.de, Inhaber: Tipico Co. Limited | 09.10.2020 |
| Bet3000 | Sportwetten-Erlaubnis für Bet3000.de, Inhaber: I.B.C. Sportsbetting Limited | 22.04.2026 |
| NEO.bet | Sportwetten-Erlaubnis für NEO.bet, Inhaber: Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 |
| Betano | Sportwetten-Erlaubnis für Betano.de, Inhaber: Betkick Sportsbetting Limited | 19.02.2021 |
| 888sport | Sportwetten-Erlaubnis für 888sport, Inhaber: 888 Germany Limited | 30.06.2021 |
| Interwetten | Sportwetten-Erlaubnis für Interwetten.de, Inhaber: Interwetten Gaming Limited | 02.11.2020 |
| Betway | Sportwetten-Erlaubnis für Betway.de, Inhaber: Betway Limited | 09.03.2021 |
| Tipwin | Sportwetten-Erlaubnis für Tipwin.de, Inhaber: Tipwin Limited | 09.10.2020 |
| Tiptorro | Sportwetten-Erlaubnis für Tiptorro.de, Inhaber: Torro Tec Limited | 30.06.2021 |
Die Spalte mit dem Erstdatum ist die interessanteste, weil sie am wenigsten über die App aussagt. Ein
Erlaubnisinhaber kann seit Jahren im Markt sein und trotzdem keine dieser Apps auf dem aktuellen
Stand der Technik betreiben — und umgekehrt. Die Whitelist, Stand 02.10.2026, enthält 30 Einträge: 27
Inhaber mit einer Sportwetten-Erlaubnis, zwei davon zusätzlich für Pferdewetten, sowie drei Anbieter
ausschließlich für Pferdewetten. Eine erste Erlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre; die
Liste selbst nennt nur Erteilungsdaten und kein Enddatum, weshalb hier auch keines steht. Alle
gelisteten Domains enden auf .de — was umgekehrt nichts beweist: eine .de-Adresse ist keine
Erlaubnis.
Wichtiger als das Datum ist die Spalte davor. Wo eine Whitelist-Zeile eine Sportwetten-Erlaubnis
nennt, sagt sie nichts über Slots, Poker oder Casino desselben Halters aus — das sind eigene
Erlaubnisse mit eigenen Regeln. Wer in einer App neben dem Sportwettenbereich Automatenspiele findet,
wettet in einem Bereich, für den die Sportwetten-Erlaubnis nicht gilt.
Was eine Wett-App leisten muss: Erlaubnis, Bedienung, Zahlungswege
Eine Wett-App ist nur so brauchbar wie die Erlaubnis hinter ihr, und danach entscheiden Bedienung,
Zahlungsarten und die Bedingungen eines Startguthabens. Diese Reihenfolge ist keine Geschmacksfrage.
Sie ist die Reihenfolge der Konsequenzen: Eine fehlende Erlaubnis kostet im Streitfall alles, eine
schlechte Bedienung kostet Zeit, ein irreführendes Startguthaben kostet Geld.
Zugelassen sind in Deutschland Festquotenwetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines
Abschnitts davon sowie auf Zwischenfälle darin — als Einzel- oder Kombiwette nach § 21 Abs. 1
GlüStV. Und nur Wettarten, die die Behörde zugelassen hat: das Sportwettprogramm nach § 21 Abs. 5
GlüStV. Es gibt keine gesetzliche Obergrenze für den einzelnen Wetteinsatz; die Grenze, die es gibt,
sitzt vorn im Konto, nicht auf dem Wettschein.
Da ist eine Bemerkung fällig, die auf jeder Seite über Wett-Apps fehlt. Kein Anbieter in Deutschland
darf Spieler im Unter-18-Bereich ansprechen, keiner darf aktive Sportler oder Funktionäre in der
Werbung zeigen. Werbeeinspielungen in einem Kanal unmittelbar vor oder während der Live-Übertragung
eines Ereignisses, auf das gewettet werden kann, sind für Sportwetten untersagt. Die oft zitierte
Sperre zwischen 6 und 21 Uhr gilt dagegen für Spielautomaten, Online-Poker und Online-Casino — nicht
für Sportwetten. Wer sie auf einen Sportwettenanbieter anwendet, hat eine Regel für die falsche
Produktart gelesen.
Quotenschlüssel und Marge: der Preis, der auf keinem Wettschein steht
Die Quote ist kein neutraler Marktpreis. Sie enthält den Anteil, den der Veranstalter einbehält.
Quotenschlüssel oder Auszahlungsquote nennt die Branche den Teil aller Einsätze eines Marktes, der
zurückfließt — rechnet man 1 ÷ (1/Quote₁ + … + 1/Quoteₙ) über alle Ausgänge eines Marktes, erhält man
ihn; die Marge ist 100 % minus diesem Wert. Eine Quote von 1,90 gegen 1,90 auf zwei Ausgänge hat
einen Auszahlungsanteil von rund 95 % und damit eine Marge von ungefähr 5 %. Der Marktmittelwert
liegt in Deutschland in ähnlicher Größenordnung; ein Quotenschlüssel ist eine Marktkennzahl ohne
gesetzliche Vorgabe, kein behördlich festgesetzter Wert.
Was das für den Leser bedeutet, lässt sich in einem Satz sagen: Von jedem Euro, der in einen
1X2-Markt fließt, kommt langfristig deutlich weniger als ein Euro zurück. Die App zeigt diesen Anteil
nirgends an. Sie zeigt die Quote, und die Quote ist die Zahl nach Abzug.
Die Rechtslage: Erlaubnis, Whitelist und der Unterschied zu Offshore
In Deutschland gilt seit dem 1. Juli 2021 der Glücksspielstaatsvertrag 2021. Zuständig ist die
Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale). Sie erteilt die bundesweite
Erlaubnis für das Veranstalten und Vermitteln von Sportwetten im Internet nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 und
§ 27f Abs. 1 GlüStV 2021, sie beaufsichtigt und sie kann Bußgelder verhängen. Die Steuer ist Sache des
Finanzamts, nicht der Aufsichtsbehörde. Wer sich über eine App oder einen Anbieter informieren will,
prüft eine einzige Stelle: die Whitelist der Behörde nach § 9 Abs. 8 GlüStV 2021.

Auf dieser Liste stehen 30 Einträge mit Stand 02.10.2026: 27 Inhaber mit einer Sportwetten-Erlaubnis
(davon zwei auch für Pferdewetten) und drei ausschließlich für Pferdewetten. Alle gelisteten Domains
sind .de-Domains. Eine Sportwetten-Erlaubnis läuft fünf Jahre, aber die Whitelist nennt nur
Erteilungsdaten, kein Enddatum — von „läuft bis“ sollte niemand schreiben, der nicht mehr weiß als
die Liste. Und nur die Domain, die unter der Sportwetten-Erlaubnis steht, veranstaltet Sportwetten:
Slots-, Poker- oder Casino-Erlaubnisse desselben Halters sind andere Erlaubnisse mit anderen Regeln.
Live-Wetten in der App: was während des Spiels erlaubt ist
Live-Wetten sind erlaubt, aber auf einer kurzen Liste. Während eines laufenden Ereignisses darf nur
auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente in
Sportarten gewettet werden, in denen solche Ereignisse selten sind. Praktisch heißt das: das nächste
Tor beim Fußball ja, der nächste Satz beim Tennis ja — der nächste Punkt beim Tennis und der nächste
Korb beim Basketball nicht.
Dazu kommen Ausschlüsse, die die Behörde nach § 21 Abs. 1a jedem Anbieter vorschreibt. Nicht erlaubt
sind Wetten auf Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure beteiligt sind —
nach der Praxis der Behörde zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich. Nicht erlaubt
sind manipulationsanfällige Wetten sowie Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung. Wetten
auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse sind nicht zulässig. E-Sport ist vom erlaubten
Angebot ausgenommen: Die Behörde stellt fest, dass Wetten auf E-Sport nicht möglich sind, weil
E-Sport nicht als Sport anerkannt ist. Ein lizenziertes E-Sport-Wetten gibt es in Deutschland nicht.
Über virtuelle Sportarten ist an dieser Stelle nichts festgestellt, und deshalb steht darüber hier
nichts. Cash-out schließlich ist keine gesetzlich geregelte Wettart: Es gibt keine Vorschrift der
Behörde dazu, also ist es ein Feature des jeweiligen Anbieters und nach dessen Bedingungen zu
beurteilen.
Warum Krypto und anonyme Zahlung nicht zusammen mit einer Erlaubnis auftreten
§ 6b Abs. 4 GlüStV 2021 schreibt vor, dass Einzahlungen nur von einem Zahlungskonto im Namen des
Spielers bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut erfolgen dürfen. Anonyme
Zahlungsmittel sind unzulässig. Daraus folgt ohne Auslegungsspielraum: Krypto, anonyme Prepaid-Karten
und die Abrechnung über die Mobilfunkrechnung sind bei erlaubten Anbietern ausgeschlossen — nicht
geduldet, nicht begrenzt, ausgeschlossen. Wer eine App findet, die Bitcoin annimmt, hat den Nachweis
geführt, dass hinter dieser App keine deutsche Erlaubnis steht.
Für nicht erlaubte Angebote gilt ein eigener Rechtsrahmen. Sportwetten für Personen in Deutschland
ohne deutsche Erlaubnis anzubieten, ist unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV 2021. Eine
Curaçao-, Anjouan- oder Malta-Lizenz hat in Deutschland keine Bedeutung. Das Veranstalten ist nach
§ 284 StGB mit bis zu zwei Jahren Freiheitstrafe oder Geldstrafe bedroht, die Werbung dafür mit bis zu
einem Jahr, die Teilnahme nach § 285 StGB mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe. Strafverfahren
gegen einzelne Spieler sind nicht festzustellen — das ist weder ein Freibrief noch ein Grund zur
Dramatisierung. Die Behörde geht gegen Anbieter und Vertriebswege vor: Untersagungsverfügungen,
Zahlungsblockaden und Netzsperren nach § 9 GlüStV 2021. Am 17. September 2026 hat sie Verbraucher
ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten gewarnt.
Betrugs- und Rückzahlungsklagen: der Stand der Rechtsprechung
Zivilgerichte haben in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung von
Wetteinsätzen verurteilt, und die Frage liegt inzwischen beim Europäischen Gerichtshof. Der
Bundesgerichtshof hat dem EuGH am 25. Juli 2024 die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit
der Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht (Az. I ZR 90/23); der Kläger fordert von
Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Generalanwalt
Nicholas Emiliou hält es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24, Tipico)
grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten
— mit einer Ausnahme: Behörden haben zugesichert, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen.
Schlussanträge sind kein Urteil. Zugesagt wird hier niemandem etwas, und wer heute bei einem Anbieter
ohne deutsche Erlaubnis spielt, sollte nicht mit einer Rückzahlung planen.
Sportwettensteuer: 5,3 % — und wer sie schuldet
Die Sportwettensteuer steht in den §§ 16 bis 25 des Rennwett- und Lotteriegesetzes. Der Satz beträgt
5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz, vermindert um die Steuer selbst“ (§§ 17, 18 RennwLottG), was
in Bezug auf den eingezahlten Betrag etwa 5,03 % entspricht. Schuldner ist der Veranstalter der Wette,
nicht der Spieler (§ 19 RennwLottG). Ob und wie er sie weitergibt, entscheidet er selbst; ob ein
Anbieter sie in seine Quoten einrechnet, steht nur in dessen eigenen Bedingungen. Und die Steuer
trifft auch nicht erlaubte Anbieter — gezahlte Wettsteuer ist kein Nachweis einer Erlaubnis.
Erlaubnis und trotzdem kein Freibrief: was die Marktseite offen lässt
Der Glücksspielstaatsvertrag enthält keine Vorschrift, die einen Bonus für Sportwetten festsetzt oder
begrenzt. Beträge, Umsatzbedingungen und Mindestquoten eines Bonus stehen ausschließlich in den
Bedingungen des jeweiligen Anbieters. Nur Erlaubnisinhaber dürfen überhaupt werben (§ 5 Abs. 7
GlüStV 2021), und das Verbot der Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären sowie des
Affiliate-Geschäfts nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz steht in § 5 Abs. 3 und 6. Für Spieler
bedeutet das: Der Vergleich von Boni ist ein Vergleich von Vertragstexten, nicht von Werbeversprechen.
Wodurch sich eine App ohne deutsche Erlaubnis zu erkennen gibt
Drei Merkmale reichen. Erstens das Zahlungsmittel: Krypto, anonymes Prepaid und Mobilfunkrechnung
schließen eine deutsche Erlaubnis begrifflich aus. Zweitens das Fehlen von OASIS und LUGAS — wer sich
registriert, ohne über ein Sperrsystem geprüft zu werden, spielt außerhalb des Regimes. Drittens die
Domain: Nur die auf der Whitelist geführte .de-Domain trägt die Sportwetten-Erlaubnis; eine Adresse
ohne diesen Eintrag ist keine. Was dort fehlt, ist ein Paket: kein Einzahlungslimit, keine
Sperrmöglichkeit über OASIS, keine Aufsicht, keine deutsche Rechtsdurchsetzung — und als Gegenwert
höhere Limits und eine geringere Verifizierungshürde. Das ist ein echter Tausch. Nur sollte ihn
niemand für einen Vorteil halten, ohne den Preis zu nennen.
Die Apps im Einzelnen: zehn Anbieter und was ihre Bedingungen kosten
bet-at-home: Live-Funktionen und ein Konto, das jeder prüft
Die bet-at-home-Sportwetten-App wirbt mit Live-Wetten, Cash-Out und Bet-Builder sowie mit Live-Scores
von Flashscore und Fotmob. Als Anbieter der App tritt die Bet-at-home.com Internet Ltd. mit Sitz in
Mosta, Malta auf und bezeichnet sich selbst als offiziell lizenzierter, von der Gemeinsamen
Glücksspielbehörde der Länder beaufsichtigter Sportwettenanbieter. Die Whitelist führt für
Bet-at-home.de die Bet-at-home.com Internet Limited; die Erlaubnis für Sportwetten wurde am 2.
November 2020 erstmals erteilt, eine Folgeerlaubnis am 22. Dezember 2022. Die Liste nennt kein
Enddatum.
Der Bet-Builder ist das Feature, das in der Praxis am meisten kostet, ohne dass es wie ein Preis
aussieht: Kombiniert man mehrere Märkte eines Spiels, multiplizieren sich die Quoten der
Einzelmärkte, und die Marge des Veranstalters fällt auf jeden einzelnen Baustein an. Ein
zusammengesetzter Wettschein mit fünf Positionen trägt also fünf Margen, nicht eine. Wer den
Bet-Builder als Komfortfunktion liest, zahlt für den Komfort mit einer zusätzlichen Marge pro
Auswahl. Dass bet-at-home daneben Live-Scores von Flashscore und Fotmob einbindet, ist ein
Zugeständnis an ein Publikum, das die Statistik ohnehin offen hat — die App will verhindern, dass
dieses Publikum zwischen zwei Bildschirmen wechselt.
Fazit: Für Live-Wetter, die eine Wette während des Spiels umbauen und früh schließen wollen, ist
das Angebot komplett — nur sollte niemand glauben, der Bet-Builder senke den Preis einer Kombiwette.
Er erhöht ihn.
Tipico: Cash-out als Kontrolle und die Frage, wem sie nützt
Die Tipico Sportwetten App wird im Apple App Store vom Entwickler Tipico B2B Ltd angeboten. In der
Entwicklerbeschreibung werden „Tipico Cashout“ als Kontrolle über den Wettschein und Live-Wetten auch
während des Fußballspiels genannt. Die Whitelist führt für Tipico.de die Tipico Co. Limited als
Inhaberin der Sportwetten-Erlaubnis, erstmals erteilt am 9. Oktober 2020, mit Folgeerlaubnis vom 9.
Dezember 2022.
„Kontrolle über den Wettschein“ ist die Formulierung, die ich auf dieser Seite am liebsten
auseinandernehme. Ein Cash-out beendet eine Wette zu einem Preis, den der Veranstalter stellt — nicht
der Wettende. Der Anbieter kennt die Position, die der Kunde hält, und er kennt den Markt; er setzt
den Betrag so, dass die eigene Erwartung stimmt. Kontrolle hat der Kunde über die Entscheidung, nicht
über den Preis. Dass Tipico Live-Wetten während des Fußballspiels hervorhebt, ist dagegen ein
Hinweis auf die erlaubten Live-Märkte: Während des Spiels geht in Deutschland Endresultat oder
nächstes Tor, mehr nicht. Die App ist für diese kurze Liste gebaut.
Fazit: Der Anbieter ist einer der ältesten auf der Whitelist, und sein Live-Spielzug ist sauber
gebaut — die Kosten sitzen im Cash-out-Kurs, nicht in einer Gebühr, und genau dort muss man hinsehen.
Bet3000: die Erlaubnis mit dem jüngsten Erstdatum
Als Veranstalter der Sportwetten unter Bet3000.de führt die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder
die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta. Die Erlaubnis für Bet3000.de ist dort mit
dem Erstdatum 22. April 2026 verzeichnet — das jüngste Erst- oder Folgeerlaubnisdatum unter den zehn
Anbietern auf dieser Seite.
Wer eine Sportwetten-Erlaubnis erst seit dem Frühjahr hat, startet nicht mit einem Nachteil, sondern
mit einer offenen Frage: ob die App in ihrer Bedienung an die Konkurrenz heranreicht, die seit 2020
am Markt ist. Das ist kein Vorwurf, sondern eine Prüfaufgabe, die man selbst erledigt — Wettschein
aufbauen, Ladezeit im Livebetrieb beobachten, Zahlungswege im eigenen Konto durchsehen. Der Vorteil
eines späten Starts liegt darin, dass die Erlaubnis für die deutsche Domain sauber dokumentiert ist
und kein Altbestand aus einer Zeit ohne Erlaubnis mitgeschleppt wird.
Fazit: Ein Neuzugang mit ordentlicher Papierlage — wer eine Wechseloption sucht und dabei weniger
Wert auf eine jahrelang eingespielte Oberfläche legt, findet hier die jüngste Whitelist-Zeile des
Vergleichs.
NEO.bet: Live-Quoten, Teil-Cashout und eine Lizenzangabe, die man nachprüfen kann
Zu den Funktionen der NEO.bet-App zählen laut Entwickler Live-Quoten und Live-Wetten sowie Cashout
und Teil-Cashout. Die App beschreibt sich im App Store als lizenzierter Sportwettenanbieter mit
deutscher Lizenz; als Anbieter wird die Greenvest Betting Limited genannt. Die Whitelist führt für
NEO.bet dieselbe Greenvest Betting Limited, mit Ersterlaubnis vom 9. Oktober 2020 und
Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022.
Der Teil-Cashout ist die ehrlichere Variante des Ausstiegs: Statt die gesamte Wette zu schließen,
wird ein Teil herausgenommen. Das reduziert den Betrag, über den der Veranstalter noch gegen den
Kunden arbeitet, und es reduziert den Betrag, den der Kunde noch gewinnen oder verlieren kann.
Wer eine Position halbieren will, statt sie aufzugeben, bekommt ein Werkzeug dafür — und zahlt dafür
den Kurs, den der Anbieter zu diesem Zeitpunkt stellt. Dass App-Store-Zeile und Whitelist-Zeile hier
denselben Namen nennen, ist unspektakulär und trotzdem der angenehmste Befund: nichts, was man
auseinanderhalten müsste.
Fazit: Für Wettende, die ihre Kombiwetten nicht schwarz oder weiß auflösen wollen, ist der
Teil-Cashout das entscheidende Merkmal — der Preis dieser Entscheidungsfreiheit ist der Kurs zum
Zeitpunkt des Klicks.
Betano: Streaming ab Mindestguthaben und ein voller Zahlungsblock
Die App „Betano Sportwetten und Slots“ wird im Apple App Store von der KAIZEN GAMING INTERNATIONAL
LIMITED angeboten; die Entwicklerbeschreibung nennt Bet Builder, Cash Out und Live-Streaming unter
anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Die Whitelist führt für
Betano.de dagegen die Betkick Sportsbetting Limited mit Sitz in San Giljan, Malta, mit Ersterlaubnis
vom 19. Februar 2021 und Folgeerlaubnis vom 16. Dezember 2022.
Zwei Dinge fallen hier zusammen. Erstens: Das Streaming steht laut App-Beschreibung verifizierten
Kunden ab einem bestimmten Mindestguthaben zur Verfügung — eine Funktion, die nur existiert, weil
Geld im Konto liegt, das nicht im Spiel ist. Zweitens: Als Zahlungsmethoden für Ein- und Auszahlung
nennt die Beschreibung unter anderem Apple Pay, Google Pay, PayPal, Klarna Sofortüberweisung, Betano
Cash und Kreditkarten. Das ist der breiteste Zahlungsblock in diesem Vergleich, und er ist ein
Kostenvorteil eigener Art: Wer ohnehin mehrere Wege offen haben will, findet sie hier. Auf der
Kontoebene ist der Zeitraum von der Einzahlung bis zur Rückzahlung kurz, und wer kurzfristig Geld
herausnehmen muss, merkt das.
Fazit: Der Preis des Streamings ist gebundenes Guthaben, der Nutzen liegt im Zahlungsmix — wer
bei Ein- und Auszahlung flexibel sein will und ein Guthaben ohnehin im Konto hält, fährt hier am
reibungslosesten.
888sport: ein börsennotierter Mutterkonzern und was er über die App sagt
Die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar ist die Holdinggesellschaft der 888-Gruppe, zu der
888sport gehört; die Aktie ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert. Die
Whitelist führt für 888sport die 888 Germany Limited, mit Ersterlaubnis vom 30. Juni 2021 und
Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022.
Eine Börsennotierung ist kein Spielerschutz — sie ist eine Buchhaltungspflicht. Der Nutzen für den
Leser ist ein anderer: Ein börsennotierter Konzern muss seine Zahlen veröffentlichen, und wer wissen
will, wie sich ein Anbieter in schwierigen Jahren verhalten hat, findet dort mehr als in einer
App-Beschreibung. Für den Kunden ändert das nichts an den Bedingungen, die für seine Wette gelten.
Wer auf eine App wechselt, weil der Mutterkonzern an einer Börse hängt, wechselt auf einen
Rechenschaftsstandard, nicht auf eine bessere Quote.
Fazit: Die Konzernstruktur ist ein Recherchevorteil, kein Wettvorteil — wer 888sport wählt, sollte
es wegen der App tun und nicht wegen des Börsengangs von 2005.
Interwetten: Cash-Out, Top-Quoten und die Frage, was „Top“ heißt
Die App „Interwetten: Sportwetten DE“ wird im Apple App Store von der Interwetten Gaming Ltd
angeboten; die Entwicklerbeschreibung nennt eine Cash-Out-Funktion sowie Top-Quoten für Live- und
Pregame-Wetten. Die Whitelist führt für Interwetten.de die Interwetten Gaming Limited, mit
Ersterlaubnis vom 2. November 2020 und Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022.
„Top-Quoten“ ist das Werbewort, das jeden Vergleich verdirbt, weil es nichts festlegt. Kein Anbieter
schreibt daneben, in welchem Markt er besser steht. Eine Quote ist nur gegen eine zweite Quote
derselben Veranstaltung und desselben Marktes prüfbar, und sie gilt zu dem Zeitpunkt, zu dem man sie
sieht. Wer unter mehreren Apps wählen kann, hat deshalb mehr Kontrolle über den Preis als wer bei
einer bleibt: zwei Wettscheine auf demselben Telefon sind eine Preisverhandlung, die der Wettende
führt.
Fazit: Der Zugang zu Live- und Pregame-Märkten ist vollständig vorhanden, die Bezeichnung als
Spitze bleibt Behauptung — verlässlich ist hier die Erlaubniszeile, nicht das Werbewort.
Betway: Livewetten, Livestreams und ein Verweis auf die Whitelist
Die Betway-App „Betway Sports Live Sportwetten“ nennt im App Store als Anbieter die Digital
Outsource International Limited in London und verweist auf eine „Deutsche Lizenz (Whitelist)“;
angeboten werden Livewetten und Livestreams. Die Whitelist führt für Betway.de die Betway Limited,
mit Ersterlaubnis vom 9. März 2021 und Folgeerlaubnis vom 23. Dezember 2022.
Zwei verschiedene Namen, ein Verweis auf die Whitelist — das ist der Normalfall und kein Fehler:
Entwickler und Erlaubnisinhaber sind unterschiedliche Rechtspersonen. Wer prüfen will, tut es an der
einzigen belastbaren Stelle, der Liste selbst, und nicht in der Store-Zeile. Der Stream wiederum
nutzt die Wette auf ein Endergebnis, und im Fußball heißt das: Die Übertragung ist länger als die
Auswahl an Live-Märkten, die die Behörde zulässt. Das ist kein Mangel der App, sondern der Rahmen, in
dem jede App arbeitet.
Fazit: Ein in Großbritannien und darüber hinaus aufgestellter Anbieter — hier zählt die deutsche
Domain samt Eintrag, und die ist vorhanden.
Tipwin: Live-Wetten, Teil-Cashout und Videoübertragung ausgewählter Ereignisse
Die Tipwin-App bietet Live-Wetten, Cashout ganz oder teilweise, Videoübertragung ausgewählter
Ereignisse und Live-Statistiken; als Anbieter ist die Tipwin Limited mit Sitz in Paola, Malta
genannt. Die Whitelist führt für Tipwin.de die Tipwin Limited, mit Ersterlaubnis vom 9. Oktober 2020
und Folgeerlaubnissen vom 27. Dezember 2022 und vom 9. Januar 2024 — die einzige Zeile in diesem
Vergleich mit zwei Folgeerlaubnissen.
„Ganz oder teilweise“ beim Cashout ist ein feiner Unterschied mit Wirkung: Ein teilweiser Ausstieg
ist kein Notausgang, sondern eine Positionsverkleinerung, und er verschiebt die Rechnung nur. Der
zweite Punkt ist die Videoübertragung ausgewählter Ereignisse. Ausgewählte Ereignisse bleiben
ausgewählt — was nicht übertragen wird, wird auch nicht gezeigt, und wer die Übertragung als
Vollprogramm liest, hat die Beschreibung großzügig ausgelegt. Live-Statistiken daneben sind die
Zahlen, die man beim Live-Wetten wirklich braucht, weil man im laufenden Spiel nur auf Endergebnis
oder das nächste seltene Ereignis setzen darf.
Fazit: Die beiden Folgeerlaubnisse sind kein Zufall, sondern die Papierspur eines Anbieters, der
seine deutsche Zulassung über Jahre gepflegt hat — wer eine App sucht, die Live-Statistik und
Teilausstieg verbindet, wird hier fündig.
Tiptorro: Aufsicht nennen, Cash-Out liefern
Die Tiptorro-App wird im App Store von der Torro Tec Limited mit Sitz in Malta angeboten; diese
beschreibt sich als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der Gemeinsamen
Glücksspielbehörde der Länder und verweist auf die Whitelist. Die Whitelist führt für Tiptorro.de
dieselbe Torro Tec Limited, mit Ersterlaubnis vom 30. Juni 2021 und Folgeerlaubnis vom 27. Dezember
- Die Entwicklerbeschreibung der App führt Cash-Out direkt im Wettschein.
Sich auf die Aufsicht zu berufen statt mit „Top-Quoten“ zu werben, ist die sympathischere
Reihenfolge. Es ändert nichts an den Bedingungen der einzelnen Wette, aber es verschiebt die Frage
dorthin, wo sie hingehört: Wer eine App ohne Whitelist-Eintrag nutzt, hat keine Aufsicht hinter sich,
und dieser Unterschied lässt sich nicht mit einer Funktion ausgleichen. Cash-Out im Wettschein ist
dabei die Funktion, die im Alltag am häufigsten benutzt wird und am wenigsten verstanden: Der
Ausstiegspreis kommt vom Anbieter, und wer ihn nimmt, akzeptiert einen Kurs, den er nicht verhandelt.
Fazit: Wer weniger auf ein besonders breites Funktionspaket schaut als auf eine saubere
Erlaubniszeile, findet hier einen der geradlinigsten Auftritte des Vergleichs — und einen Cash-out,
dessen Kurs weiterhin der Anbieter stellt.
MERKUR BETS: über 70 Sportarten und über 250.000 Wettmöglichkeiten in einer Gratis-App
Die MERKUR-BETS-App für Android und iOS ist kostenlos; sie nennt „über 70 Sportarten und mehr als
250.000 Vorab- und Live-Wettmöglichkeiten“ und enthält in derselben App auch MERKUR SLOTS. Der
Cashout ist nach Abgabe der Wette jederzeit nutzbar, in der App unter „Meine Wetten“ über den gelben
Cashout-Button; der Betrag wird jedoch erst ausgezahlt, wenn alle Spiele des Wettscheins beendet und
abgerechnet sind.
Die Zahl der Wettmöglichkeiten ist eine Kataloggröße, keine Preisgröße. 250.000 Optionen sagen
nichts darüber, wie viel von jedem Euro zurückfließt, und in einem Katalog dieser Breite sitzen
zwangsläufig auch Märkte mit dünner Bepreisung. Die zweite Beobachtung ist die wichtigere: In
derselben App liegt ein Automatenbereich. Wer dort spielt, spielt nicht unter einer
Sportwetten-Erlaubnis — Slots sind eine eigene Erlaubnis mit eigenen Regeln, und das sollte man
wissen, bevor man den Bereich öffnet. Der Cashout wiederum ist ein schönes Beispiel für eine
Funktion, die sich wie eine Auszahlung anfühlt und eine Vormerkung ist: Der Knopf ist gelb, das Geld
kommt später.
Fazit: Der Umfang ist echt und die App kostenlos — der Preis versteckt sich in den dünn
bepreisten Randmärkten und in der Nachbarschaft eines Automatenbereichs, den die Sportwetten-Erlaubnis
nicht abdeckt.
sportwetten.de: PayPal, Face ID und eine Cash-Out-Liste
Die Sportwetten-App von sportwetten.de enthält eine Cash-Out-Liste mit Teil-Cash-Out-Funktion, einen
Live Match Tracker, PayPal-Einzahlungen und Anmeldung per Face ID; als Anbieter ist die NetX Betting
Limited genannt. Für die Sportwetten-Erlaubnis der Domain sportwetten.de führt die Whitelist der
Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die 888 Germany Limited, die dort seit dem 30. Juni 2021
steht, mit Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022.
Ein Anbieter, ein Erlaubnisinhaber, zwei professionelle Rollen — und ein Name, der wie eine Adresse
aussieht und trotzdem als Marke geführt wird. Die Bequemlichkeitsseite ist hier überdurchschnittlich:
PayPal im Einzahlungsweg, Face ID statt Passworttippen. Beides senkt die Reibung, und niedrigere
Reibung ist beim Wetten nicht automatisch gut für den Kunden — sie senkt die Hürde, die zwischen
einem Impuls und einer Wette steht. Die Cash-Out-Liste mit Teilfunktion ist das Gegenstück: Wer
vorher sehen will, welche Wetten er überhaupt schließen kann, bekommt eine Übersicht statt eines
Ausprobierens. Das ist ehrlicher als ein Feature, über dessen Verfügbarkeit man erst beim Klick
informiert wird.
Fazit: Die Bedienung ist auf Tempo gebaut, und das ist ein zweischneidiges Kompliment — wer die
Reibungsarmut als Erleichterung nutzt, nicht als Anlass, kommt mit den Zahlungswegen und der
Cash-Out-Übersicht am besten zurecht.
Kriterien, die diesen Vergleich tragen — und die Grenze des Vergleichs
Zehn Apps mit deutscher Erlaubnis, und am Ende bleibt die Frage, welche davon der einzelne Leser
einordnen kann. Die Auswahl stand auf keinem Werbeetat, sondern auf der Whitelist. Alle zehn
Anbieter haben eine Sportwetten-Erlaubnis für ihre deutsche Domain, alle zehn nennen einen
Erlaubnisinhaber mit Sitz außerhalb Deutschlands, in Malta, Gibraltar oder London. Der Unterschied
zwischen ihnen liegt nicht in der Erlaubnis — die haben sie alle — sondern darin, was in der
jeweiligen App daneben passiert.
Die Kriterien, nach denen hier geordnet wurde, sind in dieser Rangfolge zu lesen: Erlaubnis und
Erlaubnisinhaber, dann Bedienung im Livebetrieb, dann das Quotenniveau und der Preis der Funktionen,
dann die Zahlungswege, dann die Frage, welche Bedingungen an ein Startguthaben oder einen Willkommens-
bonus geknüpft sind. Wer in einer App ein Feature sucht und in einer anderen einen Zahlungsweg, hat
zwei Angebote, die nicht dieselbe Rechnung haben.
Dazu die wichtigste Grenze: Kein Anbieter gibt hier einen Quotenschlüssel an, und kein Anbieter legt
offen, wie sich sein Bonus über den Umsatz zurückrechnet. Beides ist Sache der Bedingungen des
einzelnen Anbieters, und beides lässt sich nur dort nachlesen. Die Zahl, die auf einer Seite wie
dieser dazugehört, ist deshalb keine Quote, sondern eine Frage an den Wettschein: Was bleibt von
diesem Euro übrig, wenn der Markt im Mittel zurückzahlt?
Häufige Fragen zu Wett-Apps in Deutschland
Welche Wett-App ist die beste, und was zählt außer der Quote?
Für die Auswahl zählt zuerst die Erlaubnis, dann die Bedienung, dann der Preis. Auf der Whitelist
stehen 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis, Stand 02.10.2026. Entscheidend ist deshalb weniger die
Quote im Werbebild als das, was daneben steht: Quotenschlüssel, Live-Markt, Umsatzbedingungen eines
Startguthabens.
Wie funktioniert Live-Wetten in der App, und was ist während des Spiels erlaubt?
Während eines laufenden Ereignisses sind nach § 21 Abs. 4 GlüStV 2021 nur Wetten auf das Endergebnis
oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche seltene Komponente erlaubt. Beim
Fußball ist das nächste Tor möglich, der nächste Punkt beim Tennis nicht. Die App setzt den Rahmen um.
Welche App eignet sich für Fußballwetten für Anfänger?
Anfänger brauchen drei Dinge in dieser Reihenfolge: einen kurzen Wettschein, eine klare Anzeige der
Einzahlung, ein Konto, das nach den ersten Tagen nicht gesperrt ist. MERKUR BETS, Tipico und
sportwetten.de zeigen die Wettscheinlogik sichtbar; entscheidend ist weniger die Anbieterliste als
die Verifizierung vor der ersten Einzahlung.
Wie ist ein Startguthaben einzuordnen, und welche Umsatzbedingungen gelten?
Ein Startguthaben ist eine Gratiswette, kein Geschenk. Die Bedingungen stehen ausschließlich in den
Anbieterbedingungen; der Glücksspielstaatsvertrag setzt keine Quote und keinen Umsatz fest. Zwei
Größen entscheiden: die Mindestquote, ab der Einsätze überhaupt zählen, und der Umsatzfaktor, der aus
dem Guthaben eine Aufgabe macht.
Welche Zahlungsregel gilt, und warum sind Krypto-Zahlungen ausgeschlossen?
§ 6b Abs. 4 GlüStV 2021 verlangt ein Zahlungskonto im Namen des Spielers bei einem nach dem
Geldwäschegesetz verpflichteten Institut. Anonyme Mittel sind ausgeschlossen — deshalb scheiden
Krypto, anonymes Prepaid und Mobilfunkrechnung bei erlaubten Anbietern aus. Die Regel schützt, sie
kostet aber Flexibilität.
Woran erkennt man eine App ohne deutsche Erlaubnis?
An drei Merkmalen: Krypto oder Mobilfunkrechnung als Zahlungsweg, fehlende OASIS- und LUGAS-Anbindung
bei der Registrierung, und eine Domain, die nicht auf der Whitelist steht. Dort fehlen OASIS, das
Einzahlungslimit und der Panikbutton — dafür sind höhere Limits möglich, ohne deutschen Rechtsschutz.
Apps – Sportwetten Bonus
Inhalt erstellt vom Team «Sportwetten Bonus»
