Die besten Sportwetten-Apps für Deutschland — geprüft an Erlaubnis, Bedienung und dem, was der Bonus verlangt
30. Oktober 2026 — geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand der Liste 02.10.2026.

Kein Bonus dieser Welt ändert etwas an der Zahl, die seit dem Sommer 2021 über jedem deutschen Wettkonto steht: 1.000 € im Kalendermonat, über alle Anbieter hinweg, durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei. Daran kommt keine App vorbei, kein Willkommensangebot, keine Sonderaktion. Wer zehn Sportwetten-Apps vergleicht und dabei nur die Quoten und die Werbebotschaften auf dem Startbildschirm ansieht, vergleicht die falschen Dinge. Was eine App für den Einzelnen wirklich kostet, steht an drei Stellen: in der Umsatzbedingung eines Bonus, in der Mindestquote, ab der Einsätze überhaupt zählen, und in der Frage, ob hinter der App ein Anbieter mit deutscher Erlaubnis steht oder ein Server irgendwo, den niemand hier kontrolliert. Dieser Text nimmt die drei Stellen auseinander.
Zehn Angebote stehen am Ende namentlich da, dazu das, was in dieser Branche selten ausgesprochen wird: Der Betreiber setzt seine Marge in jede Quote hinein, und er entscheidet, ob die Sportwettensteuer in der Quote steckt oder nicht. Der Spielerschutz dagegen ist keine Entscheidung des Betreibers. Er ist Gesetz, und er ist auf dem Handy derselbe wie am Rechner.
Was Spielerschutz auf dem Handy praktisch bedeutet
Ein Werbebild zeigt ein Stadion, ein Handy, eine jubelnde Menge. Es zeigt nicht, dass die App beim Anmelden zuerst das Sperrsystem fragt, bevor sie irgendetwas anderes tut. Genau das passiert aber. Wer in OASIS gesperrt ist, kommt in keiner erlaubten App weiter — nicht nach zwei Minuten, nicht nach zwei Versuchen, nicht mit einem neuen Konto bei einem anderen Anbieter. Die Sperre hängt an der Person, nicht am Gerät.

Alter, Konto und Verifizierung: die ersten Minuten mit einer Wett-App
Das Mindestalter liegt bei 18 Jahren, ohne Ausnahme. Der Punkt, über den in App-Bewertungen am seltensten geschrieben wird, ist die Verifizierung: Ein Anbieter darf nach § 6a GlüStV ein Konto vor der vollständigen Prüfung der Identität höchstens 72 Stunden bespielen lassen, und in diesem Fenster liegt die Einzahlungsgrenze bei 100 €, Auszahlungen gibt es keine. Wer also in der Mittagspause ein Konto eröffnet, einzahlt und sofort gewinnen will, kann gewinnen — er bekommt nur nichts davon, bis der Ausweis durch ist. Praktisch bedeutet das: Personalausweis oder Pass bereithalten, die Adresse muss zum Zahlungskonto passen, und wer bei den Angaben großzügig war, erlebt, dass die Auszahlung genau an dieser Stelle steht und nicht weitergeht.
Ein Konto pro Anbieter. Klingt harmlos, ist es nicht: Die Aktivitätsdatei erfasst paralleles Spiel bei mehreren Anbietern, und wer mit mehreren Konten jongliert, verstößt nicht gegen eine Hausordnung, sondern gegen § 6h GlüStV. Der Ärger, den das erzeugt, landet am Ende bei dem, der ihn verursacht hat.

OASIS und der Panikbutton: was sie tun und was nicht
OASIS ist das bundesweite Spielersperrsystem, in das Anbieter vor der Registrierung und bei jedem Login hineinschauen. Wer sich selbst sperren lässt und dabei einen Zeitraum nennt, ist mindestens drei Monate draußen; nennt er keinen, mindestens ein Jahr. Das ist kein Formular, das man zurücksetzt. Für den Moment, in dem jemand merkt, dass die Sitzung gerade kippt, gibt es den Panikbutton nach § 6i Abs. 3 GlüStV: Er löst sofort eine Sperre von 24 Stunden aus, ohne Diskussion, ohne Rückfrage, und danach sieht man weiter. Diese beiden Werkzeuge sind die wichtigsten Knöpfe in der ganzen App — wichtiger als jeder Cashout-Button, weil sie in einer Situation helfen, in der kein Cashout der Welt mehr hilft.
Ein Punkt, der in Werbetexten nicht vorkommt: Anbieter ohne deutsche Erlaubnis hängen an keinem der beiden Systeme. Eine Sperre, die man dort selbst auslöst, gilt dort, für dieses eine Konto. Ein Anbieterwechsel macht sie gegenstandslos.
Das Limit von 1.000 € und wer es anheben darf
Das Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 GlüStV beträgt 1.000 € pro Kalendermonat, standardmäßig und über alle Anbieter zusammen. Es gilt also nicht pro App: Zwei Apps mit je 600 € im Monat sind zusammen 1.200 €, und die 1.200 € kollidieren mit der Grenze. Genau deshalb gibt es LUGAS, die Limitdatei, in der die Einzahlungen zusammenlaufen. Ein niedrigeres Limit gilt sofort, wenn man es selbst setzt. Ein höheres setzt nicht der Spielende fest, sondern der Anbieter — und nur auf nachprüfbaren Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, wobei eine Selbstauskunft ausdrücklich nicht genügt. Wer die Erlaubnis dafür hat, kann bis 10.000 € gehen, in engen Fällen bis 30.000 €, was aber für höchstens 1 % der aktiven Spieler eines Anbieters zulässig ist. Absenkungen greifen sofort, Anhebungen erst nach sieben Tagen. Diese Asymmetrie ist Absicht: nach unten lässt sich sofort bremsen, nach oben nur mit Wartezeit und Papier.
Für den Alltag heißt das: Die 1.000 € sind keine Empfehlung, sondern eine Obergrenze, die viele Anbieter ohnehin nicht ausschöpfen müssen. Wer sein eigenes Limit bei 200 € setzt, wird davon in der App nichts Negatives merken außer der einen Sache, die zählt — dass die Zahl nicht mehr dort steht, wo sie im Monat zuvor stand.
Eigenes Geld, eigenes Konto: die Zahlungsregel mit den meisten Folgen
§ 6b Abs. 4 GlüStV verlangt Ein- und Auszahlungen über ein Zahlungskonto auf den eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut. Anonyme Zahlungswege sind damit ausgeschlossen. Das ist die Regel, die Krypto und anonyme Prepaid-Karten aus dem erlaubten deutschen Wettgeschäft heraushält, und sie ist der Grund, warum die Zahlungsliste einer erlaubten App kürzer aussieht als die einer nicht erlaubten. Kein Anbieter kann sich darüber hinwegsetzen, weil es nicht seine Regel ist.
Spielergelder liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto. Wird das Konto geschlossen, ist das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen und ohne Gebühren auszuzahlen (§ 6b Abs. 6-7). Das ist ein Satz, den man in keiner Bonuswerbung liest und der im Streitfall mehr wert ist als jeder Boost.
Wettguthaben und Boni: was sie unter dem Strich kosten
Ein Willkommensangebot ist die freundlichste Zahl auf dem Bildschirm und die einzige, deren Preis nicht dort steht. Der GlüStV setzt für Sportwetten keine Obergrenze für Bonusbeträge, keine Obergrenze für Umsatzbedingungen, keine Mindestquote — all das kommt allein aus den Bedingungen des Anbieters. Wer das nicht weiß, hält einen 100-€-Gutschein für 100 €. Es ist keiner.
Umsatzbedingungen: die eigentliche Rechnung hinter dem Guthaben
Eine Umsatzbedingung sagt, wie oft ein Betrag umgesetzt werden muss, bevor er auszahlbar wird. Steht dort ein Faktor von 5 auf den Bonus, müssen 100 € Wettguthaben fünfmal durch den Wettschein, also 500 € Einsatzvolumen, bevor der Gewinn frei ist. Das ist die Rechnung; alles andere ist Verpackung. Und sie hat eine zweite Seite: Setzt man 500 € bei einer durchschnittlichen Marge um, zahlt man dafür — statistisch, über viele Wetten, nicht bei jedem einzelnen Schein — einen Betrag in der Größenordnung der Marge multipliziert mit dem Umsatz. Ob das Angebot dann noch „gratis“ heißt, darf jeder für sich entscheiden.
Die Dauer ist der zweite Hebel. Ein Angebot mit 30 Tagen Zeit für 500 € Umsatz verlangt ein anderes Verhalten als eines mit 90 Tagen, und ein Zeitfenster, das in eine Urlaubswoche oder eine fußballfreie Phase fällt, ist ein anderes Angebot als dasselbe im Oktober. Wer das Angebot annimmt und dann zwei Wochen nicht zum Wetten kommt, hat die Bedingung schon verloren. Läuft das Fenster ab, bleibt nichts — nicht ein Teil, nichts.
Mindestquote: die stille Bedingung, die die Rechnung verschiebt
Fast jede Umsatzbedingung nennt eine Mindestquote, ab der ein Einsatz überhaupt zählt. Steht sie bei 1,75, ist eine Wette auf einen klaren Favoriten zu 1,30 für die Erfüllung wertlos, obwohl sie denselben Geldbetrag kostet. Der Effekt ist unangenehm und leicht zu übersehen: Der Bonus zwingt dazu, in Preissegmenten zu spielen, in denen das Risiko höher ist, und er verlangt damit genau die Wetten, die man ohne Bonus nicht abgeschlossen hätte. Eine Mindestquote ist keine Formalität, sie ist der Parameter, der den Bonus von einem Nachlass in einen Auftrag verwandelt.
Welche Quote ein bestimmter Anbieter verlangt, steht ausschließlich in seinen eigenen Bedingungen. Ich schreibe hier keine Zahl, weil ich sie nachschlagen und nicht raten möchte — und genau so sollte der Leser es halten.
Gratiswette, Cashback, Quotenboost: drei Dinge, die nicht dasselbe sind
Bei einer Gratiswette ist der Einsatz die Pointe. Er wird üblicherweise nicht mit ausgezahlt: Gewinnt die Wette zu 2,00, kommt der Gewinnanteil zurück, nicht der Einsatz, sodass der Wert der Wette unter ihrem Nennwert liegt. Bei einem Cashback kommt ein Teil des Verlusts zurück, nicht der Gewinn. Bei einem Quotenboost ändert sich eine bereits abgegebene Wette nicht — es entsteht eine zweite, und die zählt für die Umsatzbedingung womöglich anders. Drei Mechaniken, drei völlig unterschiedliche Rechnungen, und der Marketingtext nennt sie gern in einem Atemzug. Wer sie gleich behandelt, vergleicht Äpfel mit Quittungen.
Zu den Regeln dieser Branche gehört außerdem: Nur Erlaubnisinhaber dürfen überhaupt für Sportwetten werben (§ 5 Abs. 7 GlüStV). Ein Anbieter, der mit einem Angebot auftrumpft und nicht auf der Whitelist steht, verrät damit mehr über sich, als jede Prüfung ergeben könnte.
Wo der Bonus auf das Monatslimit trifft
Ein Bonus mit Einzahlung verlangt eine Einzahlung, und diese Einzahlung landet im LUGAS-Topf. Wer 100 € einzahlt, um ein Angebot zu holen, hat 100 € des Monatslimits verbraucht — und wenn das Angebot es verlangt, dass die Bonusbedingungen drei Wochen später noch aktiv sind, braucht es weitere Einsätze, aber keine weitere Einzahlung. Das ist der eine Punkt, an dem sich Bonus und Spielerschutz berühren, und er ist harmlos, solange man ihn kennt. Kritisch wird er für den, der am Monatsende noch eine zweite Einzahlung für dasselbe Angebot plant und merkt, dass die Grenze schon erreicht ist.
Touchscreen statt Desktop: woran sich Wett-Apps wirklich unterscheiden
Eine Wette auf dem Handy in drei Taps abzuschließen ist eine Produkteigenschaft. Eine Wette auf dem Handy in zwölf Taps abzuschließen, mit einem Wettschein, der beim Drehen ins Querformat neu lädt, ist eine andere. Zwischen den Apps liegt genau dieser Unterschied, und im App Store sieht man ihn nicht, weil Screenshots ausgesuchte Zustände zeigen.
Die installierte App und die Mobilversion im Browser
Technisch sind es zwei Produkte. Eine installierte Anwendung darf Push-Benachrichtigungen schicken, läuft flüssiger durch die Navigation und hält Quoten in der Regel mit kürzerer Verzögerung; die Browseransicht spart den Download, funktioniert auf jedem Gerät und ist der Weg für alle, die auf einem fremden Telefon nichts installieren möchten. Ein Funktionsunterschied bleibt bestehen: Einige Funktionen eines Wettscheins sind in der Browseransicht schlichter, und wer den Wettverlauf im Tab statt in der App führt, muss mit einer anderen Sortierung leben.
Wer sich die App installiert, sollte auf das Kleingedruckte des Anbieters schauen, nicht auf das, was in der Store-Beschreibung steht. Die Beschreibungen stammen von den Betreibern und sind Werbung mit Fußnoten.
Was die Store-Beschreibungen der zehn Anbieter nennen
Bet3000, bpremium, VBet, DAZN Bet, 888sport, bwin, Tipico, MERKUR BETS, Sportingbet und NEO.bet sind die Anbieter, die diese Seite namentlich durchgeht. Was deren App-Beschreibungen als Funktionen aufführen, ist eine brauchbare Checkliste, wenn man sie richtig liest: Cashout taucht fast überall auf, Live-Wetten ebenfalls, Livestreams seltener, und ein Bet Builder — das Kombinieren mehrerer Märkte eines Spiels in einer Wette — bleibt eine Spezialität einzelner Häuser.
Live-Wetten und das, was die Erlaubnis erlaubt
Hier hört der App-Vergleich auf, ein Vergleich zu sein. § 21 Abs. 4 GlüStV erlaubt während eines laufenden Ereignisses nur Wetten auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Das nächste Tor im Fußball ist zulässig. Der nächste Punkt im Tennis ist es nicht, der nächste Korb im Basketball auch nicht. Wer eine App nach der Vielfalt ihrer Live-Märkte beurteilt, beurteilt in Wahrheit, wie gut sie diese Grenze ausreizt, nicht wie viel sie bietet. Gegen Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren — in der GGL-Praxis zählt Fußball unterhalb der 3. Liga dazu — sind Wetten gesperrt, ebenso manipulationsträchtige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Bestrafung. E-Sport ist kein anerkannter Sport; in Deutschland gibt es dafür keine Erlaubnis.
Ein Punkt, der in keiner Betriebsbeschreibung als Kostenpunkt auftaucht: Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Wer auf ein Spiel setzt, das eine halbe Stunde später abgepfiffen wird, wartet auf sein Geld bis zur Abrechnung.
Cashout: kein Gesetz, nur ein Knopf
Für Cashout existiert keine gesetzliche oder behördliche Regel. Es ist eine Funktion jedes Anbieters, mit eigenen Bedingungen. Bei MERKUR BETS lässt sich der Cashout nach Abgabe der Wette jederzeit nutzen, in der App über den gelben Cashout-Button unter „Meine Wetten“ — der Betrag wird aber erst ausgezahlt, wenn alle Spiele des Wettscheins beendet und abgerechnet sind. Das ist die Definition dessen, was Cashout in Deutschland meistens ist: eine Preisänderung mit Versprechen, keine freie Verfügung über Geld. Wer glaubt, er könne sich damit seine Einsätze zurückholen, sollte diese eine Zeile aus den Bedingungen lesen, bevor er den Knopf drückt.
Die zehn Wett-Apps im Vergleich
Die Reihenfolge unten ist keine Rangfolge und keine Empfehlung. Sie zeigt die Anbieter, deren Sportdomain auf der Whitelist steht, mit dem Inhaber, den die Liste nennt, und dem Erlaubnisdatum. Die Whitelist führt nur Erteilungsdaten, nie ein Enddatum — ein abgelaufener Eintrag ist dort nicht vorgesehen. Eine erste Erteilung läuft fünf Jahre (§ 4c Abs. 1).
panorami
| Anbieter | Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit | App für |
|---|---|---|---|
| Bet3000 | Sportwetten-Erlaubnis für Bet3000; Inhaber I.B.C. Sportsbetting Limited | 22.04.2026 | iOS und Android |
| bpremium | Sportwetten-Erlaubnis für Bpremium; Inhaber Ladbrokes (Deutschland) Limited | 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 21.12.2022) | — |
| VBet | Sportwetten-Erlaubnis für VBet; Inhaber SCGO Limited | 05.12.2023 | — |
| DAZN Bet | Sportwetten-Erlaubnis für DAZN Bet; Inhaber DZBT Operations Limited | 22.08.2023 | iPhone, Live-Wetten und Cashout im Wettschein |
| 888sport | Sportwetten-Erlaubnis für 888sport; Inhaber 888 Germany Limited | 30.06.2021 (Folgeerlaubnis 15.12.2022) | — |
| bwin | Sportwetten-Erlaubnis für Bwin; Inhaber bwin (Deutschland) Limited | 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 23.12.2022) | iOS: Cashout, Livestreams, Kombi- und Quoten-Boost |
| Tipico | Sportwetten-Erlaubnis für Tipico; Inhaber Tipico Co. Limited | 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 09.12.2022) | iOS: Cashout, Live-Wetten |
| MERKUR BETS | Sportwetten-Erlaubnis für MERKUR BETS; Inhaber Merkur Bets Malta Limited | 06.11.2023 | iOS und Android, über 70 Sportarten |
| Sportingbet | Sportwetten-Erlaubnis für Sportingbet; Inhaber Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 21.12.2022) | — |
| NEO.bet | Sportwetten-Erlaubnis für NEO.bet; Inhaber Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 22.12.2022) | iOS: Live-Quoten, Cashout und Teil-Cashout |
Die Spalte mit den Datumsangaben erzählt die Geschichte dieser Liste. Sechs der zehn Häuser haben ihre erste Erlaubnis im Herbst 2020 erhalten, als der regulierte Markt anlief, und sind 2022 in die Verlängerung gegangen. Bet3000 dagegen steht seit April 2026 in der Liste — nicht weil das Haus neu wäre, sondern weil die Erlaubnis für diese eine Domain neu erteilt wurde. Ein Whitelist-Eintrag mit jungem Datum ist also kein Warnsignal, sondern eine Momentaufnahme des Papiers. Wer die Liste selbst nachschlägt, findet bei jedem Eintrag nur diesen einen Zeitpunkt und keine Frist.
Was die Tabelle nicht leistet: Sie sagt nichts über Quoten, Bedienung oder Bonus. Dafür ist sie die einzige Spalte mit amtlichem Charakter.
Zahlungswege in Wett-Apps: PayPal, Apple Pay, Karten und der eigene Name
Cluster eins dieser Seite ist ein einziger Satz, der mehr Arbeit macht als jeder andere: Ein- und Auszahlung nur über ein Konto auf den eigenen Namen. Diese Regel entscheidet, was überhaupt auf der Zahlungsliste einer erlaubten App stehen kann, und sie erklärt, warum zwei Apps mit völlig verschiedenen Zahlungslisten im Kern identisch funktionieren.
Eine etablierte Option ist PayPal: bet365 nennt in der App-Beschreibung unter anderem Debitkarte, PayPal und paysafecard; Sportwetten hebt PayPal-Einzahlungen und eine Anmeldung per Face ID hervor. Betano führt Apple Pay, Google Pay, PayPal, Klarna Sofortüberweisung, Betano Cash und Kreditkarten in seiner Beschreibung. Wer heute ein Wettkonto eröffnet, hat also die Wahl zwischen Diensten, die alle den eigenen Namen kennen — und genau das ist der Punkt, an dem die Bequemlichkeit aufhört, ein reines Komfortthema zu sein.
Der Prüfschritt, den sich jede App gefallen lassen muss
Ob ein Anbieter auf der Whitelist steht, prüft man in drei Minuten: die Whitelist öffnen, den Namen suchen, den Inhaber lesen. Was dabei überrascht, ist die erste Spalte. Bet365 führt die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta. Bei Bet3000 steht die I.B.C. Sportsbetting Limited in Sliema. Bpremium gehört der Ladbrokes (Deutschland) Limited in Gzira mit der Registernummer C92799. Betano der Betkick Sportsbetting Limited in San Giljan. Der Name der Marke und der Name des Erlaubnisinhabers sind fast nie derselbe — das ist normal und kein Grund zur Sorge, solange man beide kennt. Ein Anbieter, der den Inhaber nicht nennen will, ist dagegen ein Grund zur Sorge.
Und die zweite Fußnote, die oft fehlt: Nur die unter der Sportwetten-Erlaubnis geführte Domain veranstaltet Sportwetten. Hat derselbe Inhaber zusätzlich eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele oder Online-Poker, ist das eine andere Erlaubnis mit anderen Regeln. Ein Casino bedeckt nicht das Sportwettenangebot, und eine Zahl aus einem der beiden Bereiche sagt nichts über den anderen.
Seriös oder nicht: woran sich eine erlaubte Wett-App erkennen lässt
„Seriös“ ist im deutschen Sportwettenmarkt kein Gefühl, sondern ein Registereintrag. Wer Sportwetten im Internet veranstalten oder vermitteln will, braucht die Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 in Verbindung mit § 27f Abs. 1 GlüStV, erteilt von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale), die seit dem 1. Juli 2021 unter dem GlüStV 2021 arbeitet, die Aufsicht führt und Bußgelder verhängt (§ 28a). Die Steuer ist Sache des Finanzamts, nicht der GGL — zwei Behörden, zwei Zuständigkeiten, und wer sie durcheinanderbringt, versteht die Hälfte dessen nicht, was mit seinem Einsatz passiert.
Die Whitelist lesen: der einzige Nachweis
Der einzige belastbare Nachweis einer Erlaubnis ist die offizielle Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Der Stand vom 02.10.2026 verzeichnet 30 Einträge: 27 Inhaber mit einer Sportwetten-Erlaubnis, davon zwei zusätzlich für Pferdewetten, und drei Inhaber, die nur Pferdewetten anbieten dürfen. Alle dort geführten Domains sind .de-Domains — was aber nichts beweist, denn eine .de-Endung kann sich jeder zulegen. Die Endung ist ein Indiz, nie ein Nachweis. Der Nachweis ist der Eintrag.
Für den Leser ist das keine Behördenkunde, sondern Geld. Wer auf einer Seite ohne Whitelist-Eintrag wettet, hat kein OASIS, kein LUGAS und keinen deutschen Rechtsweg, wenn es um sein Guthaben geht. Die Anbieter dort können höhere Limits dulden und mehr Live-Märkte anbieten, weil sie sich nicht an § 21 Abs. 4 halten müssen. Das ist ein Vorteil, den man bezahlt — mit allem, was fehlt.
Unerlaubte Angebote: Warnung der Behörde und die Rechtsfolgen
Die GGL hat am 17. September 2026 ausdrücklich davor gewarnt, an illegalen Angeboten teilzunehmen, und dabei „wie etwa Platincasino“ als Beispiel genannt. Die Warnung ist keine Höflichkeitsformel: Wer Sportwetten für Menschen in Deutschland ohne deutsche Erlaubnis anbietet, veranstaltet unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV. Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta ändert daran nichts, weil sie hier keine Bedeutung hat. Für Veranstalter steht die Strafbarkeit nach § 284 StGB, für die Werbung nach § 285 StGB — bei der Teilnahme sieht das Gesetz bis zu sechs Monate oder Geldstrafe vor, wobei Verfahren gegen einzelne Spielende nicht belegt sind. Das ist weder ein Freibrief noch ein Grund, es dramatischer zu machen, als es ist. Zur Durchsetzung gehören Untersagungsverfügungen, Zahlungs- und Netzwerksperren (§ 9).
Ein Punkt, der gern vergessen wird: Die Sportwettensteuer trifft auch unerlaubte Anbieter. Eine gezahlte Steuer ist deshalb kein Nachweis einer Erlaubnis. Sie ist auch kein Betrag, den der Spielende schuldet — Steuerschuldner ist der Veranstalter der Wette (§ 19 RennwLottG). Bemessungsgrundlage ist nach §§ 17, 18 der Einsatz abzüglich der Steuer selbst, der Satz liegt bei 5,3 %, das entspricht rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Ob und wie der Anbieter das weitergibt, steht in seinen eigenen Bedingungen. „5,3 % des Einsatzes“ ist jedenfalls nicht dasselbe wie die 5,3 % auf diese Bemessungsgrundlage, und wer die beiden verwechselt, rechnet sich den Effekt um knapp einen halben Prozentpunkt falsch.
Rückzahlungen von Verlusten: was vor Gericht verhandelt wird
Klagen auf Rückzahlung sind Realität, aber sie sind offene Verfahren, keine Zusage. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger verlangt von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Generalanwalt Nicholas Emiliou hält es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24, Tipico) grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten — mit der Ausnahme, dass Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen.
Was das für den Leser heißt: Nichts ist entschieden. Eine Schlussanträge ist kein Urteil, und selbst ein Urteil zugunsten eines Klägers machte aus einer verlorenen Wette keinen Sparvertrag. Wer heute auf einer erlaubten Seite wettet, um sich später auf ein Verfahren zu verlassen, hat zwei Dinge verwechselt. Wer im Nachhinein wissen will, ob für einen Vertrag etwas gelten könnte, bespricht die eigene Lage mit jemandem, der dazu beraten darf — für Steuerfragen an einen Steuerberater, für den Rest an einen Anwalt. Dieses Thema wird hier in voller Länge einmal abgehandelt, weil es der einzige Punkt ist, an dem sich die Frage „erlaubt oder nicht“ direkt auf das Konto auswirkt.
Werbung rund um Sportwetten: die Regeln, die den Ton erklären
Der GlüStV regelt nicht nur das Angebot, sondern auch, wie darüber gesprochen wird. Werben darf nur, wer die Erlaubnis hat (§ 5 Abs. 7). Für Sportwetten gilt: keine Werbung für eine Wette auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während der Live-Übertragung in demselben Sender, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären und keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3, 6). Die Sperre zwischen 6 und 21 Uhr betrifft Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casinospiele — Sportwetten ausdrücklich nicht. Wer also auf dem Handy um 20 Uhr eine Sportwetten-Anzeige sieht, sieht keine Regelverletzung; wer um 20 Uhr eine Casino-Anzeige sieht, möglicherweise schon.
Und die Regel, die am meisten über Angebote sagt: Der GlüStV deckelt Sportwetten-Boni nicht. Höhe, Umsatzbedingungen und Mindestquote kommen allein aus den Bedingungen des Anbieters. Das Gesetz schweigt an der Stelle, an der die Werbung am lautesten ist, und wer eine Zahl sehen will, muss sie in den Bedingungen suchen — nicht in einem Werbebanner.
Die zehn Anbieter im Einzelnen
Namen und Reihenfolge richten sich nach der Whitelist, nicht nach Vorlieben. Jeder Eintrag bezieht sich auf den Anbieter, den die Liste unter der Sportwetten-Erlaubnis führt.
Bet3000: der Jüngste im Feld und die Konstellation, die aus dem Rahmen fällt
Bet3000 ist mit einer Erlaubnis seit dem 22. April 2026 der jüngste Eintrag dieser Auswahl, und wer die Sportwetten auf Bet3000 nutzt, hat es mit der I.B.C. Sportsbetting Limited zu tun. Die Liste führt zu dieser Domain nur dieses eine Erteilungsdatum, keine Frist und keinen Hinweis auf eine frühere Erlaubnis. Wer quervergleicht, sieht sofort die Formel: Die meisten Häuser hier haben ihre Erstgenehmigung im Herbst 2020 erhalten und wurden 2022 nachgezogen, während hier ein Datum aus dem laufenden Jahr steht. Der Inhaber war also nicht im Rennen.
Was das praktisch bedeutet: Bet3000 ist die richtige Adresse für jemanden, der die Regeln bereits kennt und sich eine Alternative zu den etablierten Apps sucht — und die falsche, wenn der eigene Vergleich über Bonushistorie laufen soll, weil diese hier sehr kurz ist. Wer sich dafür entscheidet, sollte die Bedingungen lesen wie bei einem Neuling, nicht wie bei einem Haus mit fünf Jahren Erfahrungspapier.
bpremium: Ladbrokes als Inhaber und ein sehr früher Start
Bpremium wird von der Ladbrokes (Deutschland) Limited betrieben, einer Gesellschaft mit Sitz in Gzira auf Malta und der Registernummer C92799 — nachzulesen in den Nutzungsbedingungen in der Fassung vom 3. April 2023. Die Whitelist datiert die Erlaubnis für diese Domain auf den 9. Oktober 2020, mit einer Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022.
Der Name im Hintergrund ist der interessanteste Teil dieses Eintrags. Wer in Deutschland auf bpremium wettet, wettet auf einem Papier, das eine Ladbrokes-Gesellschaft hält — ein Buchmachername aus einer Zeit, in der Wetten noch in der Filiale abgegeben wurden. Die Marke vorne ist neu, die Struktur dahinter nicht. Für einen Spieler, der auf Beständigkeit achtet, ist die Registernummer C92799 die belastbarere Auskunft als jedes Wort auf der Startseite: Ein Name, der seit Jahren im Markt ist, verschwindet nicht so schnell aus einer Whitelist wie ein junger. Die Kehrseite derselben Medaille ist, dass eine Marke mit langem Papier selten die schnellste bei neuen Zahlungswegen ist, und wer auf eine bestimmte Einzahlungsart angewiesen ist, prüft die Zahlungsübersicht, statt sie vorauszusetzen.
VBet: maltaischer Inhaber, Erlaubnis seit Ende 2023
Hinter VBet steht die SCGO Limited mit Sitz im Portomaso in St. Julian’s auf Malta. Die GGL verzeichnet die Sportwetten-Erlaubnis für diese Domain seit dem 5. Dezember 2023. Damit liegt VBet zwischen den beiden Gruppen dieser Übersicht: nicht dabei, als der Markt im Herbst 2020 startete, aber auch kein Neuling des laufenden Jahres.
Wer sich für VBet entscheidet, wählt eine Struktur, die auf Malta zu Hause ist wie fast alle Häuser in dieser Liste — eine Gemeinsamkeit, die mehr über den deutschen Markt verrät als über einzelne Anbieter. Seit dem regulierten Start haben sich die Lizenzen bei einigen wenigen maltesischen Gesellschaften und ihren Töchtern gesammelt, und ein Blick auf die Adressen zeigt weniger Unterscheidung als die Marken suggerieren. Für den Spieler zählt deshalb etwas anderes: ob die App das tut, was sie soll, und ob die Zahlungswege zur eigenen Kontoführung passen. Das prüft man in der App, nicht auf der Startseite.
DAZN Bet: Sport im Paket, Wetten in derselben Ecke
Die DAZN-Bet-App für das iPhone nennt Live-Wetten und Cash Out direkt im Wettschein. Als Entwickler ist IBID Malta Limited eingetragen, für den deutschen Markt wird die DZBT Operations Limited als Betreiber genannt. Auf der Whitelist steht die Erlaubnis für diese Domain seit dem 22. August 2023.
Der Reiz dieser App ist die Nähe zum Sport: Wer sich bewegt, sieht Sportereignisse, und die Wette sitzt in derselben Anwendung. Der Haken derselben Nähe liegt im Spielschutz: Wer zweimal am Abend eine Wette platziert, weil er ohnehin beim Spielen zusieht, hat sein Monatslimit doppelt so schnell gespürt wie jemand, der bewusst zum Wetten in eine eigene App wechselt. Die Trennung von Unterhaltung und Wette ist nirgends so fließend wie bei Sport-Streaming-Anbietern, und wer diese Grenze bei sich kennt, sollte sie hier besonders sauber ziehen. Technisch ist die App solide aufgestellt; der Punkt, der dieses Haus für empfindliche Spielertypen zur zweiten Wahl macht, liegt nicht im Code.
888sport: lange Börsengeschichte, zurückhaltender deutscher Auftritt
888sport gehört zu der 888-Gruppe, deren Holdinggesellschaft die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar ist und deren Aktie seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert. Für 888sport führt die Whitelist die Sportwetten-Erlaubnis seit dem 30. Juni 2021, mit einer Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022, Inhaber ist die 888 Germany Limited.
Eine seit 2005 börsennotierte Gesellschaft ist in dieser Branche ein seltenes Gut: Wer Transparenz über Bilanzen und Eigentümer sucht, findet sie hier eher als bei einer privaten Struktur, und das ist für einen vorsichtigen Spieler ein echter Posten im Vergleich. Der deutsche Auftritt bleibt dagegen auffällig leise — wer hier eine App mit dicken Werbeversprechen erwartet, wird nicht bedient. Wer auf Zahlen und Struktur schaut und auf die Startseite pfeift, wird hier fündig.
bwin: das reichste Funktionspaket in dieser Liste
Bwin wird auf der Whitelist von der bwin (Deutschland) Limited geführt, Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis vom 23. Dezember 2022. Die App-Beschreibung der „bwin – Sportwetten App“ im Apple App Store nennt Cashout in manueller und automatischer Form, Live-Streams, Live-Statistiken, dazu Kombi-Boost und Quoten-Boost.
Zwei Dinge sind daran bemerkenswert. Erstens der automatische Cashout: Wer nicht am Bildschirm hängt, kann eine Position bei einer vorgegebenen Schwelle schließen lassen. Das ist eine Funktion mit Folgen — sie kann vor einem Verlust retten und sie kann einen Gewinnlauf früher beenden, als man es von Hand getan hätte. Zweitens der Kombi-Boost, der für Kombinationswetten genau das tut, was der Name sagt: eine Quote anheben. Ein Boost ist dabei kein Geschenk, sondern ein Rabatt auf die Marge, und wer sich fragt, ob ein Boost viel oder wenig ist, sollte ihn gegen das Quotenniveau desselben Hauses in derselben Sportart halten, nicht gegen die Konkurrenz. Für Kombinationsspieler ist das Paket hier das umfangreichste dieser Übersicht.
Tipico: der Allrounder mit dem Cashout im Mittelpunkt
Die Tipico Sportwetten App wird im Apple App Store vom Entwickler Tipico B2B Ltd angeboten. In der Beschreibung werden „Tipico Cashout“ als Kontrolle über den Wettschein und Live-Wetten auch während des Fußballspiels genannt. Die Whitelist führt für Tipico die Tipico Co. Limited mit der Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 und einer Folgeerlaubnis vom 9. Dezember 2022.
Tipico ist der Anbieter, dessen deutsche Wurzeln am deutlichsten sind, und der auch namentlich in einem Verfahren auftaucht, das die Rückforderung von Verlusten aus den Jahren 2013 bis 2018 betrifft — ein Punkt, der die Markengeschichte betrifft und nicht die heutige Erlaubnis. Wer heute hier spielt, spielt auf einem Papier, das seit Herbst 2020 ununterbrochen geführt wird. Die App setzt den Schwerpunkt auf die Kontrolle über den laufenden Wettschein, nicht auf Nebenfunktionen.
MERKUR BETS: die breiteste Sportabdeckung und ein sehr spätes Datum
MERKUR BETS ist eine App für Android und iOS, kostenlos, mit nach eigener Angabe über 70 Sportarten und mehr als 250.000 Vorab- und Live-Wettmöglichkeiten, und in derselben Anwendung liegt MERKUR SLOTS. Auf der Whitelist steht für MERKUR BETS die Merkur Bets Malta Limited mit Erlaubnis seit dem 6. November 2023. Der Cashout lässt sich nach Abgabe der Wette jederzeit nutzen, über den gelben Button unter „Meine Wetten“; ausgezahlt wird der Betrag aber erst, wenn alle Spiele des Wettscheins beendet und abgerechnet sind.
Zwei Dinge muss man hier getrennt halten. Die Sportwetten-Erlaubnis deckt die Sportwetten. Die Spielautomaten in derselben App laufen auf einer anderen Erlaubnis mit anderen Regeln, anderen Limits und — das ist der praktische Teil — einer anderen zeitlichen Sperre für die Werbung. Dass beides in einer Anwendung liegt, macht es technisch bequem und inhaltlich nicht zu einer Sache. Wer sein Einzahlungslimit im Kopf auf Sportwetten berechnet hat und in derselben App an Automaten gerät, hat eine Grenze überschritten, die er selbst gezogen hatte. Mehr Sportarten als fast alle hier; die Zusammenlegung mit dem Automatenbereich ist der Preis, der auf dem Etikett nicht steht.
Sportingbet: zwei Erlaubnisse, zwei getrennte Welten
Die Sportingbet (Deutschland) Limited nennt im Impressum die behördliche Erlaubnis zum Veranstalten von Sportwetten vom 21.12.2022 und zusätzlich die Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele vom 15.11.2022; Aufsichtsbehörde ist die GGL. Die Whitelist führt die Sportwetten-Erlaubnis für Sportingbet seit dem 9. Oktober 2020, mit Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022.
Die beiden Daten liegen hier nur wenige Wochen auseinander, und das ist mehr als eine Randnotiz: Ein Haus, das Sportwetten und virtuelle Automatenspiele parallel betreibt, muss zwei Regelwerke bedienen, und nur eines davon betrifft die Wetten. Für den Vergleich mit anderen Anbietern heißt das, dass Sportingbet im Sportwettengeschäft dieselbe Pflicht trifft wie alle hier — nur die Gesellschaft dahinter hat ein zweites Standbein, das nichts darüber aussagt, wie Sportwetten bei ihr behandelt werden. Die Tabelle im Abschnitt „Die zehn Wett-Apps im Vergleich“ nennt nur die Sportwetten-Seite, und das ist die einzig relevante Zahl, wenn es um Papiere geht.
NEO.bet: neue Marke, dasselbe Papier wie die Großen
Die NEO.bet-App beschreibt sich im App Store als lizenzierter Sportwettenanbieter mit deutscher Erlaubnis; als Anbieter ist die Greenvest Betting Limited genannt. Zu den Funktionen zählen Live-Quoten und Live-Wetten sowie Cashout und Teil-Cashout. Die Whitelist führt die Greenvest Betting Limited für NEO.bet mit einer Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 und einer Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022.
Hier zeigt sich, dass ein junger Markenname kein junges Papier bedeuten muss: Der 9. Oktober 2020 ist für diese Struktur derselbe Starttermin wie für einige der bekanntesten Häuser der Liste, nur unter einer Marke, die erst später sichtbar wurde. Der Teil-Cashout ist der erwähnenswerte Funktionspunkt — er erlaubt es, einen Wettschein zu einem Teil zu schließen und den Rest laufen zu lassen, was die im Abschnitt „Cashout: kein Gesetz, nur ein Knopf“ erwähnte Wartezeit bis zur Abrechnung inhaltlich nicht aufhebt, aber flexibler handhabt. Konkrete Zahlen zu Einsatzhöhen oder Auszahlungszeitpunkten stehen ausschließlich in den Bedingungen des Anbieters, und wer sie vor der ersten Wette nicht liest, liest sie später notgedrungen.
Was am Ende über die Wahl entscheidet
Zwei Apps mit Whitelist-Eintrag sind in den Grundlagen identisch: dieselbe Altersgrenze, dasselbe OASIS-System, dasselbe Monatslimit über LUGAS, dieselben eingeschränkten Live-Märkte, dieselbe Regel mit dem Zahlungskonto auf den eigenen Namen. Der ganze Unterschied liegt in drei Dingen — wie viele Taps eine Wette braucht, welche Zahlungswege die eigene Kontoführung akzeptiert und was die Bedingungen eines Bonus verlangen, wenn man ihn will.
Die Reihenfolge, in der man das prüft, macht den Unterschied zwischen einer Entscheidung und einem Bauchgefühl. Erstens der Whitelist-Eintrag und der Name des Inhabers. Zweitens die Zahlungsübersicht gegen das eigene Konto: Wer sein Geld per Lastschrift oder Überweisung bewegt, braucht einen Anbieter, der das tatsächlich anbietet, und merkt es erst beim ersten Versuch, wenn er es nicht geprüft hat. Drittens die Umsatzbedingung samt Mindestquote — und zwar bevor man den Bonus annimmt, nicht danach. Viertens die eigenen Limits, die man innerhalb von LUGAS sofort senken kann und für die man einen Antrag bei einem Anbieter stellen müsste, um sie zu heben.
Wer diese vier Punkte durchgeht, wird in den meisten Fällen bei zwei oder drei Häusern landen und bei allen anderen ein Papier finden, das in Ordnung ist, aber zu seinem Zahlungsverhalten oder seinem Wettverhalten nicht passt. Das ist ein gutes Ergebnis. Die Wahl einer Wett-App ist keine Glaubensfrage, und der Anbieter, der am lautesten wirbt, ist selten der, dessen Bedingungen man am schnellsten gelesen hat.
Häufig gestellte Fragen
Welche Sportwetten-App ist die beste, und welche Kriterien zählen über die Quoten hinaus?
Die beste App ist die, deren Erlaubnis auf der Whitelist steht, deren Zahlungswege zum eigenen Konto passen und deren Wettschein sich in wenigen Schritten bedienen lässt. Über die Quoten hinaus zählen die Ladezeit beim Live-Wettschein, das Quotenniveau in der Sportart, die man tatsächlich spielt, und die Bedingungen des Bonus.
Wie lädt man eine Sportwetten-App sicher herunter, und woran erkennt man die offizielle App eines erlaubten Anbieters?
Heruntergeladen wird im Apple App Store oder bei Google Play, nicht über eine Datei aus einer Werbeanzeige. Ein Hinweis auf die offizielle App ist der Entwicklername im Store — er stimmt oft nicht mit dem Markennamen überein. Der belastbare Nachweis bleibt aber der Whitelist-Eintrag der Domain, nicht die Store-Seite.
Wie prüft man, ob der Betreiber einer App auf der GGL-Whitelist steht?
Die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder im Netz öffnen, den Namen der Marke suchen und dann die Spalte mit dem Erlaubnisinhaber lesen. Steht die Domain nicht in der Liste, hat sie keine deutsche Sportwetten-Erlaubnis — unabhängig davon, welche Lizenz die App für sich reklamiert.
Welche Zahlungsmethoden wie PayPal werden in Sportwetten-Apps angeboten, und welche Regel gilt für das Konto?
Erlaubte Anbieter arbeiten mit Debit- und Kreditkarte, PayPal, paysafecard sowie Apple Pay und Google Pay; welche davon gelten, steht in den Bedingungen des jeweiligen Hauses. Die Regel dahinter ist gesetzlich: Ein- und Auszahlung nur über ein Zahlungskonto auf den eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut.
Wie wirken sich Boni mit Wettguthaben in der App auf die Auszahlung aus, etwa durch Umsatzbedingungen und Mindestquote?
Ein Bonus ist erst nach Erfüllung der Umsatzbedingung auszahlbar, also nach einem festgelegten Einsatzvolumen, und nur Einsätze ab der genannten Mindestquote zählen dafür. Bis dahin bleibt das Guthaben gesperrt. Läuft das Zeitfenster ab, verfällt es. Bei einer Gratiswette wird der Einsatz selbst üblicherweise nicht mit ausgezahlt.
Gelten das Einzahlungslimit von 1.000 € im Monat und die OASIS-Sperre in jeder App eines erlaubten Anbieters?
Ja. Beide greifen in jeder App eines Anbieters mit deutscher Erlaubnis, unabhängig vom Gerät. Das Limit von 1.000 € pro Kalendermonat gilt über alle Anbieter zusammen und liegt in LUGAS; OASIS wird bei der Registrierung und bei jedem Login abgefragt. Bei Anbietern ohne Erlaubnis greift keines von beiden.
Apps – Sportwetten Bonus
Inhalt erstellt vom Team «Sportwetten Bonus»
