Beste EM-Wettanbieter 2026: Die zehn Anbieter mit deutscher Erlaubnis und was jedes Angebot den Wettenden kostet

Updated Oktober 2026
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Spielerschutz als erste Kostenposition: Was das Einzahlungslimit den Wettenden nimmt

Wer bei einem deutschen Anbieter auf die Europameisterschaft wetten will, stößt zuerst auf eine Regel, die nichts mit Fußball zu tun hat. Das Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat gilt anbieterübergreifend, wird über die LUGAS-Limitdatei durchgesetzt und lässt sich nicht durch einen zweiten Account umgehen. Wer auf mehreren Portalen gleichzeitig spielt, wird über die Aktivitätsdatei erkannt; das Paralleispielen ist nach § 6h GlüStV untersagt. Das klingt nach Bürokratie, ist aber der Preis der Erlaubnis — und damit die erste Position auf dieser Seite, die den Wettenden etwas kostet.

Datenstand: 30. Oktober 2026, basierend auf der offiziellen Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder.

Ein Fußball liegt auf dem Anstoßpunkt eines leeren Rasenplatzes, im Hintergrund eine große Stadiontribüne im Abendlicht.
Die Fußball-Europameisterschaft 2024 fand vom 14. Juni bis 14. Juli 2024 in Deutschland mit 24 Mannschaften statt.

Und sie kostet Wahlfreiheit. Ein Wettender mit 1.000 € monatlichem Budget kann dieses Budget nicht auf mehrere Anbieter verteilen, um bessere Quoten zu jagen. Er wählt einen und bleibt dort. Die einzige Ausnahme bildet der Nachweis wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit: Ein Anbieter darf auf nachprüfbaren Beleg ein höheres Limit setzen, bis zu 10.000 € und in Ausnahmefällen bis 30.000 € für höchstens 1 % seiner aktiven Spieler. Eine Selbstauskunft reicht dafür nicht. Die Herabsetzung wirkt sofort, die Heraufsetzung erst nach sieben Tagen.

Genau hier zahlt sich der Vergleich aus. Wer sein Monatsbudget nicht streuen kann, muss sich vorher entscheiden — bei einem Anbieter mit einer Marge von rund 4,6 % auf Hauptmärkte und einer Mindestquote, die den Bonus überhaupt erreichbar macht. Das ist der eigentliche Grund, warum die Reihenfolge dieser Seite nicht mit dem Bonus beginnt.

Der Panikbutton und die Sperrdatei: Werkzeuge, die kein Offshore-Anbieter kennt

OASIS, das bundesweite Sperrsystem, wird bei Registrierung und bei jedem Login abgefragt. Wer sich dort selbst sperrt und dabei einen Zeitraum nennt, ist mindestens drei Monate gesperrt; ohne Angabe mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 GlüStV blockiert sofort für 24 Stunden — ein Werkzeug, das nichts mit Selbstbeherrschung zu tun hat, sondern mit dem Moment, in dem der Kopf kurz aussetzt.

Ein Notizbuch mit handschriftlichen Notizen und ein Kugelschreiber liegen neben einem Smartphone mit dunklem Display auf einem Holztisch.
Die erste Fußball-Europameisterschaft fand 1960 statt; seit 2016 spielen 24 Mannschaften, von 1996 bis 2012 waren es 16.

Ein Anbieter außerhalb der Whitelist hängt an keinem dieser Systeme. Das ist der zweite Teil des Kostenvergleichs. Deutsche Regulierung kostet Bequemlichkeit. Ein Angebot ohne Erlaubnis kostet den Schutz, der im Ernstfall zählt.

Vor der Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden lang Spiel erlauben, mit 100 € Einzahlungslimit und ohne Auszahlungen. Wer sich kurzfristig anmeldet, um ein Gruppenspiel zu wetten, sollte die Verifizierung abschließen, bevor Geld fließt. Die Altersgrenze liegt bei 18 Jahren nach § 4 Abs. 3 GlüStV. Eine Formalie ist das nicht — sie ist die Voraussetzung dafür, dass ein Anbieter überhaupt tätig werden darf.

Bonusbedingungen: Was eine „Gratiswette“ verlangt und was sie wert ist

Ein Willkommensbonus ist ein Kredit mit Bedingungen, den der Anbieter vergibt. Das GlüStV enthält keine Vorschrift, die Höhe, Umsatz oder Mindestquote eines Sportwettenbonus regelt. Alle Werte stammen aus den Bedingungen des jeweiligen Anbieters. Deshalb unterscheiden sie sich — und deshalb lohnt der Blick in die Fußzeile jedes Angebots mehr als der Blick ins Werbebanner.

Ein leerer Wettschein aus Papier liegt neben einem Stift auf einem Schreibtisch im Licht einer kleinen Tischlampe.
Die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder führt für bet365 die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Der entscheidende Punkt ist der Einsatz. Bei einer Freiwette, deren Einsatz nicht ausgezahlt wird, erhält der Wettende bei einem Treffer nur den Gewinn, nicht den Einsatz zurück. Eine „Gratiswette“ über 10 € bei einer Quote von 2,50 zahlt also 15 € aus, nicht 25 €. Der Einsatz bleibt beim Anbieter. Das Wort Gratiswette beschreibt also nicht, dass etwas gratis ist, sondern dass der Einsatz nicht aus eigener Tasche kommt — und bei einem Treffer nicht zurückkommt.

Umsatzbedingungen verlangen, dass ein Bonus mehrfach umgesetzt wird, bevor er ausgezahlt werden kann. Eine Mindestquote legt fest, dass nur Wetten ab einem bestimmten Quotenniveau auf den Umsatz angerechnet werden. Niedrige Quoten sind ausgeschlossen. Je höher die Mindestquote, desto teurer wird das Clearing, denn der Wettende muss in Märkte hinein, die er sonst liegen ließe.

Die Rechnung: Umsatz, Anzahl der Wetten und der erwartete Verlust

Der Umsatz berechnet sich aus dem Bonusbetrag mal dem Umsatzfaktor. Ein Bonus von 100 € mit einem Umsatzfaktor von 5 ergibt 500 € Umsatz. Bei 10 € pro Wette sind das 50 Wetten; nur Wetten ab der Mindestquote zählen mit.

Was das kostet, zeigt die Marge. Bei einem Markt mit einer Auszahlungsquote von 95 % verliert der Wettende im Durchschnitt 5 % jedes Einsatzes an den Anbieter. Über 500 € Umsatz ergibt das einen erwarteten Verlust von 25 €. Der Bonus von 100 € ist also nur dann etwas wert, wenn der erwartete Gewinn daraus diese 25 € übersteigt. Das ist eine statistische Schätzung über viele Wetten unter der Annahme, dass nur der Bonusbetrag umgesetzt wird — kein garantierter Ausgang für eine einzelne Wette und kein Versprechen, dass am Ende etwas übrig bleibt.

Wer das nachrechnet, versteht, warum ein Bonus mit niedrigem Umsatzfaktor und niedriger Mindestquote mehr wert ist als ein hoher Bonus mit strengen Bedingungen. Die Zahl im Werbebanner ist nicht der Wert des Angebots. Und wer einen Bonus mit einem Umsatzfaktor bekommt, der die 500 €-Marke deutlich überschreitet, arbeitet für den Anbieter statt für sich.

Wichtig ist die Trennung der Bonusarten. Ein Bonus in Geld bleibt ein Bonus in Geld; eine Freiwette bleibt eine Freiwette. Eine „risikofreie“ Wette, die als Freiwette zurückerstattet wird, ist keine Rückerstattung in Geld. Und ein Angebot, das eine Einzahlung voraussetzt, bleibt ein einzahlungsgebundenes Paket: Der Bonus kommt nicht ohne Einsatz. Wer das verwechselt, rechnet mit dem falschen Betrag.

Wett-Apps: Was die Bedienung auf dem Smartphone kostet

Eine Wett-App ist kein eigener Anbieter, sondern eine Oberfläche. Wer sich in der App registriert, unterliegt denselben Regeln wie im Browser: dieselbe Erlaubnis, dasselbe Einzahlungslimit, dieselbe OASIS-Prüfung. Der Unterschied liegt in der Bedienung während des Spiels — und in der Geschwindigkeit, mit der Entscheidungen fallen.

Betway zeigt in der App unter „Meine Wetten“ ein grünes Symbol für den Cash-Out; der Wert der Wette wird angezeigt, ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil. Zusätzlich gibt es einen Wettkonfigurator, der Auswahlen aus verschiedenen Partien kombiniert. Sportingbet führt einen „Konfigurator+“ sowie Live-Wetten; zum Angebot gehören Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker.

Was das kostet, steht in keiner Bedienungsanleitung. Ein Cash-Out zeigt einen Wert, der sich während des Spiels bewegt — wer ihn zu oft nutzt, zahlt die Marge auf jeden Vorgang. Der Wettkonfigurator verleitet zu Kombiwetten, deren Quoten sich multiplizieren; die Marge multipliziert sich mit. Auf dem Telefon sind beide Knöpfe zwei Zentimeter voneinander entfernt. Genau das ist der Punkt.

Für ein Turnier mit 51 Spielen in vier Wochen ist die App trotzdem praktisch. Wer während der Arbeit ein Ergebnis verfolgt, hat das Konto in der Tasche. Ein Konto, das 24 Stunden am Tag erreichbar ist, ist aber auch ein Konto, das um 23 Uhr noch offen ist.

Live-Wetten und Cash-Out: Welche Märkte erlaubt sind und was fehlt

Live-Wetten sind in Deutschland eingeschränkt, und das ist keine Frage des Anbieters. Nach § 21 Abs. 4 GlüStV dürfen während eines laufenden Ereignisses nur Wetten auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente angeboten werden — und nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Nächstes Tor im Fußball ist erlaubt, nächster Satz im Tennis ebenfalls. Der nächste Punkt im Tennis oder der nächste Korb im Basketball sind es nicht.

Wer Live-Märkte mit hoher Frequenz von einem ausländischen Anbieter kennt, findet dieses Angebot in einem deutschen Sportwettprogramm nicht. Die Grenze ist rechtlich, nicht technisch. Wer unbedingt auf den nächsten Aufschlag wetten will, findet dafür im deutschen Markt keine Adresse — und sollte daraus keine Frage der Anbieterwahl machen.

Cash-Out: ein Angebot des Veranstalters, kein gesetzlicher Anspruch

Für den Cash-Out existiert keine gesetzliche oder behördliche Regelung. Er ist eine Funktion des jeweiligen Veranstalters, und er wird nicht von jedem angeboten. Wer sie nutzt, verkauft seine Wette zum aktuellen Marktwert zurück — und dieser Wert enthält die Marge des Anbieters. Der Cash-Out ist also ein Ausstieg, kein Gewinn.

Er ist auch keine Garantie. Je schlechter die Wahrscheinlichkeit des Ausgangs steht, desto niedriger der gebotene Wert. Wer bei einem 2:0-Rückstand aussteigt, bekommt nicht seinen Einsatz zurück, sondern den Bruchteil, den der Markt zu diesem Zeitpunkt noch hergibt. Wichtig bleibt: Wetten werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Der Cash-Out ist eine vorzeitige Beendigung durch den Anbieter, kein Auszahlungsweg am Ergebnis vorbei.

Prognosen: Warum eine Quote nichts vorhersagt

Eine Quote ist ein Preis, keine Prophezeiung. Sie entsteht aus der Einschätzung des Anbieters und der Nachfrage der Wettenden, nicht aus Wissen über den Ausgang. Wer eine Quote von 1,50 für einen Favoriten für einen sicheren Sieg hält, verwechselt Preis mit Gewissheit. Eine Quote von 1,50 entspricht einer angenommenen Wahrscheinlichkeit von rund 66 % — der Gegner gewinnt in einem von drei Fällen.

Form, Statistik und Aufstellung sind legitime Grundlagen. Sie bleiben Einschätzungen. Bei der EM 2024 erzielten sechs Spieler je drei Tore: Cody Gakpo, Harry Kane, Georges Mikautadze, Jamal Musiala, Dani Olmo und Ivan Schranz. Wer vor dem Turnier auf einen Torschützenkönig gesetzt hätte, hätte eine von sechs richtigen Antworten treffen müssen — und keine Quote hätte ihm gesagt, welche.

Dazu kommt die Marge in jeder Quote. Auch eine perfekt recherchierte Prognose muss diese Kosten erst einmal aufholen. Ein Turnierwettender mit 1.000 € Monatslimit und 5 % Marge auf jedem Einsatz verliert bei vollem Durchlauf rechnerisch rund 50 € an den Markt, bevor der erste Treffer etwas einbringt.

Was folgt daraus für das Budget? Der Einsatz ist Teil des Turnierbudgets, nicht ein Zusatz dazu. Wer 100 € für die Endrunde einplant, plant sie als Ausgabe ein, die weg sein kann. Und wer während des Turniers nachlegt, sollte wissen, dass er damit nicht eine Prognose korrigiert, sondern eine zweite Ausgabe aufmacht.

Wettformen und Quoten: Was in jeder Quote steckt

Deutsche Anbieter dürfen nach § 21 Abs. 1 GlüStV Festquotenwetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts anbieten, als Einzel- oder Kombiwette. Erlaubt sind nur Wettarten aus dem Sportwettprogramm der GGL nach § 21 Abs. 5. Auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren darf nicht gewettet werden; nach GGL-Praxis gilt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich. Manipulationsanfällige Wetten sowie Wetten auf einen Regelverstoß oder dessen Sanktionierung sind ausgeschlossen. Wetten auf soziale oder politische Ereignisse sind nicht zulässig.

Ein Punkt, der viele überrascht: Die GGL stellt fest, dass Wetten auf E-Sport nicht möglich sind, weil E-Sport nicht als Sport anerkannt ist. Ein lizenziertes E-Sport-Wetten gibt es in Deutschland nicht. Wer ein solches Angebot sieht, sieht es nicht bei einem deutschen Veranstalter.

Jede Quote trägt eine Marge. Ein Beispiel für einen 1X2-Markt mit Quoten von 2,10 / 3,40 / 3,60 — ein Rechenbeispiel, kein abgerufener Preis: Die Summe der Kehrwerte beträgt 1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60 ≈ 0,476 + 0,294 + 0,278 = 1,048. Der Kehrwert davon ist die Auszahlungsquote: 1/1,048 ≈ 95,4 %. Der Quotenschlüssel liegt also bei rund 95 %, die Marge bei etwa 4,6 %. Diesen Verlust trägt der Wettende bei jeder Wette, ob sie gewinnt oder nicht.

Anders gerechnet: 4,6 % Marge heißt, dass von jedem eingesetzten Euro im Durchschnitt etwa 4,6 Cent beim Anbieter bleiben. Bei 100 € Einsatzvolumen während der Endrunde sind das rund 4,60 €, die nicht zu den Wettenden zurückfinden — vorausgesetzt, jeder Markt trägt dieselbe Marge, was er nicht tut.

Und das ist die Untergrenze. Auf Nebenmärkten ist die Marge deutlich höher als auf dem Hauptmarkt eines Top-Spiels. Die Bandbreite reicht je nach Markt und Anbieter von etwa 5 % auf Hauptmärkten bis deutlich über 10 % bei exotischen Wetten. Wer ein Turnier lang Nebenmärkte spielt, zahlt mehr für dieselbe Unterhaltung.

Kombiwetten: Warum die Marge mit jeder Auswahl wächst

Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Auswahlen. Die Auszahlungsquote multipliziert sich nicht mit — sie fällt. Wer fünf Auswahlen mit je 5 % Marge kombiniert, trägt nicht 5 % Marge, sondern ein Vielfaches davon. Das ist der Grund, warum erfahrene Wettende Hauptmärkte bevorzugen und Kombiwetten als Unterhaltung behandeln, nicht als Strategie.

Ein Systemwette ist die abgeschwächte Form: Mehrere Kombinationen aus denselben Auswahlen, jede mit eigener Marge. Der Preis bleibt.

Sport und Turnier: Welche Wettarten der Kalender vorgibt

Wettarten und Termine hängen am Turnierkalender. Die Europameisterschaft 2024 fand vom 14. Juni bis 14. Juli 2024 in Deutschland statt, mit 24 Mannschaften, sechs Gruppen zu je vier Teams und insgesamt 51 Spielen. Im Finale am 14. Juli 2024 im Olympiastadion Berlin besiegte Spanien England mit 2:1 und gewann seinen vierten EM-Titel. Die Gesamtzuschauerzahl lag bei 2.681.288.

Die nächste Endrunde ist die EM 2028 in England, Schottland, Wales und Irland, mit 24 Nationen im Juni und Juli 2028. Eröffnungsspiel ist am 9. Juni 2028 in Cardiff, das Finale am 9. Juli 2028 im Wembley-Stadion in London. Gespielt werden sechs Vierergruppen, danach folgt die K.-o.-Phase mit Achtelfinale vom 24. bis 27. Juni, Viertelfinale am 30. Juni und 1. Juli, Halbfinale am 4. und 5. Juli und dem Finale am 9. Juli 2028. Ein Spiel um Platz 3 findet nicht statt.

Die Qualifikation läuft in zwölf Gruppen mit vier oder fünf Teams. Die zwölf Gruppensieger und die acht besten Gruppenzweiten qualifizieren sich direkt. Die Auslosung findet am 6. Dezember 2026 in Belfast statt.

Wer auf die Qualifikation wettet, findet dort andere Märkte als in der Endrunde: Gruppensieger, direkte Qualifikation, Torschützen. Diese Märkte sind dünner besetzt, die Marge also höher. Ein Gruppensieger-Tipp zwei Jahre vor dem Turnier ist teurer als ein Handicap auf ein Gruppenspiel. Das ist kein Nachteil des Anbieters — es ist die Natur eines Marktes, in dem weniger Geld bewegt wird.

Die erste Europameisterschaft fand 1960 statt; seit 2016 spielen 24 Mannschaften, von 1996 bis 2012 waren es 16. Rekordsieger ist Spanien mit vier Titeln, Deutschland gewann drei — 1972, 1980 und 1996. Rekordtorschütze ist Cristiano Ronaldo mit 14 Toren.

Vergleichstabelle: Zehn Anbieter, ein Register, ein Erlaubnisdatum

Anbieter Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber Sportwetten-Erlaubnis seit
Betway Whitelist, Betway Limited 09.03.2021
VBet Whitelist, SCGO Limited 05.12.2023
ODDSET Whitelist, Oddset Sportwetten GmbH 18.11.2020
Sportingbet Whitelist, Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020
AdmiralBet Whitelist, Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020
bpremium Whitelist, Ladbrokes (Deutschland) Limited 09.10.2020
bet-at-home Whitelist, Bet-at-home.com Internet Limited 02.11.2020
NEO.bet Whitelist, Greenvest Betting Limited 09.10.2020
MERKUR BETS Whitelist, Merkur Bets Malta Limited 06.11.2023
bwin Whitelist, bwin (Deutschland) Limited 09.10.2020

Sechs der zehn Anbieter tragen dasselbe Erlaubnisdatum: den 09.10.2020. Das ist kein Zufall und kein Qualitätsmerkmal, sondern der Tag, an dem die Aufsicht die ersten Sportwettenerlaubnisse des regulierten Marktes erteilte. Wer die Spalte liest, liest also nicht die Erfahrung eines Anbieters, sondern den Startpunkt der Regulierung.

Die Whitelist trägt kein Enddatum. Eine erste Erlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre; die Liste zeigt nur Erteilungsdaten. Wer die Laufzeit prüfen will, findet sie dort nicht. Eine .de-Domain allein beweist nichts, und nur die unter der Sportwettenerlaubnis gelistete Domain darf Sportwetten annehmen. Eine Slot-, Poker- oder Casino-Erlaubnis desselben Inhabers ist eine andere Erlaubnis mit anderen Regeln — die Whitelist umfasst 30 Einträge, davon 27 Inhaber mit Sportwettenerlaubnis und zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten, dazu drei reine Pferdewetten-Inhaber.

Was die Tabelle nicht sagt, ist ebenso wichtig: nichts über Quoten, Bonusbedingungen, Zahlungswege oder App-Qualität. Das Register prüft eine Erlaubnis, keinen Preis.

Die Anbieter im Einzelnen

Betway: Cash-Out mit Teilauszahlung

Betway Limited ist Inhaberin der Sportwettenerlaubnis für Betway, erstmals erteilt am 09.03.2021, mit Folgeerlaubnis vom 23.12.2022. Die App bietet unter „Meine Wetten“ ein grünes Symbol für den Cash-Out; der Wert der Wette wird angezeigt, ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil. Ein Wettkonfigurator kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Partien.

Die Teilauszahlung ist der eigentliche Unterschied. Wer 50 € auf einen Favoriten gesetzt hat und nach 60 Minuten die Hälfte herausnehmen will, findet hier den Knopf dafür. Ob sich das lohnt, entscheidet der angebotene Wert — und der enthält die Marge.

VBet: ein Jahr alt, kein Nachteil

SCGO Limited mit Sitz in St. Julian’s auf Malta hält die Sportwettenerlaubnis für VBet, erteilt am 05.12.2023. VBet ist damit einer der jüngeren Einträge im Feld.

Eine spätere Erlaubnis ist kein Qualitätsmerkmal, weder im Guten noch im Schlechten. Wer VBet wählt, wählt einen Anbieter, dessen deutsche Erlaubnis jünger ist als die der Mehrheit im Vergleich. Die Aufsicht hat ihn geprüft; mehr sagt das Datum nicht.

ODDSET: staatliche Wurzeln, stationäres Netz

Die ODDSET Sportwetten GmbH erhielt mit Bescheid vom 15.12.2022 die Erlaubnis für Sportwetten im Internet und im stationären Vertrieb, erteilt vom Regierungspräsidium Darmstadt. Aufsichtsbehörde ist die GGL mit Sitz in Halle (Saale). Die erste Erlaubnis datiert vom 18.11.2020.

ODDSET ist der einzige Anbieter im Feld mit stationärem Vertrieb. Wer seine Wette in einer Annahmestelle abgeben will, findet das dort und nirgends sonst in dieser Liste. Wer das nicht braucht, findet anderswo mehr Funktionen.

Sportingbet: Sportarten ohne Fußballbrille

Sportingbet (Deutschland) Limited hält die Erlaubnis seit dem 09.10.2020, mit Folgeerlaubnis vom 21.12.2022. Zum Angebot gehören ein „Konfigurator+“ sowie Live-Wetten, dazu Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker.

Während einer EM ist Sportartenbreite nebensächlich — bis die Gruppenphase langweilig wird und die Halle läuft. Wer auch dann noch wetten will, findet bei Sportingbet ein breiteres Feld als bei einem reinen Fußballanbieter.

AdmiralBet: zwei Folgeerlaubnisse in vier Jahren

Greentube Betting Malta Limited ist als Betreiberin von AdmiralBet geführt, mit Sportwettenerlaubnis seit dem 09.10.2020 und Folgeerlaubnissen vom 13.12.2022 und 29.07.2024. Für virtuelle Automatenspiele auf einer separaten Domain besteht eine Erlaubnis seit dem 28.09.2022.

Zwei Folgeerlaubnisse in vier Jahren bedeuten nicht, dass etwas schiefgelaufen ist — sie zeigen einen Vorgang, den die Aufsicht abgeschlossen hat. Für Sportwetten zählt allein die Sportwettenerlaubnis; die Automatenspiel-Erlaubnis ist eine andere Lizenz mit anderen Regeln, und ein Casino-Limit ist kein Wettlimit.

bpremium: Ladbrokes im Hintergrund

Die Ladbrokes (Deutschland) Ltd, Betreiberin von bpremium, hat ihren Sitz in Gzira auf Malta und ist unter der Registernummer C92799 geführt, nach der Nutzungsbedingungen-Fassung vom 3. April 2023. Die erste Erlaubnis datiert vom 09.10.2020, die Folgeerlaubnis vom 21.12.2022.

Wer den Namen Ladbrokes kennt, findet bei bpremium eine deutsche Erlaubnis unter diesem Dach. Auf der Seite steht bpremium; das Register führt Ladbrokes. Das ist kein Problem, solange klar ist, wem man sein Geld gibt.

bet-at-home: zwei Sparten, zwei Erlaubnisse

Bet-at-home.com Internet Limited ist als Betreiberin von bet-at-home geführt, mit Sportwettenerlaubnis seit dem 02.11.2020, Folgeerlaubnis vom 22.12.2022 und einer Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 28.12.2022.

Die Struktur ist die eines Anbieters, der beide Sparten getrennt hält. Wer Sportwetten will, ist hier an der richtigen Stelle. Für die Automatenspiele gilt dieselbe Regel wie überall: anderes Produkt, anderes Limit.

NEO.bet: die schlankste Erlaubnishistorie

Greenvest Betting Limited hält die Sportwettenerlaubnis für NEO.bet seit dem 09.10.2020, mit Folgeerlaubnis vom 22.12.2022.

NEO.bet hat im Feld die kürzeste Erlaubnishistorie — kein Casino-Anhang, der die Aufmerksamkeit teilt. Wer einen Anbieter ohne Spartenmix sucht, findet hier die klarste Struktur. Wer mehr als Sportwetten will, sucht weiter.

MERKUR BETS: Markenname aus dem Automatenbereich

Merkur Bets Malta Limited, Betreiberin von MERKUR BETS mit Sitz in St. Julian’s, hält die Sportwettenerlaubnis für ihre Domain seit dem 6. November 2023.

Die Marke ist im stationären Automatenbereich bekannt — für die Rechtslage im Internet bedeutet das nichts. Die Whitelist führt die Domain mit Sportwettenerlaubnis, und das ist die einzige Prüfung, die zählt. Wer die Marke kennt, kennt die Halle, nicht das Wettprogramm.

bwin: große Marke, frühes Datum

bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira auf Malta hält die Sportwettenerlaubnis für bwin seit dem 09.10.2020, mit Folgeerlaubnis vom 23.12.2022.

bwin ist einer der sechs Anbieter mit Erlaubnis vom 09.10.2020. Die Marke ist groß, das Datum ist es nicht — was zählt, ist die Domain im Register. Alles andere ist Wiedererkennung, und Wiedererkennung zahlt keine Quote.

Rechtliche Einordnung: Was ein Angebot ohne deutsche Erlaubnis kostet

Anbieter, die Sportwetten an Personen in Deutschland ohne deutsche Erlaubnis richten, betreiben nach § 4 Abs. 1 GlüStV unerlaubtes Glücksspiel. Eine Curaçao-, Anjouan- oder Malta-Lizenz hat in Deutschland keine Bedeutung. Die GGL warnte am 17. September 2026 ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten.

Die Strafdrohungen stehen im StGB: Veranstalten nach § 284 bis zu zwei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, Werbung bis zu einem Jahr, Teilnahme nach § 285 bis zu sechs Monate oder Geldstrafe. Eine strafrechtliche Verfolgung einzelner Spielerinnen und Spieler ist nicht festgestellt — weder ein Freibrief noch ein Grund zur Dramatisierung. Wer diesen Punkt liest, um sich beruhigen zu lassen, liest ihn falsch; wer ihn liest, um zu warnen, ebenso.

Zivilgerichte haben in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung von Einsätzen verurteilt. Der Bundesgerichtshof legte dem EuGH am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vor, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. EuGH-Generalanwalt Nicholas Emiliou hält es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24, Tipico) grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten — mit der Ausnahme, dass Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Ein Rückzahlungsanspruch ist damit niemandem versprochen.

Die Sportwettensteuer ist Sache des Finanzamts, nicht der GGL. Nach §§ 16-25 RennwLottG beträgt sie 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ — das entspricht rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Geschuldet wird sie vom Veranstalter, nicht vom Wettenden. Ob und wie sie weitergegeben wird, entscheidet der Anbieter; wer wissen will, ob eine Quote die Steuer enthält, liest die Bedingungen seines Anbieters. Die Steuer fällt auch bei unerlaubten Anbietern an; gezahlte Steuer ist kein Nachweis einer Erlaubnis.

Zwei Regeln bleiben oft missverstanden. Erstens: Nur Erlaubnisinhaber dürfen werben. Das Werbeverbot zwischen 06:00 und 21:00 Uhr betrifft virtuelle Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casinospiele — nicht Sportwetten. Für Sportwetten gilt: keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während der Live-Übertragung auf demselben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz. Zweitens: Das GlüStV setzt oder begrenzt keinen Sportwettenbonus. Höhe, Umsatz und Mindestquote kommen allein aus den Bedingungen des Anbieters.

Das Fazit dieser Einordnung ist unbequem für beide Seiten. Ein Anbieter ohne Erlaubnis bedeutet kein OASIS, kein LUGAS, keine deutsche Aufsicht und möglicherweise höhere Limits. Ein Anbieter auf der Whitelist bedeutet Rechtssicherheit und Spielerschutz, dafür das Einzahlungslimit von 1.000 €, eingeschränkte Live-Märkte, vollständige Verifizierung und Zahlungen nur vom eigenen Konto. Wer wählt, wählt zwischen zwei Kostenarten — nicht zwischen einem guten und einem bösen Anbieter.

Was der Vergleich am Ende hergibt

Zehn Anbieter mit deutscher Erlaubnis, ein Register, ein Erlaubnisdatum für sechs von ihnen. Die Wahl zwischen ihnen entscheidet nicht darüber, ob eine Wette legal ist — das entscheidet die Whitelist. Sie entscheidet darüber, was die Wette kostet.

Wer die Marge kennt, liest Quoten anders. Wer die Umsatzbedingungen kennt, liest Bonusbanner anders. Wer das Einzahlungslimit kennt, plant sein Turnierbudget anders. Das ist der Unterschied zwischen jemandem, der ein Angebot bewertet, und jemandem, der es kauft.

Für die Endrunde 2028 in England, Schottland, Wales und Irland bleibt reichlich Zeit, das eigene Konto, die eigene Verifizierung und das eigene Budget vorzubereiten. Wer heute anfängt, hat es im Juni 2028 leichter.

Häufige Fragen

Nur Anbieter, die auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder stehen. Die Liste umfasst 30 Einträge, davon 27 Inhaber mit Sportwettenerlaubnis. Zehn davon sind hier einzeln beschrieben. Jeder andere Anbieter, der Wetten nach Deutschland richtet, handelt ohne deutsche Erlaubnis.

Wie lässt sich auf der GGL-Whitelist prüfen, ob ein Wettanbieter eine deutsche Erlaubnis besitzt?

Die Whitelist ist das einzige amtliche Verzeichnis. Wer eine Seite prüfen will, sucht die Domain dort und vergleicht den eingetragenen Inhaber. Entscheidend ist, dass die Sportwettenerlaubnis für genau diese Domain eingetragen ist. Eine .de-Endung allein sagt nichts über eine Erlaubnis aus.

Findet 2026 eine Fußball-Europameisterschaft statt, und wann sind die letzte und die nächste Endrunde?

2026 findet keine Europameisterschaft statt. Die letzte war die EM 2024 vom 14. Juni bis 14. Juli 2024 in Deutschland. Die nächste findet 2028 in England, Schottland, Wales und Irland statt, mit Eröffnungsspiel am 9. Juni 2028 in Cardiff und Finale am 9. Juli 2028 im Wembley-Stadion in London.

Wie hoch ist das monatliche Einzahlungslimit bei lizenzierten Anbietern, und gilt es für alle Anbieter gemeinsam?

Das Limit beträgt 1.000 € pro Kalendermonat und gilt anbieterübergreifend, durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei. Es gilt also nicht pro Anbieter, sondern einmal für alle. Wer wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweist, kann bei einem Anbieter ein höheres Limit erhalten; die Herabsetzung wirkt sofort, die Erhöhung nach sieben Tagen.

Wie berechnet sich die Auszahlung einer Turnierwette aus Einsatz und Quote, und wie wirkt die Sportwettensteuer?

Die Auszahlung ergibt sich aus Einsatz mal Quote. Bei 10 € auf eine Quote von 2,50 sind das 25 €; der Nettoertrag beträgt 15 €. Die Sportwettensteuer von 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ schuldet der Veranstalter, nicht der Wettende. Wie sie in die Quote eingerechnet wird, steht in den Bedingungen des Anbieters.

Warum kann keine Quote den Turniersieger sicher vorhersagen, und was sagt sie über die Chancen aus?

Eine Quote ist ein Preis, den der Anbieter setzt, um Nachfrage und Risiko auszubalancieren. Sie enthält eine Marge und spiegelt Einschätzungen, nicht Gewissheit. Bei der EM 2024 erzielten sechs Spieler je drei Tore. Eine Quote von 1,50 entspricht einer angenommenen Wahrscheinlichkeit von rund 66 %, nicht einem sicheren Ausgang.

Inhalt erstellt vom Team «Sportwetten Bonus»