Beste Afrika-Cup-Wettanbieter 2026: Wer die Turnierwette am günstigsten anbietet

Updated Oktober 2026
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30. Oktober 2026 — geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder, Stand 2. Oktober 2026.

Ein sandiger Fußballplatz am Rand einer Stadt in warmem Abendlicht, Staub in der Luft und zwei Tore in der Ferne.
Der Afrika-Cup wird von der CAF organisiert und wurde erstmals 1957 ausgetragen; Ägypten ist mit sieben Titeln Rekordsieger, Rekordtorschütze ist Samuel Eto'o mit 18 Toren.

Wer heute nach dem besten Wettanbieter für den Afrika-Cup sucht, sucht für ein Turnier, das nicht stattfindet. Der Afrika-Cup 2025 lief vom 21. Dezember 2025 bis zum 18. Januar 2026 in Marokko, das Finale zwischen Senegal und Gastgeber Marokko wurde später von der CAF mit 3:0 für Marokko gewertet, und der senegalesische Verband hat Berufung beim CAS angekündigt. Die nächste Ausgabe ist für den 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda angesetzt. Die Jahreszahl im Suchbegriff ist das Erscheinungsjahr dieses Textes, kein Turnier. Ein Afrika-Cup 2026 hat nie existiert.

Das ist keine Spitzfindigkeit. Wer auf ein Turnier wettet, das er falsch datiert, landet auf Seiten, die genau davon leben: Quoten auf Partien, die längst gespielt sind, „Live“-Angebote zu Events ohne Anpfiff, Bonusversprechen ohne deutsche Erlaubnis. Der teuerste Fehler in dieser Nische ist nicht die falsche Quote. Es ist der Anbieter ohne Zulassung, bei dem ein Gewinn nicht ausgezahlt wird und eine Beschwerde niemanden erreicht.

Deshalb steht hier, was der Vergleich tatsächlich hergibt: zehn Wettanbieter mit deutscher Erlaubnis, sortiert nach dem, was sie den Spielenden kosten — Quotenniveau, Wettsteuer, Umsatzbedingungen, Einzahlungsgrenze. Was hier nicht steht, ist eine Empfehlung, sicher zu sein. Ein Turnierausgang lässt sich nicht vorhersagen, und niemand, der es ehrlich meint, behauptet das Gegenteil.

Was der Schutz kostet: Verifizierung, Einzahlungslimit und OASIS

Der deutsche Erlaubnisrahmen ist günstig für die, die rechnen — und unbequem für die, die spontan einzahlen wollen. Die Schutzmechanismen greifen, bevor irgendeine Turnierwette platziert ist: Einzahlungslimit, Sperrdatei, vollständige Verifizierung und Panikbutton sind bei erlaubten Konten keine Serviceleistung des Anbieters, sondern Pflicht des Veranstalters. Ein Buchmacher kann sie nicht weglassen und eine Erlaubnis behalten.

Ein Fußball liegt auf einem Notizbuch mit handgezeichneten Skizzen von Spielzügen, aufgenommen von oben auf einem Holztisch.
Beim Afrika-Cup nehmen seit 2019 erstmals 24 Mannschaften teil; nach der Austragung 2027 soll das Turnier ab 2028 nur noch alle vier Jahre stattfinden.

Das Einzahlungslimit ist die Regel mit der größten Wirkung auf den Alltag. Nach § 6c Abs. 1 GlüStV gilt standardmäßig eine Grenze von 1.000 € pro Kalendermonat — und zwar über alle Anbieter hinweg, durchgesetzt über die bundesweite Limitdatei LUGAS. Die Grenze wandert also mit dem Spielenden, statt sich mit jedem neuen Konto zu vervielfachen. Wer bei drei Anbietern je 1.000 € einzahlen möchte, kommt mit 1.000 € nicht dreimal durch. Eine Erhöhung ist möglich, aber nicht auf Zuruf: Ein Veranstalter, dessen Erlaubnis es vorsieht, darf individuell bis zu 10.000 € einräumen, für höchstens 1 % seiner aktiven Spielenden bis 30.000 € — und nur gegen nachweisbare wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Eine Selbstauskunft genügt ausdrücklich nicht. Nach unten wirkt eine Senkung sofort, nach oben erst nach sieben Tagen. Die Asymmetrie ist bewusst: bremsen geht schnell, Gas geben langsam.

Dasselbe Muster bei der Verifizierung. Ein Konto pro Anbieter mit vollständiger Prüfung der Person, so § 6a. Vor abgeschlossener Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden Spiel erlauben, mit 100 € Einzahlungslimit und ohne Auszahlungen. Für jemanden, der in der Gruppenphase schnell auf eine Partie will, ist das der realistische Engpass — nicht die Quote. Der Rat ist unspektakulär und spart die meiste Zeit: Dokumente hochladen, Tage bevor der Spielplan drückt.

OASIS, das bundesweite Spielersperrsystem nach §§ 8, 8a GlüStV, wird bei Registrierung und bei jedem Login abgefragt. Wer sich dort mit benanntem Zeitraum sperrt, ist mindestens drei Monate gesperrt; ohne Angabe mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 sperrt sofort für 24 Stunden. Parallelspiel ist nach § 6h untersagt und wird über die Aktivitätsdatei überwacht.

Hier liegt der harte Unterschied zu einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis. Offshore-Seiten hängen weder an OASIS noch an LUGAS. Kein Schutzsystem, keine Grenze, keine Beschwerdestelle. Das klingt nach Freiheit und bedeutet nur, dass der Spielende die Grenze selbst setzen muss — und dass ihm niemand hilft, wenn er es nicht kann.

Was Geld kostet und trotzdem leicht übersehen wird, steht in § 6b Abs. 4: Einzahlungen sind nur von einem Zahlungskonto auf den eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut erlaubt. Anonyme Zahlungswege sind ausgeschlossen, und das trifft Kryptowährungen und anonymes Prepaid direkt. Wer mit einer Karte zahlt, die auf einen anderen Namen läuft, kommt nicht durch. Dafür liegen Spielerguthaben auf einem treuhänderisch geführten, insolvenzgeschützten Konto, und bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6 und 7). Diese beiden Sätze zusammen sind der eigentliche Gegenwert der Erlaubnis: kein anonymes Nachschiessen, aber auch kein Guthaben, das mit dem Anbieter verschwindet.

Die Regeln, die keinen Spielraum lassen — und deshalb gleich aussehen

Wer diese Seiten vergleicht, findet sie überall. Einzahlungslimit, Sperrdatei, Verifizierung, Panikbutton — diese vier Punkte sind bei jedem der zehn hier besprochenen Anbieter identisch, weil sie aus dem GlüStV kommen und nicht aus der Marketingabteilung. Sie sind kein Vergleichskriterium, sondern eine Voraussetzung dafür, überhaupt verglichen zu werden.

Eine Waage aus Messing steht neben einer Lupe auf einem polierten Schreibtisch.
Als Anbieter von bet365 führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Quoten auf Turniersieger, Spielausgang und Torschützen — und wer die Marge zahlt

Der Afrika-Cup ist ein Turnier mit sechs Vierergruppen, Gruppenersten und -zweiten im Achtelfinale, dazu die vier besten Gruppendritten, danach K.-o.-Runden mit Verlängerung und Elfmeterschießen bei Gleichstand. Für Wettende heißt das: eine kurze, dichte Veranstaltung mit vielen Märkten und mit einer Besonderheit, die wenige beachten — das Unentschieden existiert in der Gruppenphase, im K.-o.-Spiel nicht. Wer im Halbfinale auf Remis setzt, wettet auf ein Ergebnis, das nach 90 Minuten gelten kann und danach aufgelöst wird. Genau hier liegt der Unterschied zwischen dem, was auf dem Wettschein steht, und dem, was am Ende ausgezahlt wird.

Die Quote selbst ist keine Information über das Spiel. Sie ist eine Zahl mit einer Marge darin. Ein Buchmacher setzt seine Preise so, dass die Summe der impliziten Wahrscheinlichkeiten über alle Ausgänge eines Marktes über 100 % liegt, und die Differenz behält er. Die Auszahlungsquote eines Marktes ergibt sich aus 1 ÷ (1/Quote₁ + 1/Quote₂ + 1/Quote₃) über alle Ausgänge eines Marktes, und die Marge ist 100 % minus dieser Wert.

Rechnen wir das an einem erfundenen, aber typischen 1X2-Markt durch: Quoten von 2,10 für den Sieg der ersten Mannschaft, 3,40 für das Remis und 3,60 für den Sieg der zweiten. Die Kehrwerte sind rund 0,476, 0,294 und 0,278. Ihre Summe liegt bei etwa 1,048. Der Quotenschlüssel beträgt damit rund 95,4 %, die Marge rund 4,6 %. Diese Größenordnung — grob 4 bis 6 % Marge im 1X2-Markt eines Fußballspiels — ist die Faustregel für diesen Markt. Und sie ist es nur für diesen: Die Marge auf Turniersieger liegt typischerweise höher, weil der Buchmacher über Wochen und Monate ein Risiko trägt, das er bei einem einzelnen Spiel nicht hat; die Marge auf Torschützenkönig liegt deutlich höher, weil der Markt dünn bespielt wird und das Modell weniger belastbar ist. Wo ein Buchmacher günstiger ist, ist er es punktuell, nicht über das gesamte Programm.

Die genannten Quoten sind eine Beispielrechnung zur Veranschaulichung der Marge, keine von einem Anbieter veröffentlichte Preisstellung. Der Vergleich maßgeblicher Quoten für dieses Turnier ist Aufgabe der anbieterbezogenen Abschnitte.

Was die Marge für den Spielenden bedeutet: Bei einer Einzelwette auf einen der drei Ausgänge behält der Buchmacher etwa 4,6 Cent jedes eingezahlten Euro, statistisch betrachtet. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der Einzelwetten zum Gesamtpreis — und die Margen multiplizieren sich mit. Aus zwei Märkten zu je 4,6 % Marge wird ein Kombipreis, in dem der Buchmacher über 9 % Vorteil hält. Wer eine Zehnerkombination zusammenstellt, spielt gegen einen Vorteil, der sich mit jeder hinzugefügten Auswahl auftürmt. Das ist der eigentliche Grund, warum Kombiwetten so beliebt beworben und so selten lukrativ sind.

Ein Vergleichskriterium, das nur die Spitzenquote nennt, sagt entsprechend wenig. Aussagekräftig wird es mit dem Markt dahinter: 2,10 im 1X2 eines Fußballspiels ist etwas anderes als 2,10 auf einen Außenseiter im Turniersiegermarkt.

Die Wettsteuer und die Frage, wer sie trägt

Über jeder Turnierwette liegt die Sportwettensteuer nach §§ 16 bis 25 RennwLottG: 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz, vermindert um die Steuer selbst“ (§§ 17, 18), was rund 5,03 % des eingezahlten Betrags entspricht. Schuldner ist der Veranstalter der Wette, nicht der Spielende (§ 19). Ob und wie er sie weitergibt, ist seine Entscheidung — und damit ein echter Unterschied zwischen Anbietern.

Hier ist Vorsicht angebracht, weil die Zahl 5,3 % ständig falsch herum durch die Gegend gereicht wird. Es sind nicht 5,3 % des Einsatzes. Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer, was rund 5 % des eingezahlten Betrags entspricht. Und Winamax preist im Fußbereich seiner Seite „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“ an, gestützt auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball zwischen dem 1. April und dem 30. August 2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Die Zahl ist interessant, weil sie die andere Hälfte ehrlich mitschreibt: Bei 55 % der geprüften Quoten lag Winamax eben nicht vorn. Eine Studie, die sich selbst widerlegt, ist immer noch die brauchbarste Sorte Marketing.

Und die Steuer ist kein Nachweis. Sie fällt auch bei nicht erlaubten Veranstaltern an; gezahlte Steuer beweist keine Erlaubnis. Wer das verwechselt, hat die wichtigste Frage des Vergleichs falsch beantwortet.

Spielplan, Gruppenphase, Halbfinale, Finale: Wann Anbieter Turnierwetten öffnen

Das Turnier wurde erstmals 1957 ausgetragen und wird von der CAF organisiert; Ägypten ist mit sieben Titeln Rekordsieger, Samuel Eto’o führt die Torschützenliste mit 18 Treffern an. Seit 2019 treten 24 Mannschaften an. Nach der Austragung 2027 soll der Afrika-Cup ab 2028 nur noch alle vier Jahre stattfinden — was die kommende Ausgabe für Wettende zusätzlich interessant macht und die übernächste zu einer Randnotiz.

Was heute geöffnet ist und was nicht, hängt an der Ausgabe, nicht am Anbieter. Für den Afrika-Cup 2027, angesetzt vom 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda, haben sich 54 Mannschaften zur Qualifikation angemeldet. Zu diesem Zeitpunkt ist das Feld offen und der Turniersiegermarkt, wenn er überhaupt bereits steht, dünn. Für die zurückliegende Ausgabe ist das Fenster geschlossen — bis auf die seltsame Nachwirkung einer Finalwertung, die ausgezahlt war, als das Ergebnis noch anders aussah. Wer wissen will, wie ein Anbieter mit einer nachträglichen Ergebnisänderung umgeht, findet in den Auszahlungsbedingungen der Anbieter die relevante Passage, nicht im Marketingtext.

Der Spielplan gibt den Takt vor. Die Gruppenphase liefert sechs Spieltage verdichteter Partien mit hohem Angebot und, weil alle gleichzeitig schauen, dünner werdenden Rändern in den kleineren Märkten. Die K.-o.-Runde reduziert die Zahl der Partien und erhöht die Aufmerksamkeit je Partie. Der Turniersiegermarkt trägt über die gesamte Dauer eine Marge, die den Anbieter für Monate der Unsicherheit bezahlt bekommt. Für den Spielenden heißt das: Wer früh auf Turniersieger setzt, zahlt einen Aufschlag gegenüber dem Spielausgangsmakrt des einzelnen Spiels, hat aber auch dann noch eine Position, wenn sich sein Team durchsetzt. Beides ist richtig, und die Wahl hängt davon ab, ob man Punktergebnisse oder die Erzählung eines ganzen Turniers wettet.

Wer auf Live-Wetten in der Gruppenphase setzt, stößt auf eine Regel, die kein Anbieter umgehen kann. § 21 Abs. 4 GlüStV erlaubt Live-Wetten während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis und auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente — und nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Das nächste Tor im Fußball ist erlaubt, der nächste Satz im Tennis auch. Der nächste Punkt im Tennis und der nächste Korb im Basketball sind es nicht. Das erklärt, warum die Live-Oberflächen deutscher Anbieter schmaler aussehen als die ausländischer Portale, und es ist keine Schwäche des jeweiligen Buchmachers, sondern Marktgrenze.

Wer auf Turnierwetten setzt und was ihn das kostet

Turnierwetten sind für den Spielenden ein anderes Produkt als Bundesliga-Einzelwetten. Erstens bindet die Position Kapital über Wochen. Zweitens trägt der Markt eine höhere Marge, weil der Buchmacher das Modell über die gesamte Turnierdauer absichern muss. Drittens sind die kleineren Märkte — Torschützenkönig, Gruppensieger, Weiterkommen — eng kalkuliert, und die Kurse bewegen sich schnell, sobald eine große Partie dazwischenkommt.

Für einen kleinen Wetteinsatz ist das selten ein Problem, für einen größeren schon. Wer den Turniersiegermarkt mit einer Summe bespielt, auf der eine Wochen- oder Monatsrechnung hängt, arbeitet mit einem Kapitalbindungseffekt, der in der Quotenangabe nirgends auftaucht. Die Sportwettensteuer greift dabei auf jeder Wette, und die Marge steckt in jeder Quote. Zwei unsichtbare Posten, ein Wettschein.

Die zehn Anbieter mit deutscher Erlaubnis im Vergleich

Alle zehn Marken unten stehen mit ihrer Sportwetten-Erlaubnis auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder, Stand 2. Oktober 2026. Die Prüfung läuft über die Domain des Sportwettenangebots — die Marke, nicht der Konzern, ist dort geführt. Die Whitelist trägt nur ein Erteilungsdatum und kein Ablaufdatum; eine Erlaubnis nach § 4c Abs. 1 GlüStV läuft fünf Jahre.

Wichtig für die Lektüre: Ein Anbieter mit Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele hat damit keine Erlaubnis für Sportwetten. Die sind getrennte Erlaubnisse mit getrennten Regeln, und eine Marke, die beide hält, ist mit beiden getrennt in der Liste geführt.

Anbieter Inhaber der Sportwetten-Erlaubnis Erlaubnis seit Weiteres Datum
AdmiralBet Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020 Folgeerlaubnisse 13.12.2022 und 29.07.2024
ODDSET Oddset Sportwetten GmbH 15.12.2022 Bescheid des Regierungspräsidiums Darmstadt
888sport 888 Germany Limited 30.06.2021 Folgeerlaubnis 15.12.2022
bet-at-home Bet-at-home.com Internet Limited 02.11.2020 Folgeerlaubnis 22.12.2022
VBet SCGO Limited 05.12.2023 —
Betano Betkick Sportsbetting Limited 19.02.2021 Folgeerlaubnis 16.12.2022
Sportingbet Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020 Folgeerlaubnis 21.12.2022
Tipico Tipico Co. Limited 09.10.2020 Folgeerlaubnis 09.12.2022
Winamax WINAMAX (Société anonyme) 29.06.2021 Folgeerlaubnis 08.12.2022
Betway Betway Limited 09.03.2021 Folgeerlaubnis 23.12.2022

Die Spalte mit den Folgeerlaubnissen ist nur bei VBet leer; dort steht im Verzeichnis allein das Ersterteilungsdatum. Was die Tabelle nicht zeigt und was der wichtigste Punkt daran ist: Das Erteilungsdatum sagt nichts über die Qualität des Angebots. Ein Anbieter seit 2020 ist nicht besser als einer seit 2023 — die beiden Daten stehen für den Zeitpunkt der Zulassung, sonst nichts. Wer in der Spalte „Erlaubnis seit“ eine Rangfolge liest, liest eine Rangfolge in Bürokratie.

Was die Tabelle ebenfalls nicht leistet, ist ein Urteil über Quotenniveau oder Bonusbedingungen. Das steht in den folgenden Abschnitten, markenweise.

AdmiralBet: die längste Zulassungshistorie im Feld

Kaum eine Marke in dieser Liste hat ein so lückenlos dokumentiertes Erlaubnisprofil. Greentube Betting Malta Limited führt die Sportwetten-Erlaubnis für das Angebot seit dem 9. Oktober 2020, dazu Folgeerlaubnisse vom 13. Dezember 2022 und vom 29. Juli 2024. Getrennt davon läuft eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 28. September 2022.

Was das im Alltag bedeutet: Der Spieler sieht zwei Produkte unter einer Marke, und die Aufsicht sieht zwei Erlaubnisse mit verschiedenen Regeln. Wer Sportwetten bei AdmiralBet abschließt, steht unter § 21 GlüStV — Einzel- und Kombiwetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon und auf Vorfälle darin. Wer dort Automatenspiele spielt, steht unter anderen Bestimmungen. Die Verwechslung ist der häufigste Denkfehler bei Marken mit Doppelprofil.

Der Vorteil für den Leser liegt in der Kontinuität. Wer bei einem Anbieter spielt, dessen Sportwettenzulassung seit 2020 läuft und zweimal nachgeführt wurde, hat es mit einem Anbieter zu tun, der die Bedingungen kennt und die Nachführung zweimal durchlaufen hat.

ODDSET: die Marke, deren Erlaubnis aus einer Landesbehörde kommt

Hier ist der Weg zur Erlaubnis ein anderer, und das ist kein Detail. Die ODDSET Sportwetten GmbH erhielt am 15. Dezember 2022 den Bescheid des Regierungspräsidiums Darmstadt für Sportwetten im Internet und im stationären Vertrieb. Aufsichtsbehörde ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder in Halle an der Saale.

Stationärer Vertrieb ist ein Zusatzangebot, das die wenigsten anderen Marken dieses Feldes haben. Wer Wetten auch in einer Filiale abgeben will, hat in dieser Liste kaum eine zweite Anlaufstelle.

Auf der inhaltlichen Seite ist die Marke konservativ sortiert — das ist eine Feststellung über die Angebotsbreite, nicht über die Qualität. Wer Live-Märkte und einen Wettkonfigurator gewohnt ist, wird hier weniger vorfinden. Wer Turnierwetten auf den Ausgang platziert und auf ein Programm mit langer Tradition setzt, ist hier richtig. Der Preis dieser Ruhe ist ein Programmangebot, das neben den Live-lastigen Marken der Liste schmal wirkt.

888sport: Turnierstandort Gibraltar, ohne direkte Whitelist-Zeile

Die 888 Germany Limited steht mit der Sportwetten-Erlaubnis für das Angebot seit dem 30. Juni 2021 und einer Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022 in der Whitelist. Die Muttergesellschaft ist die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar, deren Aktie seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert ist.

Das ist für den Vergleich ein Punkt, der nicht herumgereicht wird, und deshalb hier deutlich: Für Wetten in Deutschland zählt die Zulassung der 888 Germany Limited als deutscher Erlaubnisnehmer, nicht der Sitz des Konzerns. Ein Malteser oder Gibraltar-Registerauszug ersetzt die Whitelist nicht. Der umgekehrte Schluss ist ebenso falsch — aus einem ausländischen Konzernsitz folgt kein Nachteil, solange die deutsche Erlaubnis für die Domain läuft.

Was daraus folgt: Der Spieler prüft die Domain, nicht die Marke im Allgemeinen. Und er prüft, welcher Teil der Gruppe die Sportwetten betreibt. Das ist bei Konzernmarken die Frage, die Mehrarbeit macht und am meisten einbringt.

bet-at-home: viele Jahre und zwei Erlaubnislinien

Die Bet-at-home.com Internet Limited führt die Sportwetten-Erlaubnis für das Angebot seit dem 2. November 2020, mit Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022; für virtuelle Automatenspiele besteht eine Erlaubnis seit dem 28. Dezember 2022.

Zwei Erlaubnislinien, getrennt geführt, und das ist der springende Punkt. Wer bei bet-at-home eine Turnierwette abschließt, ist im Sportwettenrecht. Wer sich an den Automatenspielen versucht, spielt unter anderen Regeln, die mit dem Sportwettenprogramm nichts zu tun haben. Die Aufsicht zieht die Grenze, und der Spieler verliert nichts, wenn er sie kennt.

Der Vorteil der frühen Zulassung von 2020 ist wenig spektakulär: Sie steht für einen Anbieter, der die Umstellung auf das GlüStV 2021 von Anfang an mitgetragen hat. In einer Liste, in der die Daten zwischen 2020 und 2023 streuen, ist das ein Stabilitätssignal, kein Wettvorteil.

VBet: die jüngste Zulassung im Feld

Die SCGO Limited, Veranstalterin der Sportwetten, sitzt im Luxe Pavilion, 2nd Level, Diamonds International Building, Portomaso in St. Julian’s auf Malta. Die Sportwetten-Erlaubnis für das Angebot verzeichnet die Gemeinsame Glücksspielbehörde seit dem 5. Dezember 2023 — dem jüngsten Ersterteilungsdatum in dieser Liste.

Was ein späteres Datum hier bedeutet, ist begrenzt. Es sagt, dass die Zulassung jünger ist, und nichts über die Qualität des Programms. Es sagt außerdem, dass im Eintrag nur das Ersterteilungsdatum steht und keine Folgeerlaubnis. Wer daraus eine Rangfolge ableitet, verwechselt Listenpositionen mit Leistung.

Für Turnierwetten ist die entscheidende Größe ohnehin nicht das Erteilungsdatum, sondern die Frage, welche Märkte und welche Live-Funktionen das Sportwettenprogramm vorhält. Das steht nicht in der Whitelist — die Whitelist sagt nur, dass die Marke überhaupt zugelassen ist. Alles Weitere steht in den Bedingungen des Anbieters selbst und ist dort vor dem ersten Wettschein nachzulesen.

Betano: Bet Builder, Cash Out und Live-Streaming im Paket

Die App von Betano wird im Apple App Store von der KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED angeboten. In der Entwicklerbeschreibung sind Bet Builder — das Kombinieren mehrerer Märkte eines Spiels —, Cash Out und Live-Streaming genannt, unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slam-Turnieren, NBA, EuroLeague und NFL. Das ist die breiteste beschriebene Funktionsliste im Feld, und sie ist die Grundlage dafür, dass die Marke in der Whitelist seit dem 19. Februar 2021 mit Folgeerlaubnis vom 16. Dezember 2022 steht.

Der Bet Builder verdient einen zweiten Blick, weil er bei Turnierwetten mehr verändert, als es aussieht. Er kombiniert mehrere Märkte desselben Spiels zu einem Preis. Aus zwei Auswahlen mit je rund 4,6 % Marge entsteht eine kombinierte Quote, in der sich die Margen überlagern. Wer einen Bet Builder aus vier Auswahlen baut, spielt gegen einen kumulierten Buchmachervorteil, der in der angezeigten Quote nicht sichtbar ist. Bequem ist das auf jeden Fall.

Wer Live-Streaming sucht, muss die Grenzen einrechnen. § 21 Abs. 4 GlüStV beschränkt Live-Wetten auf das Endergebnis und die nächste Komponente wie das nächste Tor oder den nächsten Satz. Ein Stream allein schafft noch keine Live-Wetten auf jeden Zwischenstand — die Oberfläche ist hier enger, als sie aussieht.

Sportingbet: Konfigurator+ und eine breite Sportartenliste

Sportingbet führt im Wettangebot einen „Konfigurator+“ und Live-Wetten, dazu nach eigener Beschreibung die Sportarten Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Die Sportwetten-Erlaubnis läuft seit dem 9. Oktober 2020, die Folgeerlaubnis datiert vom 21. Dezember 2022.

Die Breite der Sportartenliste ist hier das eigentlich Interessante, und zwar mit einer Einschränkung, die zum Thema gehört: Nicht überall, wo etwas angeboten wird, sind veranstaltete Live-Märkte zulässig. § 21 Abs. 4 erlaubt während des Laufs nur Endergebnis und nächste Komponente in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind — das nächste Tor im Fußball ist erlaubt, der nächste Punkt im Tennis nicht. Bei Snooker oder Darts sieht der Live-Markt entsprechend anders aus als bei Fußball. Die Sportartenliste sagt also, was grundsätzlich bespielbar ist, nicht, wie tief die Live-Märkte je Sportart reichen.

Ein Konfigurator, der Auswahlen aus verschiedenen Partien kombiniert, ist im Kern eine Kombiwette mit bequemer Oberfläche — und trägt die kumulierte Marge jeder hinzugefügten Auswahl. Wer ihn nutzt, sollte die Gesamtquote gegen die Einzelquoten halten. Der Unterschied ist die Rechnung.

Tipico: Cashout als Kontrolle über den Wettschein

Die Tipico Sportwetten App wird vom Entwickler Tipico B2B Ltd angeboten. In der Beschreibung stehen „Tipico Cashout“ als Kontrolle über den Wettschein und Live-Wetten auch während des Fußballspiels. Die Erlaubnis für das Angebot läuft seit dem 9. Oktober 2020, mit Folgeerlaubnis vom 9. Dezember 2022.

Cashout verdient eine ehrliche Einordnung, weil der Name Kontrolle verspricht und die Mechanik etwas anderes liefert. Der Anbieter kauft die Wette zurück und setzt dabei den Preis. Es gibt keine gesetzliche oder behördliche Regelung zum Cashout in Deutschland; es ist eine Funktion des jeweiligen Anbieters, kein Rechtsanspruch. Der Rückkaufpreis liegt regelmäßig unter dem rechnerischen Erwartungswert des Scheins, weil der Buchmacher seine Marge auch im Rückkauf einrechnet.

Das heißt nicht, dass Cashout wertlos ist. Es heißt, dass derjenige, der die Wette vor Ablauf schließen will, dafür zahlt — und dass dieser Preis in der angezeigten Summe bereits enthalten ist. Diese Funktion mit der Live-Wette auf das nächste Tor zu kombinieren, ist übrigens nur zulässig, weil § 21 Abs. 4 genau solche Komponenten erlaubt.

Winamax: 0 % beworben, 45 % belegt

Der beworbenen Formel „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“ steht eine Odoxa-Studie gegenüber, die 2.967 Spiele aus Fußball, Tennis und Handball zwischen dem 1. April und dem 30. August 2025 untersucht hat: In 45 % der geprüften Quoten lag Winamax auf Platz eins. Die Sportwetten-Erlaubnis läuft seit dem 29. Juni 2021, Folgeerlaubnis vom 8. Dezember 2022.

Bleiben wir kurz bei diesen zwei Zahlen. „Platz eins in 45 % der Fälle“ ist eine gute Bilanz — aber sie definiert sich über die anderen 55 %. In mehr als der Hälfte der untersuchten Quoten stand ein anderer Anbieter vorn. Wer die Werbezeile liest und daraus „immer besser“ macht, hat aus einer Marktstudie ein Versprechen gebastelt.

Dasselbe gilt für die Wettsteuer, die oben in eigenen Abschnitt gehört und hier nur den Namen liefert: 5,3 % der Bemessungsgrundlage sind rund 5,03 % des eingezahlten Betrags, und wie damit umgegangen wird, ist Sache des Veranstalters. Winamax erklärt, sie zu übernehmen. Das ist ein echter, preiswirksamer Vorteil, und es ist ein Vorteil, den der Anbieter jederzeit selbst definieren kann, weil er nirgends außer in seinen eigenen Bedingungen steht.

Auf der Programmseite bietet Winamax mit Winamax TV Live-Streams von Spielen aus La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie und MLS, von den vier Grand-Slam-Turnieren und allen ATP- und WTA-Turnieren sowie von NBA und NFL im eigenen Kundenkonto. Breiter geht es im Feld nicht — mit der Maßgabe, dass Live-Wetten nach § 21 Abs. 4 an das Endergebnis und die nächste Komponente gebunden bleiben.

Betway: Cashout in Teilbeträgen und ein Fußball-Konfigurator

Beim Cashout von Betway erscheint das grüne Symbol unter „Meine Wetten“, der Wert der Wette wird angezeigt, und ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil. Zusätzlich bietet Betway einen Wettkonfigurator für Fußballspiele; der Konfigurator+ kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Partien. Die Sportwetten-Erlaubnis läuft seit dem 9. März 2021, Folgeerlaubnis vom 23. Dezember 2022.

Die Teilauszahlung ist der Unterschied, den man leicht überliest. Wer nur einen Teil des Scheins verkauft, hält eine Restposition — und die bewertet der Anbieter erneut zu seinen Preisen. Das reduziert die Bindung, ohne sie aufzuheben, und es macht den Preis der Rückgabe weniger sichtbar. Der Spieler zahlt in beiden Fällen, bei voller und bei anteiliger Auszahlung.

Zusammen mit dem Fußball-Konfigurator entsteht ein Angebot, das auf bequemes Spielen zielt. Bequemlichkeit ist bei Wetten kein neutraler Zusatz, sie ist ein Kostenposten — jede zusammengesetzte Auswahl trägt die Marge ihrer Teile.

Was ein Turnierbonus tatsächlich verlangt

Ein Willkommensangebot ist keine Zugabe. Es ist ein Vertrag mit einer Umsatzbedingung, und die Umsatzbedingung entscheidet über den Wert. Das GlüStV setzt keine Obergrenze für Sportwettenboni, keine Umsatzvorgabe und keine Mindestquote — das steht in den Bedingungen jedes Anbieters, und nur dort. Damit gibt es auch keinen gesetzlichen Schutz davor, ein Angebot mit unerreichbaren Auflagen anzunehmen.

Der Maßstab, der sich über die Jahre bewährt hat: Umsatzbedarf und Mindestquote zusammen, nicht die Bonushöhe allein. Ein Angebot über 100 € mit einem fünffachen Umsatz verlangt 500 € an Einsätzen auf Wetten, die alle eine Mindestquote erreichen müssen. Jede Wette darunter zählt möglicherweise nicht. Und der Umsatz zählt nur die Einsätze, nicht die Auszahlungen — es ist kein Kontostandsumlauf, es ist ein Wettvolumen.

Besonders scharf ist die Grenze bei den Gratiswetten. Eine Gratiswette ist kein Geld: Bei einer Freebet, deren Einsatz bei einem Gewinn nicht zurückgezahlt wird, ist der Auszahlungsbetrag häufig der Gewinn abzüglich Einsatz, sodass die Wette weniger wert ist als das, was sie bei einem regulären Guthaben einbringen würde. Und sie verfällt — Fristen und Höchstauszahlungen sind in den Bedingungen genannt, nicht in der Ankündigung. Wer sie nicht liest, liest später den Kleingedruckten Teil auf seinem Auszug.

Das Verhältnis von Umsatz zu Wetteinsatz ist der zweite Maßstab. Aus 500 € Umsatzbedarf wird bei einem Einsatz von 5 € je Wette eine dreistellige Zahl von Wetten — und jede von ihnen trägt eine Marge. Bei einer Marge von etwa 4,6 % im 1X2-Markt und vollständig umgesetztem Umsatz liegt der durchschnittliche Kostenaufwand für das Durchspielen eines solchen Angebots bei rund 23 € auf 500 € Umsatz. Das ist eine Schätzung über viele Wetten, keine Vorhersage für einen einzelnen Schein: Die Marge frisst einen bestimmten Anteil jedes Einsatzes, und über eine Serie von Wetten summiert sich das — in die eine oder andere Richtung. Der Erwartungswert ist negativ, das einzelne Ergebnis offen.

Dazu kommt der Zeitrahmen. Fristen für den Umsatz sind in der Regel in Tagen angegeben, nicht in Monaten, und wer sie reißt, verliert den Bonus samt aufgelaufener Gewinne — der Betrag wird zurückgebucht, nicht ausgezahlt. Der letzte Kostenposten ist die Auszahlungsgrenze: Viele Gratiswetten tragen eine Obergrenze für den Gewinn, der aus ihnen gezahlt wird, und darüber hinaus wird nichts ausgezahlt. Ein Angebot ist also drei Zahlen wert: Umsatzbedarf, Mindestquote, Auszahlungsgrenze.

Warum Turnierboni eine eigene Mechanik haben

Ein Bonus, der zum Afrika-Cup beworben wird, wird nicht dadurch besser, dass ein Turnier im Namen steht. Die Umsatzbedingungen sind häufig dieselben wie im Standardangebot, und die Mindestquote ist genau das Kriterium, das bei Turnierwetten ins Gewicht fällt: Wer auf den Turniersieger setzt, dessen Quote liegt typischerweise hoch, wer auf ein einzelnes Gruppenspiel mit Favoritenquote setzt, liegt vielleicht unter 1,50 und löst die Bedingung nicht aus. Der Bonus lenkt das Spielen in die Richtung, die dem Buchmacher passt: viele Wetten auf dasselbe Turnier, binnen enger Fristen, meist mit niedrigerem Einsatz pro Wette.

Wer das Angebot nicht nutzt, hat nichts verloren. Der Wettschein funktioniert weiter, und es gibt keinen Anlass, einen Bonus zu nehmen, dessen Bedingungen man nicht einhalten will.

Woran sich Anbieter vergleichen lassen — und woran nicht

Der Vergleich braucht Kriterien, die eine Marke unterscheiden, sonst vergleicht man Etiketten. Fünf Punkte leisten die Arbeit.

Die Geschwindigkeit nach der Zahlung. Ein Angebot ohne Auszahlungsweg ist eine Übung. Bei jedem Anbieter mit deutscher Erlaubnis liegt das Guthaben treuhänderisch und wird bei Kontoschließung innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt — das ist die Mindestanforderung des § 6b, nicht der Vorteil eines einzelnen. Der Unterschied zwischen Anbietern liegt vorher: bei den Zahlungswegen, die sie akzeptieren, und bei der Frage, wie schnell das Geld im normalen Betrieb kommt. Das ist eine Frage für die Bedingungen des jeweiligen Anbieters.

Die Verifizierungspraxis. Die Pflicht ist bei allen gleich, die Handhabung nicht. Wer Dokumente erst am ersten Spieltag einreicht, hat auf jeden Fall verloren, weil vor Abschluss der Prüfung nach § 6a höchstens 72 Stunden Spiel mit 100 € Einzahlungslimit und ohne Auszahlung möglich ist.

Die Programmbreite auf dem Turnier. Das Turnier hat einen Ergebnismarkt, einen Turniersiegermarkt, Gruppensieger-, Weiterkommens- und Torschützenmärkte, und die Frage ist, wer den vollen Satz öffnet. Turniersiegermärkte der absoluten Außenseiter sind nicht immer verfügbar.

Die Live-Fähigkeit innerhalb des Rahmens. § 21 Abs. 4 legt den Rahmen fest, wie tief die Oberfläche darin geht, ist Sache des Anbieters. Wer ständig auf Zwischenstände setzt, wählt nach der Tiefe. Wer den Abend nach dem Spiel mit dem Konto verrechnet und nicht dazwischen, braucht sie nicht.

Die Bonusbedingungen, als Rechnung und nicht als Betrag. Ein Angebot mit Bonus und einem hohen Umsatzfaktor kann teurer sein als ein kleineres Angebot mit einem niedrigen. Wer die Umsatzbedingung nicht liest, liest nur die Zahl im Werbebanner.

Was nicht ins Gewicht fällt: das Erteilungsdatum der Erlaubnis, die Rolle der Parameter in der Whitelist, die Frage, wer die Mehrheit hält. Alles wichtig für die Prüfung der Zulassung, alles ohne Aussage über die Qualität einer Wette.

Wie man die Whitelist selbst prüft

Der verlässlichste Test ist die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder, veröffentlicht nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Es gibt keinen zweiten gleichwertigen Nachweis. Eine glücksspielbehördliche Erlaubnis ist nicht durch eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta ersetzbar — diese Lizenzen haben für Wetten in Deutschland keine Bedeutung.

Die Prüfung ist einfach und muss dennoch richtig ausgeführt werden. Gesucht wird die Domain des Sportwettenangebots, nicht der Konzernname und nicht die Dachmarke. Die Whitelist führt die Marke mit dem Inhaber der Erlaubnis. Ein Eintrag für virtuelle Automatenspiele zählt nicht als Sportwetten-Erlaubnis; die Erlaubnisse sind getrennt geführt, und ein Anbieter, der beides hält, hat zwei Einträge.

Ein zweiter Irrtum betrifft die .de-Endung. Alle in der Whitelist geführten Domains tragen sie, aber eine .de-Domain allein beweist nichts. Wer eine Seite mit deutscher Adresse vor sich hat, hat noch keinen Erlaubnisnehmer vor sich. Das Verzeichnis ist der Nachweis, nicht die Endung.

Ein dritter Punkt betrifft die Zahl 5,3 % oben: Sie fällt auch bei Anbietern ohne Zulassung an. Gezahlte Wettsteuer ist kein Nachweis. Wer sie als Prüfkriterium nimmt, prüft das falsche.

Erlaubnis oder nicht: was an einem Anbieter ohne Zulassung hängt

Sportwetten für Menschen in Deutschland ohne deutsche Erlaubnis anzubieten, ist unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV. Das ist keine Grauzone mit Hausmeinung, sondern der Kern der Rechtslage. Und es ist der Grund, warum die Auswahl auf dieser Seite nicht länger ist.

Was ein Anbieter ohne Zulassung nicht hat: keinen Zugang zu OASIS, keinen Zugang zu LUGAS, kein Einzahlungslimit über Anbieter hinweg, keinen Panikbutton, keine insolvenzgeschützte Treuhandlösung, keine deutsche Beschwerdestelle. Er hat höhere Limits möglich, weil niemand eine Grenze setzt, und er lässt Zahlungswege zu, die nach § 6b Abs. 4 in Deutschland ausgeschlossen sind. Was auf den ersten Blick als Freiheit erscheint, ist eine selbst zu setzende Grenze — und die wenigsten setzen sie gut. Die GGL warnt ausdrücklich vor illegalen Angeboten.

Das Strafrecht kennt drei Seiten. Veranstalten nach § 284 StGB kann mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder einer Geldstrafe geahndet werden, Werbung mit bis zu einem Jahr, Beteiligung nach § 285 StGB mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe. Verfahren gegen einzelne Spielende sind aus den Quellen nicht belegt — das ist weder ein Freibrief noch ein Grund zur Dramatisierung. Der relevante Punkt für den Alltag ist nicht die Strafe des Einzelnen, sondern der fehlende Rückgriff: Wer sein Guthaben nicht ausgezahlt bekommt, hat keine Stelle, an die er sich wendet.

Die zivilrechtliche Seite ist in Bewegung und derzeit offen. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit der Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht (Az. I ZR 90/23). Der Kläger verlangt von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. In seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 hält Generalanwalt Nicholas Emiliou in der Rechtssache C-530/24 ein grundsätzliches Recht auf Rückforderung an verlorene Einsätze bei unlizenzierten Anbietern für möglich — mit der ausdrücklichen Ausnahme, dass Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Zivilgerichte haben in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung von Einsätzen verurteilt.

Was daraus nicht folgt, ist ein Anspruch. „Generalanwalt hält es grundsätzlich für möglich“ ist keine Auszahlungszusage, und das Verfahren ist nicht entschieden. Wer sich durch dieses Fenster auf einen Erstattungsanspruch verlässt, baut auf eine offene Rechtsfrage.

Wer erlaubt ist und wer nicht — in einer Zeile

Vierzehn deutsche Erlaubnisse sind nicht dasselbe wie überall erlaubt. Die hier besprochenen zehn Marken stehen mit Sportwetten-Erlaubnis in der Whitelist. Daneben gibt es Anbieter, die in Deutschland spielbar sind und keine haben. Die GGL nennt in diesem Zusammenhang Platincasino und warnte am 17. September 2026 ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten. Das Verzeichnis in Halle erledigt die Trennung, und keine Marketingzeile ersetzt es.

Diese Passage ist übrigens der einzige Teil der Seite, an dem Witz nichts verloren hat. Eine Erlaubnis, eine Sperrdatei und eine Hilfsnummer für Spielende sind keine Zielscheibe.

Spielfeldeinschränkung: was erlaubt ist und was nicht

Was eine Turnierwette überhaupt sein darf, steht in § 21 GlüStV. Erlaubt sind Festquotenwetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon und auf Vorfälle darin, als Einzel- oder Kombiwetten (§ 21 Abs. 1) — und nur die Wettarten, die die GGL im Sportwettprogramm nach § 21 Abs. 5 zugelassen hat.

Nicht erlaubt sind Wetten auf Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure beteiligt sind; die GGL zählt Fußball unterhalb der 3. Liga zum Amateurbereich. Dazu kommen manipulationsanfällige Wetten sowie Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung (§ 21 Abs. 1a). Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse sind nicht zulässig. E-Sport fällt komplett heraus: Die GGL stellt fest, dass Wetten auf E-Sport nicht möglich sind, weil E-Sport nicht als Sport anerkannt ist. Ein lizenziertes E-Sport-Wetten gibt es in Deutschland nicht.

Für das Turnier heißt das: Die Partien sind erlaubt, die Turnierwetten auf sie ebenfalls, innerhalb einer Struktur, die die Behörde vorgibt. Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Eine Obergrenze für den Einsatz pro Wette gibt es im Sportwettenrecht nicht — die 1.000-Euro-Grenze ist eine Einzahlungsgrenze über alle Anbieter, nicht ein Einsatzlimit.

Anbietergrenzen, die bleiben

Die Zahl der erlaubten Anbieter ist begrenzt, und das ist beabsichtigt. Sie ist der Preis der Regulierung: weniger Auswahl, geordneter Rahmen. Ein weiterer Punkt, der häufig mit dem Sportwettenmarkt verwechselt wird: Werbung für Sportwetten ist nach § 5 Abs. 3 Satz 1 nicht an das 06:00-bis-21:00-Uhr-Verbot gebunden. Dieses Verbot betrifft virtuelle Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casinospiele, nicht Sportwetten. Für Sportwetten gelten andere Werbebeschränkungen: keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während seiner Live-Übertragung im selben Kanal, keine Werbung mit aktiven Athleten oder Funktionären und keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3, 6).

Aus all dem folgt eine Auswahl, die nicht perfekt ist. Wer allein die Bereitschaft eines Anbieters zur Zulassung als Qualitätszeichen liest, überschätzt sie; wer sie ignoriert, riskiert seinen Einsatz. Beide Fehler kosten Geld.

Häufige Fragen zu Afrika-Cup-Wetten

Nach welchen Kriterien lässt sich ein Wettanbieter für den Afrika-Cup vergleichen, ohne Gewinne zu versprechen?

Vergleichbar sind Quotenniveau und Marge im Ergebnismarkt, die Bandbreite der Turniermärkte, Live-Fähigkeit innerhalb des Rahmens von § 21 Abs. 4, Zahlungswege, Umsatzbedingungen der Werbeangebote und die tatsächliche Zulassung in der Whitelist. Ein Ausgang lässt sich nicht vorhersagen, also vergleicht man Preise und Bedingungen, nicht Trefferquoten.

Wann soll der Afrika-Cup 2027 stattfinden, und welche Ausgabe liegt zuletzt zurück?

Die nächste Ausgabe ist für den 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda geplant; 54 Mannschaften haben sich zur Qualifikation angemeldet. Zuletzt zurück liegt der Afrika-Cup 2025 vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko. Ein Turnier namens Afrika-Cup 2026 hat es nicht gegeben.

Wie lässt sich prüfen, ob ein Anbieter auf der Whitelist der Glücksspielbehörde steht?

Die Liste der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder nach § 9 Abs. 8 GlüStV ist der einzige verlässliche Test. Gesucht wird die Domain des Sportwettenangebots samt dem dort genannten Inhaber der Erlaubnis. Eine.de-Domain allein beweist nichts, und eine getrennte Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele zählt nicht als Sportwettenerlaubnis.

Wie unterscheidet sich der Umgang mit der Sportwettensteuer von 5,3 % zwischen Anbietern, und wie wirkt er sich auf die Quote aus?

Die Steuer beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz, vermindert um die Steuer selbst“, also rund 5,03 % des eingezahlten Betrags, und ist eine Schuld des Veranstalters. Ob und wie er sie in die Quote einrechnet, ist seine Entscheidung und steht in seinen eigenen Bedingungen. Bei einem Anbieter, der sie übernimmt, fällt die Quote merkbar besser aus.

Welche Umsatzbedingungen und Mindestquote sind bei Willkommensangeboten für Turnierwetten zu beachten?

Das GlüStV setzt keine Obergrenze und keine Mindestquote; beides steht nur in den Bedingungen des Anbieters. Entscheidend ist der Umsatzbedarf, nicht die Bonushöhe — aus einem Umsatz von 500 € auf einen Einsatz von 5 € je Wette werden 100 Wetten, jede mit einer Marge. Zusätzlich zählen Fristen und Auszahlungsgrenzen.

Warum zählt eine Lizenz aus Curaçao oder Malta für Wetten in Deutschland nicht als Nachweis?

Weil sie keine Erlaubnis nach § 4 Abs. 1 GlüStV ist. Nur die deutsche Erlaubnis erlaubt das Anbieten von Sportwetten an Menschen in Deutschland, und nur der Whitelist-Eintrag belegt sie. Ein Anbieter mit ausländischer Lizenz hängt weder an OASIS noch an LUGAS und unterliegt dem deutschen Spielerschutz nicht.

Inhalt erstellt vom Team «Sportwetten Bonus»